Im April sind die privaten Pkw-Neuzulassungen um 8 Prozent, private Elektroauto-Neuzulassungen sogar um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, so eine aktuelle Auswertung von Dataforce. Knapp ein Drittel der privaten Autokäufer (32,7 Prozent) entschied sich im April für ein E-Auto. Damit liegt der Privatmarkt beim Elektroanteil wieder vor dem Flottenmarkt mit 31,5 Prozent.
Insgesamt ist der deutsche Pkw-Markt im April bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen wie im April 2025 um 2,7 Prozent gestiegen. Die Dataforce-Auswertung der Verkaufskanäle zeigt, dass das Gesamtmarktwachstum neben den Privatkunden auch durch die Eigenzulassungen des Fahrzeugbaus (+18 Prozent) getrieben worden sind. Die Flottenzulassungen haben sich mit minus 3,6 Prozent hingegen erneut negativ entwickelt. Gleiches gilt für die Eigenzulassungen des Fahrzeughandels (-6,0 Prozent).
Damit setzen sich die bereits 2025 sichtbaren Entwicklungen weiter fort. Statt des Fahrzeughandels werden immer mehr die Hersteller selbst das Ventil für taktische Zulassungen bei kurzfristigen Überkapazitäten am Markt. Die Flottenzulassungen leiden dagegen weiter unter der schwachen Konjunktur und der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit. Das bremse zwar auch den Privatmarkt, hier treffe jedoch ein erheblicher Nachholbedarf aus den letzten Jahren auf positive Anreize durch Kaufförderung und Rabatte, so Dataforce.
Insgesamt haben die Zulassungen von E-Autos im April um 41 Prozent zugenommen, Plug-in-Hybride erreichten ein Wachstum von 13 Prozent. Hybride legten um 21 Prozent zu, unelektrifizierte Diesel mit minus 13 Prozent und Benziner mit minus 11 Prozent verloren hingegen in der Käufergunst.

Auch auf den Transportermarkt mit fast immer hohen Laufleistungen und fast 80 Prozent Dieselfahrzeugen schlagen die aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen voll durch. Nachdem die Neuzulassungen an leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities im März noch leicht zugelegt hatten, sind sie im April um 6,2 Prozent im Minus. Vor allem die privaten Transporteranschaffungen (-12,9 Prozent) und die Flottenzulassungen (-6,6 Prozent) gingen stark zurück. Die Eigenzulassungen im Fahrzeugbau hielten zwar mit einem Plus von 16,5 Prozent dagegen, sind aber insgesamt zu klein, um an der Gesamtmarktentwicklung etwas zu ändern.
Auch bei den Transportern ist der Elektroantrieb im Aufwind, während die Attraktivität von Diesel und Benzin weiter schwindet: Transporterkunden halten sich bei der Anschaffung von Diesel- (-14 Prozent) und Benzinfahrzeugen (-13 Prozent) stark zurück. Das Elektrovolumen nimmt hingegen mit einem Plus von 62 Prozent zwar rapide zu, erreicht aber trotzdem erst 11 Prozent Marktanteil. Momentan zögern viele potentielle Kunden noch mit dem Umstieg und schaffen erst einmal gar kein neues Fahrzeug an.
„Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen spiegeln sich im April in den Marktzahlen nieder“, schlussfolgert Dataforce. Die Effekte würden in den nächsten Monaten weiter zunehmen: „Noch höhere Elektroanteile durch die Kaufförderung, Rabatte und den Benzinpreisschock, aber auch eine insgesamt gedämpfte Nachfrage, weil eine höhere Inflation und höhere Zinsen nun nicht mehr zu vermeiden sind.“
Quelle: Dataforce – Pressemitteilung vom 12.05.2026









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