Daimler bringt neues Denza-Elektroauto auf den chinesischen Markt

Daimler bringt neues Denza-Elektroauto auf den chinesischen Markt
Copyright:

Daimler

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler und sein chinesischer Joint-Venture-Partner BYD haben vor wenigen Tagen das neue batterieelektrische Fahrzeug Denza 500 vorgestellt. Entwickelt und produziert in und für China, bietet das neue Elektroauto chinesischen Kunden ein umfassendes Upgrade durch ein neues Exterieurdesign und erweiterte elektrische Reichweite.

Der Denza 500 kombiniert die Kompetenz von Daimler im Bereich Fahrzeugarchitektur und fortschrittlicher Sicherheitstechnik mit den Vorteilen der Batterietechnologie von BYD, einer der größten Automobilhersteller Chinas und einer der größten Hersteller von Elektroautos weltweit. Durch kontinuierliche Investition in die Produktentwicklung von Denza leistet Daimler einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Elektromobilität in China.

Bild: Daimler

Der 500 hat ein neues Exteriordesign mit angedeutetem Raubkatzen-Blick bei den LED-Frontleuchten sowie wellenförmigen LED-Rückleuchten, während das Interieur mit einem größeren 9-Zoll-Touchscreen ausgestattet ist. Zu den erweiterten Konnektivitätsdiensten gehören Ladelösungen und eine exklusive Smartphone-App. Über die Denza-App, den WeChat-Account oder das Auto-Navigationssystem können Denza-Besitzer die mehr als 112.000 Ladesäulen im Land schnell lokalisieren. Eine neue Batterie und zusätzliche Gewichtsreduzierungen ermöglichen eine höhere Energieeffizienz und damit eine größere Reichweite von knapp 500 Kilometern. Der Denza 500 wurde unter verschiedenen rauen Bedingungen getestet, einschließlich strenger Wintertests bei Temperaturen von bis zu -40°C.

Bild: Daimler

Im Jahr 2017 erzielte Denza sein bislang bestes Verkaufsergebnis: Das Absatzvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 85 Prozent und übertraf damit den Branchendurchschnitt, insbesondere bedingt durch die hohe Kundenakzeptanz des Modells 400. Darüber hinaus erweiterte die Marke ihre Reichweite durch ausgewählte Mercedes-Benz Händlerpartner, die nun auch Vertrieb und Aftersales-Service für Denza-Fahrzeuge anbieten. Durch die Zusammenarbeit mit chinesischen Ride-Hailing-Plattformen konnten noch mehr chinesische Kunden die umweltfreundliche Mobilität der Marke Denza erleben.

Die Shenzhen DENZA New Energy Automotive Co., Ltd., wie der komplette Name von Denza lautet, ist ein 50:50 Joint Venture von Daimler Greater China Ltd. und BYD Automotive Industry Co., Ltd. Denza Auto wurde im Jahr 2011 als erstes deutsch-chinesisches Joint Venture für batterieelektrische Fahrzeuge gegründet. Durch Kombination anerkannter Expertise in den Bereichen Sicherheit und Qualität von Daimler mit BYDs führender Batterietechnologie führte Denza Auto als erster lokaler Elektrofahrzeughersteller Crash-Tests nach Chinas Neuwagen-Bewertungsprogramm NCAP durch und erhielt eine 5-Sterne-Bewertung. Denza ist eine der tragenden Säulen der New Energy Vehicle-Strategie von Daimler in China und trägt damit als einheimische Marke zur NEV-Offensive der chinesischen Regierung bei.

Bild: Daimler

Quelle: Daimler – Pressemeldung vom 26.03.2018

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.