Fiat Koala: Neues Mini-Elektroauto für rund 15.000 Euro geplant

Fiat Koala: Neues Mini-Elektroauto für rund 15.000 Euro geplant
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Alexander Fedosov / Shutterstock / 2732662623 (Symbolbild)

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Die italienische Stellantis-Marke Fiat bereitet offenbar ein neues, besonders günstiges Elektroauto vor. Der Kleinwagen soll technisch eng mit der Neuauflage des Citroën 2CV verwandt sein und könnte den Namen Koala tragen. Der angestrebte Preis liegt bei rund 15.000 Euro. Damit würde Fiat sein bislang deutlich teureres Angebot aus Fiat 500 Elektro und Grande Panda Elektro nach unten erweitern.

Wie das britische Fachmagazin Autocar berichtet, hat Fiat-Chef Arnauld Belloni auf dem Pariser Autosalon bestätigt, dass die Marke an mehreren Fahrzeugen auf der neuen E-Car-Plattform von Stellantis arbeitet. Dazu gehört auch ein besonders kleiner Stromer, der sich die technische Basis mit dem ebenfalls neuen Citroën 2CV („Ente“) teilen soll. Nach Angaben des Managers soll das Fahrzeug einen überraschenden Ansatz verfolgen.

Die Entwicklung ist offenbar bereits weit fortgeschritten. Fiat-Designchef François Leboine erklärte gegenüber Autocar, dass der Entwurf ungefähr denselben Entwicklungsstand erreicht habe wie der in Paris vorgestellte Citroën 2CV. Trotzdem habe Fiat auf eine gleichzeitige Präsentation verzichtet. Das neue Modell solle zu einem geeigneteren Zeitpunkt gezeigt werden.

Nach Panda und Grizzly könnte der Koala kommen

Interessant ist auch die mögliche Namensgebung. Laut Belloni hat sich Fiat die Bezeichnung Koala bereits schützen lassen. Damit würde die Marke ihre neue Vorliebe für Tiernamen fortsetzen. Neben dem Panda und dem größeren Grizzly könnte somit künftig auch ein Koala zum Modellprogramm gehören. Ob das neue Elektroauto tatsächlich so heißen wird, steht allerdings noch nicht final fest.

Anders als Citroën beim neuen 2CV plant Fiat offenbar keine ausgeprägte Retro-Neuauflage. Vielmehr soll der elektrische Kleinwagen die praktischen Qualitäten des ursprünglichen Panda aufgreifen und zeitgemäß interpretieren. Als mögliche gestalterische Inspiration gilt die kantige Kleinwagenstudie Ippo, die im Rahmen eines italienischen Designwettbewerbs entstanden ist. Rückschlüsse auf das endgültige Erscheinungsbild lässt sie bislang allerdings nicht zu.

Besonders interessant dürfte der angestrebte Preis sein. Stellantis-Chef Antonio Filosa hatte gegenüber dem belgischen Portal Autonieuws bereits erklärt, dass mehrere Modelle auf Basis der neuen Plattform entstehen sollen, mit Preisen um 15.000 Euro.

Auch der Citroën 2CV soll bis 2028 als Serienmodell erscheinen und rund 15.000 Euro kosten. Die in Paris gezeigte Studie ist 3,76 Meter lang und soll rund eine Tonne wiegen. Der neue Fiat könnte sich bei seinen Abmessungen in einer ähnlichen Größenordnung bewegen. Zu Batteriegröße, Leistung und Reichweite gibt es bislang keine bestätigten Angaben.

Deutlich günstiger als Fiat 500 Elektro

Stellantis hat bereits angekündigt, ab 2028 kleine Elektroautos der neuen E-Car-Familie im italienischen Werk Pomigliano d’Arco produzieren zu wollen. Nach Informationen der italienischen Fachzeitschrift Quattroruote dürfte auch der neue Fiat dort gebaut werden. Die Fahrzeuge sollen zudem von den geplanten europäischen E-Car-Regelungen für besonders kompakte und erschwingliche Elektroautos profitieren. Diese könnten es den Herstellern ermöglichen, Entwicklungskosten zu senken und das stark geschrumpfte Einstiegssegment wiederzubeleben.

Für Fiat könnte ein solches Modell vor allem eine Lücke im unteren Preissegment schließen. Zwar bietet die Marke mit dem Fiat 500 Elektro bereits einen besonders kompakten Stromer an, doch dieser ist mit einem deutschen Listenpreis ab 25.990 Euro vergleichsweise teuer. Auch der größere Grande Panda Elektro startet bei 25.990 Euro. Ein einfach ausgestattetes Elektroauto für rund 15.000 Euro würde das Angebot damit erheblich nach unten erweitern.

Zugleich würde Fiat stärker mit den kommenden günstigen Elektroautos von Renault und anderen europäischen Herstellern sowie chinesischen Wettbewerbern konkurrieren. Entscheidend wird sein, ob sich das Preisziel ohne allzu große Einschränkungen bei Reichweite, Ausstattung und Alltagstauglichkeit tatsächlich erreichen lässt.

Quelle: Autocar – Fiat ‚Koala‘: Company is „ready“ to reveal Panda-inspired 2CV twin

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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