Nissan hat die Ergebnisse für das am 31. März 2026 abgelaufene Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Der japanische Automobilhersteller verbuchte demnach einen Nettoverlust von umgerechnet rund 2,9 Milliarden Euro und damit zwar einen deutlich geringeren Verlust als im Vorjahr, in dem noch ca. 3,6 Milliarden Euro Miese anfielen, bleibt aber tief in der Verlustzone. Der Umsatz sank leicht auf etwa 64,8 Milliarden Euro. Weltweit verkaufte Nissan 3,15 Millionen Fahrzeuge.
Das operative Ergebnis fiel mit 314 Millionen Euro positiv aus – ein Zeichen, dass die laufenden Kostensenkungsmaßnahmen erste Wirkung zeigen. Die Umsatzrendite lag bei 0,5 Prozent. Als Ursachen für das anhaltend schwierige Umfeld nennt das Unternehmen Inflationsdruck, Zölle sowie uneinheitliche Marktentwicklungen in den wichtigsten Absatzregionen.
Im zweiten Halbjahr dreht der freie Cashflow
Ein Lichtblick war die Entwicklung des freien Cashflows im Automobilbereich: Für das Gesamtjahr war er zwar negativ, in der zweiten Jahreshälfte kehrte er jedoch in den positiven Bereich zurück und erreichte umgerechnet rund 605 Millionen Euro. Die Liquidität des Konzerns beziffert Nissan auf insgesamt 19,4 Milliarden Euro entspricht. Darin enthalten sind Barmittel im Automobilbereich sowie Darlehen an Verkaufsfinanzierungsgesellschaften.
Hinter diesen Zahlen steht der Sanierungsplan „Re:Nissan“, den das Unternehmen seit einigen Monaten umsetzt. Bis dato wurden Einsparungen von einer Milliarde bei den Fixkosten und ca. 298 Millionen Euro bei den variablen Kosten erzielt – Teilergebnisse auf dem Weg zum Gesamtziel von 2,7 Milliarden Euro. Die Entwicklungskosten pro Stunde sanken um 18 Prozent; angestrebt werden 20 Prozent. Das globale Produktionsnetzwerk soll von 17 auf 10 Standorte konsolidiert werden, wobei die Umstrukturierung an sieben Standorten bereits in Umsetzung ist.
Nissan setzt auf ein disziplinierteres Marktmodell
Parallel dazu arbeitet Nissan an der strategischen Neuausrichtung seiner Marktpräsenz. In den USA soll ein stärker vom Privatmarkt getriebener Verkaufsmix die Geschäftsqualität verbessern, in Japan sollen gezielte Markteinführungen für Impulse sorgen, und in China setzt das Unternehmen verstärkt auf Elektroautos im Rahmen eines selektiveren Ansatzes. Strafferes Bestandsmanagement und eine präzisere Vertriebsstrategie sollen die Rentabilität weiter stabilisieren.
Der Konzern rechnet mit einem Nettogewinn von über 100 Millionen Euro – was einem Kehrtwende gegenüber den Verlustjahren entspräche. Eine Dividende ist für das Jahr jedoch nicht geplant. CEO Ivan Espinosa formulierte es in der Mitteilung so: „Wir haben die Phase der Erholung hinter uns gelassen und treten nun in eine Wachstumsphase ein.“ Die Auswirkungen möglicher Zölle sind in dieser Prognose allerdings nicht berücksichtigt – ein Faktor, der die Planung empfindlich beeinflussen könnte.
Quelle: Nissan – Pressemitteilung









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