ICCT: E-Autos fahren ein Drittel günstiger als Benziner

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Maria Glaser
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Das International Council on Clean Transportation (ICCT) hat einen neuen „EV Transition Check“-Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass Elektroautos im Jahr 2025 im Betrieb 33 Prozent günstiger als Benziner waren. Berechnet wurde auf Grundlage von batteriebetriebenen E-Autos, die an einer Mischung aus privaten und öffentlichen Ladestationen aufgeladen wurden. Auch Elektro-Lkw nähern sich auf EU-Ebene der Kostengleichheit mit Diesel-Lkw an.

Grund dafür sind unter anderem sinkende Batteriekosten und hohe Kraftstoffpreise, die den wirtschaftlichen Vorteil von Elektroautos in ganz Europa vergrößern. Die Ölkrise seit Februar 2026 hat diesen Vorsprung weiter vorangetrieben. Dem ICCT zufolge sind die Energiekosten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor Anfang 2026 um 12 bis 36 Prozent gestiegen, während die Kosten für Elektroautos weitgehend unverändert geblieben sind.

Dieser Wandel gestalte der ICCT-Pressemitteilung zufolge die Fahrzeugmärkte sowie die Produktion in ganz Europa neu und senke die Importkosten der EU für fossile Brennstoffe. „Fahrer von Elektroautos zahlen in Europa etwa ein Drittel weniger als Besitzer von Benzinfahrzeugen“, betont Marie Rajon Bernard, leitende Forscherin beim ICCT und Hauptautorin des Berichts. „Wir gehen davon aus, dass die Verbreitung von batterieelektrischen Fahrzeugen in ganz Europa in den kommenden Jahren zunehmen wird, sofern die derzeitige Politik beibehalten wird“, so Bernard weiter.

Der „EV Transition Check“ vom ICCT wird regelmäßig durchgeführt und misst den Fortschritt von Elektromobilität in verschiedenen Bereichen. An der Erstellung sind verschiedene europäische Thinktanks beteiligt, darunter Agora Verkehrswende aus Deutschland.

Gesunkene Preise dank günstigerer Batterien

Neben den vergleichsweise niedrigen Energiekosten spielen auch die Kaufpreise von Elektroautos eine Rolle bei der Verbreitung von Elektromobilität. In Deutschland hat sich das Preisniveau 2025 in den drei größten Fahrzeugsegmenten den Benzinern immer weiter angenähert, während sich die Anzahl der elektrischen Modelle zwischen 2020 und 2025 vervierfachte.

Grund für die gesunkenen Preise von Elektroautos sind vor allem die mittlerweile deutlich günstigeren Akkus, die den größten Kostenfaktor ausmachen. Weltweit sanken die Batteriekosten von 2020 bis 2025 um 35 Prozent. Infolgedessen sind laut dem ICCT-Bericht die Anschaffungskosten von Elektroautos in Deutschland zwischen 2020 und 2025 inflationsbereinigt und unter Berücksichtigung von Fahrzeugmerkmalen wie der Reichweite um 18 Prozent gesunken, während die Preise für Verbrenner im gleichen Zeitraum um 2 Prozent gestiegen sind.

Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren mit zunehmender Batterieentwicklung fortsetzen: „Wir haben beobachtet, dass die Fahrzeugpreise nicht so schnell gesunken sind wie die Batteriekosten, was darauf hindeutet, dass es in den kommenden Jahren noch Spielraum für weitere Preissenkungen bei Elektroautos gibt“, sagt Peter Mock, Direktor von ICCT Europe. „Anstatt den Kurs umzukehren, müssen die europäischen Automobilhersteller ihre Investitionen in die Elektrifizierung aufrechterhalten und ausbauen. Der Wettbewerb auf diesem Markt wird sich verschärfen“, so Mock weiter.

Elektromobilität im Güterverkehr nimmt zu

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Fern- und Güterverkehr. In Deutschland sind die Gesamtbetriebskosten von Elektro- und Diesel-Lkw bereits ausgeglichen, was u. a. durch politische Maßnahmen wie die Mautbefreiung für emissionsfreie Fahrzeuge erreicht wurde. Der Betrieb eines elektrischen Lkw im Fernverkehr kostet bereits 11 Prozent weniger als der seines Diesel-Pendants. Mock zufolge werde die Umstellung der Flotten auf Elektromobilität dann vollzogen, sobald es sich wirtschaftlich lohnt.

Mock zufolge werde dies aber nur geschehen, wenn die Politik in den ersten Jahren des Übergangs weiterhin unterstützt. Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise CO2-Normen der Europäischen Union und nationale Förderprogramme für Elektroautos wie die staatliche Förderung in Deutschland von bis zu 6000 Euro.

So konnte in der EU im ersten Halbjahr 2026 ein Elektroanteil bei verkauften Neuwagen von 22 Prozent erreicht werden. Der Absatz von Elektro-Lkw stieg im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. Damit werden auf den Straßen Europas bereits jährlich rund 4,5 Milliarden Euro an Importen fossiler Brennstoffe eingespart. Der Anteil von Elektroautos an der gesamten EU-Automobilproduktion machte 19 Prozent der Gesamtproduktion aus.

Quelle: The International Council on Clean Transportation – Pressemitteilung vom 7. September 2026

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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