Komatsu stellt 13 Tonnen schweren Elektrobagger vor

Komatsu stellt 13 Tonnen schweren Elektrobagger vor
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Komatsu

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Der japanische Baumaschinenhersteller Komatsu plant die Einführung des 13 Tonnen schweren Elektrobaggers PC138E-11 mit Lithium-Ionen-Batterie als Mietmaschine. Nach der Einführung in Japan in den kommenden Wochen soll die Maschine auch auf den europäischen Markt kommen, so der Industriekonzern in einer aktuellen Mitteilung. Komatsu arbeitet demnach daran, einen Markt für elektrische Baumaschinen aufzubauen und gleichzeitig bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen.

Dank einer leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie und einem speziellen Kühlsystem für die Batterie und elektrische Komponenten sollen mit diesem Kurzheckbagger lange Einsatzzeiten möglich sein. Komatsu plant, die Maschine an verschiedene Kunden mit unterschiedlichen Einsatzgebieten und unterschiedlicher Energieversorgung in Regionen zu vermieten, wo die zukünftige Entwicklung eines Marktes für elektrifizierte Maschinen zu erwarten ist. So können diese Kunden die Umweltfreundlichkeit und Sicherheit der Maschine kennenlernen, und Komatsu kann Kundenfeedback einholen und seine Kenntnisse erweitern.

Hydraulikbagger gelten als die vielseitigsten Baumaschinen, die 13-t-Maschinen werden auf vielen verschiedenen Baustellen und Einsatzgebieten genutzt, vor allem im Städtebau auf begrenztem Raum. Mit der Markteinführung dieser Maschine will Komatsu eine breite Palette neuer Kundenbedürfnisse erschließen und den Markt für elektrische Baumaschinen etablieren.

Auf der Baumaschinenmesse Intermat im April in Paris will Komatsu den PC138E-11 erstmals in Europa präsentieren. Die Maschine mit ihrem 72 kW starken Elektromotor wird von einer 225 kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie mit Strom versorgt. Das batteriebetriebene System erzeugt keine Abgase und schafft so eine saubere, angenehme und umweltfreundliche Arbeitsumgebung, auch für Menschen, die in der Nähe des Baggers arbeiten. Vorteilhaft ist dies vor allem bei Arbeiten im Inneren von Gebäuden und beengten Verhältnissen.

Durch den Elektromotor erzeugt die Maschine auch keinen Lärm. Der Fahrer kann somit auch während des Betriebs problemlos mit den Mitarbeitern außerhalb der Maschine kommunizieren und so sichere und präzise Arbeit leisten. Da die Maschine keinen Verbrennungsmotor besitzt, erhitzt sich die Umgebungsluft nicht übermäßig und der Vibrationspegel für den Fahrer ist sehr gering. Dadurch sei die Arbeit komfortabler sowie weniger anstrengend und ermüdend, so Komatsu.

Quelle: Komatsu – Pressemitteilung vom 21.12.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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