Ladenetz für E-Autos wächst in Spanien extrem schnell

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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

In Spanien gibt es inzwischen nahezu 48.000 öffentliche Ladepunkte für Elektroautos, und vor allem bei den Schnellladern wächst das Netz rasant an. Wie das Portal Forococheselectricos berichtet, ist die Anzahl an Ladepunkten mit 50 bis 250 kW Ladeleistung allein seit Jahresbeginn um fast 70 Prozent angewachsen. Und bei den besonders schnellen Ladestationen mit mehr als 250 kW Ladeleistung betrug der Zuwachs ebenfalls immerhin knapp 50 Prozent. Dabei werden keine konkreten Zahlen genannt, es lässt sich aber ablesen, dass es sich bislang um den weit überwiegenden Anteil an Ladestationen um AC-Ladestationen handeln muss.

„Diese Entwicklung ist besonders bedeutend, da sie das Schnell- und Fernladenetz stärkt, das für Langstreckenfahrten und zur Verkürzung der Wartezeiten an stark frequentierten Stationen von entscheidender Bedeutung ist“, analysiert das Fachportal. Die bislang meisten Ladestationen in Spanien gibt es demnach in Katalonien (also rund um Barcelona), Madrid und Andalusien (Region um Sevilla und Málaga).

Ladepreise auch in Spanien Thema

Arturo Pérez de Lucia, Generaldirektor des Verbandes, betonte dem Bericht nach, dass „diese positive Entwicklung die bemerkenswerten technologischen Anstrengungen und Investitionen widerspiegelt, die die Betreiber von Ladestationen bei der Einführung öffentlicher Ladeinfrastrukturen unternehmen”. Und laut Einschätzung des Fachportals wird elektrisch Reisen in Spanien zunehmend komfortabler. „Das Reisen in Spanien wird dank der zunehmenden Dichte an Ladestationen immer einfacher, sodass man praktisch jedes Ziel mit mehreren Alternativen erreichen kann, falls es zu unvorhergesehenen Ereignissen oder Planänderungen kommt“, heißt es im Text.

Ein Nachteil sei jedoch, dass viele der spanischen Ladestationen sich nicht entlang der typischen Wegstrecken befinden, sondern dass Fahrer von Elektroautos häufig Umwege von etwa einer Viertelstunde Fahrtzeit hinnehmen müssten. Und auch die Ladepreise bereiten im südwesteuropäischen Land Sorgen, denn wie auch in anderen europäischen Ländern hat sich der Strompreis nach dem Hochschnellen zu Beginn des Ukraine-Krieges bislang nicht wieder auf das alte Niveau eingependelt. Zwar sei der Strompreis an den Börsen wieder niedrig, bei den Ladetarifen habe sich dies aber noch nicht vollumfänglich bemerkbar gemacht. Diese Diskussion um hohe und zudem mitunter schwer nachvollziehbare Ladepreise gibt es auch in Deutschland.

Quelle: Forococheselectricos – España roza los 48.000 puntos de recarga pública operativos, con un fuerte impulso en la ultrarrápida

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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