Schwieriges Jahr: Mazda mit Gewinnrückgang

Schwieriges Jahr: Mazda mit Gewinnrückgang
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Mazda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mazda hat sein Ergebnis für das am 31. März 2026 abgeschlossene Geschäftsjahr vorgelegt. Weltweit verkaufte der japanische Automobilhersteller 1,22 Millionen Fahrzeuge – sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Als Hauptursachen nennt Mazda geopolitische Belastungen sowie das Auslaufen der zweiten Generation des CX-5, des meistverkauften Modells der Marke.

Der Rückgang schlug sich auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Der Nettoumsatz sank um zwei Prozent auf 28,1 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn fiel auf 295 Millionen Euro, der Nettogewinn auf 201 Millionen Euro. Trotzdem schloss Mazda das Geschäftsjahr mit einem Netto-Liquiditätsbestand von 2,5 Milliarden Euro – ein Anstieg von gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow blieb nahezu ausgeglichen, auch weil Investitionen in neue Modelle und die Elektrifizierung der Modellpalette planmäßig abflossen.

Nordamerika bleibt mit 582.000 abgesetzten Einheiten die wichtigste Region für Mazda – allerdings ebenfalls mit einem Minus von sechs Prozent. Schwächere Verkäufe des CX-30 infolge hoher US-Zölle, der Wegfall staatlicher Kaufanreize sowie das Modellauslauf des bisherigen CX-5 belasteten das Ergebnis. In Europa gingen die Verkäufe leicht auf 164.000 Einheiten zurück, in Japan wurden 144.000 Fahrzeuge abgesetzt.

Neuer CX-5 und vollelektrischer CX-6e sollen Trendwende einleiten

Für das laufende Geschäftsjahr, das am 1. April begonnen hat, gibt sich Mazda deutlich optimistischer. Das Unternehmen peilt globale Verkäufe von 1,32 Millionen Einheiten an – ein Anstieg von acht Prozent. Zentraler Wachstumstreiber soll dabei der neue CX-5 in seiner dritten Generation sein, der in diesem Jahr eingeführt wurde. Hinzu kommt der vollelektrische CX-6e, der ab dem Spätsommer in Europa auf den Markt kommen und den Mazda6e in der Modellpalette ergänzen soll.

Für Europa erwartet Mazda einen Absatz von 197.000 Einheiten – ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Nettoumsatz soll auf 30,6 Milliarden Euro steigen, der Betriebsgewinn auf 833 Millionen Euro, der Nettogewinn auf 500 Millionen Euro. Gelingt das, wäre es eine erhebliche Verbesserung gegenüber den aktuellen Zahlen.

Mazda verfolgt dabei eine sogenannte Multi-Solution-Strategie, die unterschiedliche Antriebskonzepte je nach Markt und Kundennachfrage vorsieht. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Tempo der Elektrifizierung regional unterschiedlich verlaufen wird, und will deshalb parallel in Hybridtechnologien, die eigene „Large Platform“ sowie weiterentwickelte Verbrennungsmotoren investieren. Kurzfristig sollen zudem weitere Elektroautos auf den Markt kommen, die gemeinsam mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Changan Mazda Automobile entwickelt werden.

Ob Mazda die ambitionierten Prognosen erreicht, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie sich die geopolitischen Rahmenbedingungen – Zölle, Rohstoffpreise, regionale Nachfrageentwicklungen – im laufenden Jahr entwickeln.

Quelle: Mazda – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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