Lexus UX 300e bekommt 40 Prozent mehr Reichweite

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Toyota

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Toyotas Premiummarke Lexus hat sein Elektro-Modell UX 300e aufgefrischt. Die wichtigste Aktualisierung im neuen Modelljahr betrifft den Akku: Dessen Kapazität haben die Japaner von 54,4 kWh auf nun 72,8 kWh erhöht, was zu einer Reichweite laut WLTP-Messung von nun 450 km führen soll – gut 40 Prozent mehr als das aktuelle Modell. Die Auslieferungen der neuen UX 300e-Generation sollen im Frühjahr 2023 beginnen, teilt Toyota mit.

Lexus brachte den UX 300e im Jahr 2020 als erstes E-Modell der Marke auf den Markt. Im Jahr 2022 kündigte Lexus die Einführung des ebenfalls vollelektrischen Lexus RZ an, wie der UX ebenfalls als Crossover konstruiert, der aber eine Nummer größer ausfällt.

Zu den angekündigten Verbesserungen für den UX 300e zählen zudem erweiterte Funktionalitäten der aktiven Sicherheitstechnologien sowie neue Funktionen durch das neueste Multimedia-System, welches zum Beispiel ein größeres Touchpanel-Display mit höherer Auflösung beinhaltet. An der Vorderseite der Mittelkonsole gibt es nun zwei neue Typ-C-USB-Anschlüsse, um die Benutzerfreundlichkeit beim Laden von Geräten wie Smartphones zu verbessern.

Lexus-Elektroauto-UX-300e-Cockpit
Toyota

Für eine bessere Fahrdynamik wurde die Karosseriesteifigkeit durch zusätzliche 20 Punktschweißpunkte gestärkt, und die elektrische Servolenkung und die Stoßdämpfer wurden feiner und besser auf das vollelektrische Modell abgestimmt, so Toyota in einer aktuellen Mitteilung. Schnellladen kann der UX 300e weiter nur über den japanischen CHAdeMO-Standard. Ob mit dem größeren Akku auch die Ladeleistung angehoben wurde, hat Lexus noch nicht verraten. Das auslaufende Modell kann mit nur maximal 50 kW am DC-Lader Strom zapfen.

An der Motorleistung des kompakten Crossovers hat der Hersteller indes nicht gerüttelt: Die maximale Leistung des Lexus UX 300e beträgt weiterhin 150 kW (204 PS), das maximale Drehmoment liegt bei 300 Nm. Zu den Preisen des aufgefrischten UX 300e hat Lexus bislang noch keine Angaben gemacht, das auslaufende Modell war zuletzt ab 47.550 Euro zu haben.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 12.10.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Bertram Kroz:

Der europäische Markt ist nur einer unter vielen bei und für Toyota und damit auf Konzernebene relativ betrachtet weniger im Fokus als bei manch anderen großen Automobilherstellern. Finden wir Europäer schade, ist aber so.
Wir haben gute japanische Bekannte und sie bestätigten mir das vergleichsweise geringe Interesse am reinelektrischen Fahren bei ihren Landsleuten.

egon_meier:

Sowas von Realitätsverweigerung wie Toyota .. das ist schwer zu toppen.
Wenn man eine Reihe von Jahren Glück gehabt hat denken die wohl .. dann kann man sich alles erlauben.
Chademo .. einfach unglaublich. ABer dann haben diese hässlichen 50kw-Tiple an den BAB endlich mal wieder Kundenschaft – wenn sie mal funktionieren.

Na ja .. nicht meine Kohle.

Broesel:

1• Verkrampfter Verbrennerumbau und -Optik,

2• aussterbender CHAdeMO-Anschluss grenzt den Anteil nutzbarer DC-Lader immer weiter ein,

3• weiterhin Mix-Plattform …

Wohin soll das führen, Toyota?

egon_meier:

Noch läuft es so, dass die, die ihre Produktion auf die margenstarken Modelle konzentrieren können, es gut haben.
Das dürften bei Toyota die Hausfrauenpanzer sein.
Doof für Unternehmen, die sowas gar nicht in relevantem Umfang haben: Honda, Mazda, Mitzu, Nissan
Gut für die Hersteller aus Old Germany VW

richtig spannend wird es erst 23 und 24, wenn die Lieferkette wieder läuft. Bei Chips deutet sich sowas schon an: Intel und AMD haben umsatzeinbrüche.

egon_meier:

Täuscht mich der Eindruck oder hechelt Toyota tatsächlich mit seinen Angeboten um 3 Jahre hinter dem Wettbewerb her?
Wenn man sieht, dass dier BEV-Anteil an den Neuzulassungen massiv und nachhaltig steigt gibt der Konzern ein ganz wichtiges Marktsegment weitestgehend auf.
Halbwegs akzeptable Reichweite erst ab 2023 – dann haben die Wettbewerber schon die 2. oder 3. BEV-Modellgeneration in Stückzahlen auf den Markt und Toyota/Lexus quälen sich imme rnoch mit dem Einstieg.
Um das mal in Zahlen zu fassen: 2022 hat Toyota/Lexus bislang einen europäischen BEV-Marktanteil von 0,6%

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