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Wer im Südwesten Deutschlands sein Elektroauto lädt, zahlt bei einem der größten Anbieter der Region ab sofort noch weniger: Der E-Carsharing-Anbieter deer hat die Marke von 500 öffentlichen Ladepunkten überschritten und senkt zeitgleich die Preise. Vom 30. Juli bis zum 12. August zahlen Kund:innen im Partnertarif nur noch 29 Cent pro Kilowattstunde, ein Wert, der sich an den Kosten für das Laden zu Hause orientiert.
Hinter dem Angebot steht die deer GmbH mit Sitz in Calw, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Energie Calw GmbH und nach eigenen Angaben größter reiner E-Carsharing-Anbieter Deutschlands. Neben dem eigenen Carsharing-Angebot baut das Unternehmen öffentliche Ladeinfrastruktur auf und begleitet zudem Ladeinfrastrukturprojekte Dritter von der Planung über die Installation bis hin zum laufenden Betrieb und zur Wartung. Nach eigenen Angaben ist deer inzwischen der größte Betreiber von AC-Ladeinfrastruktur sowie der achtgrößte E-Carsharing-Anbieter Deutschlands.
Mit mehr als 500 öffentlichen Ladepunkten in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz verknüpft deer öffentliche Ladeinfrastruktur und Carsharing zu einem gemeinsamen Angebot. Dadurch soll die Auslastung der einzelnen Standorte verbessert werden, da Ladepunkte sowohl von privaten Elektroauto-Nutzer:innen als auch von den unternehmenseigenen Carsharing-Fahrzeugen genutzt werden können.
Sommeraktion senkt Ladepreis auf 29 Cent/ kWh
Die befristete Sommeraktion soll das Laden in den sonnenreichen Mittagsstunden zusätzlich attraktiv machen, wenn durch hohe Photovoltaik-Einspeisung ohnehin günstiger Strom zur Verfügung steht. Sie richtet sich insbesondere an Kund:innen der deer-Partnerunternehmen und ist zeitlich begrenzt.
Auch außerhalb der Aktion bewegen sich die Ladepreise von deer auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Registrierte Ladekund:innen zahlen deutschlandweit an allen öffentlichen deer-Ladepunkten einen einheitlichen Tarif von 46 Cent pro Kilowattstunde, unabhängig davon, ob an einer AC- oder einer DC-Ladesäule geladen wird. Kund:innen von deer-Partnerunternehmen wie Schwarzwald Energy, ENCW oder EnWdS zahlen im Partnertarif sogar nur 36 Cent pro Kilowattstunde.

Die einheitliche Tarifstruktur ohne Unterscheidung zwischen AC- und DC-Laden weicht von einem Modell ab, das bei vielen anderen Ladeanbietern üblich ist. Dort fällt Schnellladen an DC-Säulen in der Regel deutlich teurer aus als Laden an AC-Punkten. Bei deer gilt dagegen ein einheitlicher Preis unabhängig von der genutzten Ladeleistung, sofern Kund:innen im entsprechenden Tarif angemeldet sind.
deer-Ladepunkte gezielt im ländlichen Raum aufgebaut
Bei der Standortwahl setzt deer nicht ausschließlich auf Ballungsräume oder klassische Autobahnstandorte. Ladepunkte befinden sich unter anderem an Bahnhöfen, Rathäusern, Stadthallen, in Ortszentren sowie in Tourismusregionen. Damit sollen Elektroautos dort geladen werden können, wo Menschen sich ohnehin aufhalten, etwa auf dem Weg zur Arbeit, während eines Behördengangs, beim Einkaufen oder bei Freizeitaktivitäten.
Dieser Ansatz führt dazu, dass deer die Ladeinfrastruktur gezielt auch in kleineren Städten und Gemeinden stärkt, statt sich auf wenige stark frequentierte Standorte zu konzentrieren. Besonders in Baden-Württemberg zählt das Unternehmen inzwischen zu den größten Anbietern öffentlicher AC-Ladeinfrastruktur.
Der Zugang zur Ladeinfrastruktur erfolgt über die deer charging App. Fahrer:innen von Elektroautos können sich dort kostenfrei registrieren und anschließend an allen öffentlichen deer-Ladepunkten laden. Über die App erhalten Nutzer:innen zusätzlich Zugriff auf mehr als 300.000 weitere Ladepunkte innerhalb des Hubject-Netzwerks in Deutschland und Europa.
Quelle: deer – Pressemitteilung / deer – Informationen per Mail









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