Die Reichweite im elektrischen Betrieb gilt als einer der entscheidenden Maßstäbe für die Klimafreundlichkeit von Plug-in-Hybriden. Während viele Modelle im Alltag nur kurze Strecken ohne Verbrennungsmotor zurücklegen können, schafft der Lynk & Co 08 mehr als so mancher Elektro-Kleinwagen: Der Plug-in-Hybrid hat unter dokumentierten Bedingungen eine rein elektrische Distanz von 293 Kilometern erreicht und damit einen offiziell anerkannten Rekord aufgestellt.
Bestätigt wurde die Fahrt von Guinness World Records, die den Versuch als längste jemals gemessene Strecke eines PHEV-SUVs im Elektrobetrieb zertifizierten. Damit liegt der erzielte Wert deutlich über dem, was bislang für diese Antriebsform dokumentiert war. Für den Hersteller ist das Ergebnis vor allem ein technischer Nachweis, wie weit sich elektrische Nutzung und Hybridkonzept inzwischen kombinieren lassen.
Im regulären Betrieb wird für das Auto von Lynk & Co eine elektrische Reichweite von bis zu 200 Kilometern nach WLTP angegeben. Diese Größenordnung erlaubt es, viele alltägliche Fahrten mehrere Tage lang ohne den Einsatz des Verbrennungsmotors zurückzulegen. Der Rekordversuch ging darüber hinaus und zeigte, welches Potenzial unter konstanten Bedingungen abrufbar ist, wenn Effizienz, Energiemanagement und Fahrprofil gezielt zusammenspielen.
Die Grundlage dafür bildet eine Hochenergiebatterie mit einer Kapazität von 39,6 Kilowattstunden. Ergänzt wird sie durch ein Thermomanagementsystem, das die Batterie über längere Zeit im optimalen Temperaturfenster hält. Hinzu kommt eine auf geringen Luftwiderstand ausgelegte Karosserie, deren cw-Wert unter 0,30 liegt. Zusammen mit einer modularen Plattform, die auf niedrigen Energieverbrauch und stabile Fahreigenschaften ausgelegt ist, entsteht ein technisches Gesamtpaket, das lange elektrische Etappen ermöglicht.
Der offiziell überwachte Test fand auf dem Gelände des Centro Dinámico Pegaso in Toluca statt. Die Strecke wurde im Vorfeld vermessen, das Auto technisch geprüft und während der Fahrt kontinuierlich überwacht. Über einen Zeitraum von mehr als sechs Stunden bewegte ein zertifizierter Fahrer das Auto mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit zwischen 50 und 60 Kilometern pro Stunde. Telemetrie-Experten zeichneten sämtliche relevanten Daten auf, während Ingenieure den Zustand des Autos vor und nach der Fahrt überprüften.
Zur Einordnung: Das Centro Dinámico Pegaso bietet als abgeschlossene Anlage kontrollierte und reproduzierbare Rahmenbedingungen, in denen äußere Einflüsse wie Verkehr, Ampelstopps oder wechselnde Geschwindigkeitsprofile bewusst ausgeschlossen sind. Die über mehrere Stunden gleichmäßige Fahrt ohne Unterbrechung war daher weniger ein Abbild typischer Alltagsnutzung als vielmehr ein standardisiertes Effizienz-Szenario. Aus Sicht der Prüfer ist genau diese Konstanz entscheidend, um die elektrische Reichweite unter klar definierten, technisch nachvollziehbaren Bedingungen eindeutig zu bestimmen und vergleichbar zu machen.
Quelle: Lynk & Co – Pressemitteilung per Mail







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