Mazda 6e: E-Limousine soll künftig besser laden

Mazda 6e: E-Limousine soll künftig besser laden
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Der japanische Automobilhersteller Mazda wertet den Mazda 6e zum Modelljahr 2027 deutlich auf. Obwohl die elektrische Mittelklasse-Limousine, die gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Changan gebaut wird, erst seit 2025 in Deutschland angeboten wird, fallen die Änderungen vergleichsweise umfangreich aus. Im Mittelpunkt stehen eine neue Batterie, höhere Ladeleistung sowie Verbesserungen bei Software, Assistenzsystemen und Fahrwerk.

Die bisherigen Batterievarianten mit 68,8 beziehungsweise 80 kWh weichen einer neuen Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 78 kWh Kapazität. Damit soll der Mazda 6e künftig bis zu 560 Kilometer nach WLTP zurücklegen. Der kombinierte Normverbrauch liegt bei 16,1 kWh je 100 Kilometer. Der bisherige Long Range kam mit 80-kWh-Akku auf 552 Kilometer, die kleinere Variante auf 479 Kilometer.

Deutlich relevanter für den Alltag dürfte die höhere Ladeleistung sein. Der neue Akku kann laut Mazda mit maximal 200 kW Gleichstrom geladen werden. Von 10 auf 80 Prozent sollen unter idealen Bedingungen 24 Minuten genügen.

Gerade hier bestand beim bisherigen Mazda 6e Nachholbedarf. In unserem Test des Mazda 6e gehörte die Ladeperformance zu den größten Kritikpunkten. Beim getesteten Modell mit 68,8-kWh-Akku sank die Ladeleistung schon bei gut 30 Prozent Ladestand deutlich ab. Noch schwächer war auf dem Papier der bisherige Long Range mit maximal 90 kW und rund 47 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Ob der neue Mazda 6e die angekündigten 200 kW über eine ausreichend stabile Ladekurve hält, muss ein Praxistest zeigen.

Assistenzsysteme und Bedienung überarbeitet

Auch bei anderen Kritikpunkten bessert Mazda nach. Der Spurhalteassistent fiel in unserem Test durch teils energische Lenkeingriffe auf. Für das Modelljahr 2027 kündigt Mazda nun eine neue Abstimmung mit sanfteren Eingriffen an. Die erweiterte Lenkunterstützung CTS arbeitet künftig bis 160 km/h.

Überarbeitet wurden zudem die Bedienung des 14,6 Zoll großen Touchscreens und die Sprachfunktionen. Mazda nennt angepasste Formulierungen, zusätzliche Sprachen sowie Verbesserungen bei Spracherkennung und Text-to-Speech. Im bisherigen Modell war der Funktionsumfang der Sprachassistenz noch recht eingeschränkt.

Mehr Alltagstauglichkeit verspricht auch die Navigation. Sie zeigt Ladestationen samt Verfügbarkeit an und kann bei niedrigem Akkustand geeignete Ladepunkte vorschlagen. Nutzer können zudem gewünschte Ladestände für Ladestopps und Reiseziel festlegen.

Fahrwerk ebenfalls neu abgestimmt

Mazda hat außerdem das Ansprechverhalten des Fahrpedals verändert, die Beschleunigung verbessert und eine stärkere Rekuperationsstufe ergänzt, heißt es in der Presseitteilung. Neue Federraten, eine angepasste Dämpferabstimmung und eine neu kalibrierte Servolenkung sollen Komfort und Fahrgefühl weiter verbessern. Bereits das bisherige Modell überzeugte im Test allerdings mit ausgewogener Federung und hohem Reisekomfort.

Neu ist zudem ein „Pet Comfort Mode“, der beim vorübergehenden Verlassen des Elektroautos die eingestellte Innenraumtemperatur aufrechterhalten kann. Das Ausstattungsprogramm ergänzt Mazda um die sportlicher ausgelegte Variante Homura Plus mit schwarzen Teil-Nappaleder-Sitzen, roten Ziernähten und hochglanzschwarzen Karosserieakzenten. Beim Takumi Plus stehen künftig weiße oder hellbraune Sitzbezüge zur Wahl.

Der Mazda 6e 2027 startet als Takumi bei 47.490 Euro. Homura Plus und Takumi Plus kosten jeweils 49.490 Euro. Zum Marktstart 2025 begann der Mazda 6e noch bei 44.900 Euro. Vor allem mit der deutlich höheren Ladeleistung behebt Mazda nun offenbar einen der größten Schwachpunkte des bisherigen Modells.

Quelle: Mazda – Pressemitteilung vom 1. September 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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