Kroatien meldet 450 Prozent mehr E-Auto-Zulassungen

Kroatien meldet 450 Prozent mehr E-Auto-Zulassungen
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Sebastian Henßler
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Der Markt für Elektroautos in Osteuropa hat im April 2026 erneut zugelegt, wenn auch mit deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. Insgesamt wurden in der Region 9604 batterieelektrische Autos neu zugelassen, ein Plus von 51,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Anteil der Region am gesamten westeuropäischen Elektroauto-Volumen liegt bei 3,8 Prozent. Datenbasis ist die aktuelle Marktanalyse von Matthias Schmidt.

Polen bleibt mit 2651 neu zugelassenen Elektroautos der mit Abstand größte Markt der Region. Das Wachstum fällt dort allerdings mit 3,8 Prozent deutlich geringer aus als in den meisten Nachbarländern. Der Elektro-Anteil sank sogar leicht von 5,4 auf 5,1 Prozent. Hintergrund ist ein Vorzieheffekt aus dem Jahr 2025: Damals führten überzeichnete Kaufprämien zu zweistelligen monatlichen Zulassungsanteilen, wodurch die Vergleichsbasis für April 2026 entsprechend hoch liegt.

Andere Märkte der Region zeigen ein dynamischeres Bild. In Ungarn stieg das E-Auto-Volumen im April um 101,7 Prozent auf 1420 Autos, der Elektro-Anteil kletterte auf 12 Prozent. Slowenien erreichte mit 14 Prozent den höchsten Anteil unter den größeren Märkten der Region, das Volumen wuchs um 159,5 Prozent auf 1038 Einheiten. Auch Tschechien legte mit 1684 zugelassenen Elektroautos und einem Plus von 37 Prozent spürbar zu.

Kleinere Märkte verzeichnen die stärksten Sprünge

Besonders ausgeprägt fällt das Wachstum in kleineren Märkten aus. In Kroatien stieg das Elektroauto-Volumen im April um 450 Prozent auf 330 Autos, wenn auch von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau aus. Bulgarien verzeichnete ein Plus von 217 Prozent auf 456 Einheiten, Rumänien kam auf ein Wachstum von 194 Prozent bei 641 zugelassenen Elektroautos. Diese hohen Prozentwerte relativieren sich angesichts der absoluten Stückzahlen, verdeutlichen aber eine breite Aufwärtsbewegung über nahezu die gesamte Region hinweg.

Eine Ausnahme bildet Malta. Dort sank das E-Auto-Volumen im April um 34,3 Prozent auf 138 Autos, obwohl der Elektro-Anteil mit 23,3 Prozent weiterhin zu den höchsten in Mitteleuropa zählt. Auch Lettland verzeichnete mit minus 9,6 Prozent einen Rückgang, während der Anteil dort bei 6,4 Prozent stagnierte.

Der Blick auf die ersten vier Monate des Jahres bestätigt das Bild eines insgesamt wachsenden Marktes. In diesem Zeitraum wurden in Mitteleuropa 34.686 Elektroautos neu zugelassen, nach 23.631 im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 46,8 Prozent, der durchschnittliche Elektro-Anteil stieg von 5 auf 6,9 Prozent. Polen führt die Region bei den Vier-Monats-Zahlen weiterhin mit 11.414 zugelassenen Elektroautos an, gefolgt von Tschechien mit 5123 und Ungarn mit 4617 Einheiten.

Kroatien sticht auch im längeren Zeitraum heraus: Mit einem Plus von 321 Prozent auf 1110 Autos in vier Monaten verzeichnet das Land das stärkste Wachstum der gesamten Region. Slowenien hält mit 14 Prozent Elektro-Anteil im Vier-Monats-Zeitraum den höchsten Wert unter den größeren Märkten, während Malta mit 29,9 Prozent weiterhin die insgesamt höchste Durchdringung in Mitteleuropa aufweist.

Top 10 der mitteleuropäischen Länder nach Absatz bis April 2026

  • Polen – 11.414 Einheiten
  • Tschechien – 5123 Einheiten
  • Ungarn – 4617 Einheiten
  • Slowenien – 3335 Einheiten
  • Rumänien – 3228 Einheiten
  • Slowakei – 1510 Einheiten
  • Bulgarien – 1190 Einheiten
  • Kroatien – 1110 Einheiten
  • Litauen – 1089 Einheiten
  • Malta – 643 Einheiten

Quelle: Matthias Schmidt – European Electric Car Study

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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