Ein kleiner, leichter und bezahlbarer Elektro-Roadster? Das hätte doch was! Der japanische Automobilhersteller Mazda könnte mit dem nächsten MX-5 genau jene Lücke schließen, die auf dem E-Auto-Markt bislang weitgehend offen ist. Der kommende Roadster soll technisch so ausgelegt werden, dass er künftig auch als reines Elektroauto angeboten werden könnte. „Der Nachfolger muss auch bereit sein für ein Szenario ohne Verbrennungsmotor“, sagte Mazda-Chef Masahiro Moro im Interview mit Auto Motor und Sport. Eine elektrische Version ist damit zwar noch nicht endgültig beschlossen. Mazda schafft jedoch bereits die technischen Voraussetzungen dafür.
Entscheidend bleibt das Gewicht. Die neue Fahrzeugstruktur soll leichter werden, ohne auf extrem teure Materialien wie kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff angewiesen zu sein. Moro nannte einen Zielkorridor von knapp 1000 bis 1200 Kilogramm. Das hieße im Umkehrschluss, entweder ziemlich kleine Akkus einzubauen oder auf neue Batterietechnologien zu setzen, deren Zellchemie weniger Gewicht mit sich bringt.
Für ein Elektroauto wäre schließlich ein solches Leichtgewicht bemerkenswert. Der aktuelle Mazda MX-5 wiegt kaum mehr als eine Tonne, während elektrische Sportwagen wie der MG Cyberster deutlich mehr als 1800 Kilogramm auf die Waage bringen. Mazda könnte somit statt eines schweren Leistungs-Roadsters ein bewusst kleines, agiles E-Cabrio entwickeln.
Keine Reichweitenrekorde notwendig
Dafür dürfte allerdings unabhängig von der Zellchemie eine vergleichsweise kompakte Batterie nötig sein. Das könnte aber unproblematisch sein, denn ein elektrischer MX-5 müsste schließlich keine Reichweitenrekorde brechen. Wichtiger wären ein niedriges Gewicht, ein präzises Fahrverhalten und ausreichend Reichweite für Wochenendausflüge und kurvige Landstraßen.
Der nächste MX-5 soll dennoch nicht ausschließlich elektrisch werden. Mazda plant weiterhin eine Version mit Saugbenziner und Handschaltung. Als möglicher Antrieb gilt der neue 2,5-Liter-Motor Skyactiv-Z. Auch eine Hybridlösung wird geprüft, sofern sie Gewicht und Charakter des Roadsters nicht zu stark beeinträchtigt.
Der Modellwechsel wird frühestens gegen Ende des Jahrzehnts erwartet. Bis dahin könnten Fortschritte bei Batteriezellen und Energiedichte einen leichten Elektro-MX-5 erleichtern. Noch ist das kleine E-Cabrio aber nicht final beschlossen. Die Aussicht darauf ist dennoch reizvoll: Während viele neue Elektroautos immer größer, stärker und schwerer werden, könnte Mazda zeigen, dass elektrischer Fahrspaß auch mit wenig Gewicht, kompakten Abmessungen und offenem Dach funktioniert.
Quelle: Auto Motor und Sport – Nächster MX-5 könnte doch mit E-Antrieb kommen








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