Neue Plattform mit CTP-Akkus macht chinesischen Hersteller fit für autonomes Fahren

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Iris Martinz
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Cell-to-Pack-Akkus treten wohl ihren Siegeszug an. Die chinesische Elektroauto-Marke Avatr von Changan, Nio und CATL entwickelt eine neue Plattform, die die neue CTP-Technologie bereits integriert. Auf dieser CHN-genannten Plattform sollen gemeinsam mit Huawei bis 2025 vier neue E-Modelle gebaut werden. Die neue Plattform soll sich außerdem durch „starke Rechenleistung, hohe Intelligenz und zuverlässige Sicherheitsfunktionen“ auszeichnen, so CATL in einer Mitteilung. Beste Voraussetzungen also für den Einsatz in autonom fahrenden Autos.

Auf der CHN-Plattform können Autos mit einem Radstand von bis zu 3.100 mm aufgebaut werden, egal welchen Typs. Sie ist daher sowohl für Limousinen, als auch für SUVs, MPVs oder Crossover-Modelle geeignet. Allradantrieb wird ebenfalls unterstützt. Nicht bekannt ist bisher hingegen, ob es sich bei der Variante mit einer angetriebenen Achse um einen Front- oder Hecktriebler handelt. Die CHN-Plattform integriere „die Vorteile von Changan Automobile, Huawei und CATL in der intelligenten Fertigung von Gesamtfahrzeugen, intelligenten Fahrzeuglösungen und einem intelligenten Energieökosystem“, wie es in chinesischen Medien heißt.

Das erste Modell auf der CHN-Plattform könnte der Avatr 11 sein, der Anfang August in China vorgestellt wird. Die CTP-Batterie soll Reichweiten bis 555 bzw. 680 Kilometer nach chinesischem Standard (CLTC) ermöglichen. Die Batteriespannung liegt bei ungewöhnlichen 750 Volt, damit können in zehn Minuten 200 Kilometer Reichweite nachgeladen werden.

Während Changan das Automotive-Knowhow und CATL die Batterietechnologie einbringt, soll Huawei für die Software rund um das autonome Fahren und die intelligenten Funktionen im Cockpit verantwortlich sein. Changan Auto hält 39,02 Prozent an Avatr, ein von CATL geführtes Konsortium 28,99 Prozent. Huawei ist zwar kein Anteilseigner, aber strategischer Partner. Dafür steht auch die Abkürzung der Plattform: „C“ steht für Changan, „H“ für Huawei und „N“ für den CATL-Hauptsitz in Ningde. Außerdem soll die Abkürzung an „China“ erinnern. Nio ist nur mehr mit einem Minderheitenanteil vertreten, Ende 2020 wurde der Anteil von ursprünglich 50 auf nunmehr 4,62 Prozent reduziert.

Quelle: electrive.net – Avatr und Huawei entwickeln vier E-Autos

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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