Der japanische Automobilhersteller Mazda baut die Nutzung erneuerbarer Energien an seinen japanischen Standorten aus. Gemeinsam mit regionalen Partnern setzt der Automobilhersteller auf neue Solaranlagen und Batteriespeicher, um den Anteil selbst erzeugten Stroms zu erhöhen und die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Mazda seine weltweiten Produktionsstandorte schrittweise klimafreundlicher gestalten möchte.
Konkret kommen laut Pressemitteilung am Mazda KD Center und im Werk Miyoshi sogenannte On-Site-Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) zum Einsatz. Dabei installiert und betreibt ein externer Anbieter die Solaranlagen auf dem Gelände des Unternehmens. Mazda nimmt den vor Ort erzeugten Strom direkt ab. Als Partner fungiert in beiden Fällen die japanische ORIX Corporation.
Am Mazda KD Center entsteht eine Solaranlage mit einer Leistung von 2,2 Megawatt, die im ersten Betriebsjahr voraussichtlich 2,6 Gigawattstunden Strom erzeugen soll. Die Belieferung beginnt planmäßig im November 2026. Im Werk Miyoshi wird eine weitere Anlage mit 0,8 Megawatt Leistung installiert. Dort rechnet Mazda mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 0,9 Gigawattstunden. Der Betrieb soll im Dezember beginnen.
Einfluss auf den CO₂-Rucksack
Eine Besonderheit ist die Kombination mit einem Batteriespeicher im Werk Miyoshi. Dieser nutzt neue Lithium-Ionen-Batterien aus dem Automobilbereich und speichert überschüssigen Solarstrom zwischen. Bei erhöhtem Strombedarf kann die Energie wieder abgegeben werden. Damit lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen und gleichzeitig der Spitzenstrombezug aus dem öffentlichen Netz reduzieren.
Über die eigene Stromversorgung hinaus bezieht Mazda auch regionale Unternehmen ein. Die dem überschüssigen Solarstrom am KD Center zugeordneten Umweltattribute sollen vom Stahlblechhersteller Toyo Kohan genutzt werden. Auf diese Weise möchte Mazda die Nutzung erneuerbarer Energien auch entlang der Lieferkette stärken.
Derartige Maßnahmen sind auch für die Klimabilanz von Elektroautos von Bedeutung. Denn für den sogenannten CO₂-Rucksack eines Fahrzeugs zählt nicht allein die Batterieherstellung, sondern die gesamte vorgelagerte Produktion einschließlich der verwendeten Materialien und Komponenten. Je weniger fossile Energie dabei eingesetzt wird, desto geringer können die produktionsbedingten Emissionen ausfallen. Gerade bei Elektroautos, deren Herstellung wegen der Antriebsbatterie zunächst häufig höhere Emissionen verursacht als die vergleichbarer Verbrenner, ist dies ein wichtiger Hebel.
Wie stark sich die nun angekündigten Maßnahmen auf die CO₂-Bilanz einzelner Mazda-Modelle auswirken, lässt sich allerdings noch nicht beziffern. Konkrete Angaben zu den dadurch eingesparten Emissionen macht der Hersteller nicht. Zudem betreffen die Projekte zunächst zwei einzelne Standorte. Mazda verfolgt nach eigenen Angaben grundsätzlich drei Ansätze zur Dekarbonisierung: Energieeinsparungen, die Nutzung erneuerbarer Energien und den Einsatz alternativer Kraftstoffe.
Quelle: Mazda – Pressemitteilung vom 30.Oktober 2026








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