Jochen Rudat, Ex Tesla-Top-Manager, gründet zwei E-Beratungsunternehmen

Jochen Rudat, Ex Tesla-Top-Manager, gründet zwei E-Beratungsunternehmen
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1020878011

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Anfang Oktober 2019 konnte Elektroauto-News.net verkünden: Mitte September noch ein Gerücht. Mittlerweile bestätigt. Jochen Rudat, Ex-Direktor Central Europe von Tesla, zieht es als Vertriebsleiter zu Automobili Pininfarina. Damit hat das hinund her rund um Jochen Rudat ein Ende. Seit Juli 2019 war er bei Tesla freigestellt, seit Oktober ist er nun für Automobili Pininfarina tätig.“ Gerade einmal ein halbes Jahr später macht Jochen Rudat wieder von sich hören. Anfang Mai hat er Automobili Pininfarina verlassen und baut nun zwei E-Beratungsunternehmen auf.

Von 2016 bis 2019 war Rudat als Director Central Europe für das Europageschäft von Tesla verantwortlich. Im Anschluss daran, kam er als CSO bei Automobili Pininfarina unter und war dort als Vertriebsleiter für die Automobilmarke mit ihren rein elektrisch angetriebenen Luxusfahrzeugen und Sportwagen tätig. Nun hat Rudat mit Electric Ventures und muchbetterelectric gleich zwei Firmen gegründet, die Unternehmen im boomenden E-Mobilitätsgeschäft beratend zur Seite stehen.

Rudat richtet seine beiden Unternehmen breit aus. Mit Electric Ventures unterstützt er Elektromobilitäts-Startups beim Investitionsprozess. Für ausgewählte Projekte rund um das Thema nachhaltiger Transport erstellt Rudat beispielsweise Pitch Decks, organisiert Investoren Roadshows und bringt die Firmen mit potenziellen Investoren ins Gespräch. Im Dschungel der Förderlandschaft hilft Electric Ventures die Übersicht zu bewahren und das richtige Programm zu finden.

„Mein Ziel ist es die Beratung und Dienstleistungen rund ums Thema Elektromobilität zu professionalisieren. Viele selbstständige Berater auf dem Markt denken, mit einer handvoll probegefahrenen Elektroautos und einer Emobility-Zeitschrift im Abo, Hersteller professionell beraten zu können. Hier kann ich mit meiner 10 jährigen Tesla Erfahrung punkten. Wer kann schon von sich sagen, dass er an Elon Musk berichtend Tesla in Europa aufgebaut hat!?“ – Jochen Rudat

Bei muchbetterelectric, dem zweiten von Rudat gegründeten Unternehmen, dreht sich alles um die Beratung von Herstellern, Importeuren und großen Handelsgruppen. Markteinführungsstrategien, Marketing- oder Vertriebsworkshops und -schulungen, Recruitingmaßnahmen aber auch klassische Strategiefindung erfolgt auf Projektbasis oder im Beirat (Advisory Boards). Auch taktische Massnahmen sind im Portfolio, so ist muchbetterelectric beispielsweise ab Mai damit beauftragt für einen E-Scooter Hersteller Handelspartner in Europa zu finden, dasselbe auch für einen Partner im Automotive Sektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Rudat scheint keine kleinen Brötchen backen zu wollen, im Hintergrund koordiniere er ein schlagkräftiges Team von Emobility Machern, die jeweils als Fachexperten bereitstehen. „Hier sind unglaubliche Namen dabei, mit denen wir alsbald auch die großen Beratungshäuser angreifen werden – aber eben glaubwürdig“, so der Ex-Tesla-Manager weiter. Rudat gibt ebenfalls zu verstehen, dass ein wichtiges Kriterium um bei muchbetterelectric dabei zu sein es ist, selbst einen massiven Beitrag für die E-Mobilität geleistet zu haben.

„Mit einer guten Dienstleistung können wir bei unseren Kunden den Unterschied machen, um so für uns alle noch mehr CO2 von der Straße zu holen. Ich freue mich sehr, nun dieses neue Kapitel in meinem elektrifizierten Leben schreiben zu können“, so Rudat abschließend in der Pressemitteilung. Informationen über erste Kunden, Projekte und den weiteren Verlauf seiner Firmen werden in den nächsten Wochen erwartet.

Quelle: Per Mail

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

„Carspreading“ frisst europaweit Millionen von Parkplätzen

„Carspreading“ frisst europaweit Millionen von Parkplätzen

Michael Neißendorfer  —  

Neuwagen wachsen jährlich um 1,2 cm in der Länge. Allein London und Berlin drohen deshalb, jeweils über 100.000 Parkplätze zu verlieren.

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Tobias Stahl  —  

Laut BloombergNEF fährt 2026 bereits jeder vierte Neuwagen elektrisch. Bis 2035 soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen – doch einzelne Länder könnten zurückfallen.

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Sebastian Henßler  —  

Die Automechanika Frankfurt öffnet im September ihre Tore. 4500 Aussteller, neue KI-Formate und ein Rekord bei den Innovation Awards erwarten die Branche.

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Eine VDA-Umfrage unter 116 Unternehmen zeigt, dass sich die Geschäftslage im automobilen Mittelstand deutlich verschlechtert hat.

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

Sebastian Henßler  —  

Chinesische Autobauer sichern sich Produktionsstandorte in Europa, bevor ein neues EU-Gesetz Direktinvestitionen aus China erschwert.

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

Tobias Stahl  —  

Volkswagen, Stellantis und Renault wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU – und fordern möglichst simple Regeln zum Schutz der hiesigen Automobilindustrie.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.