cw-Wert 0,13: Münchner Studierende auf Rekordjagd

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TU München

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Premiere für das neue Wettkampfauto der Studierendengruppe TUfast Eco. Das neue Elektroauto soll an vergangene Erfolge anknüpfen und in Sachen Effizienz neue Maßstäbe setzten. Geringeres Gewicht, ein erhöhter Wirkungsgrad einzelner Komponenten und ein deutlich verringerter Luftwiderstand zeichnen das neue Modell gegenüber seinem Vorgänger aus. Im Mai 2023 soll sich das Fahrzeug beim Shell Eco Marathon mit anderen Studierendengruppen aus Europa messen.

Die Elektromobilität möglichst effizient zu gestalten, ist nicht nur eine Aufgabe für die Industrie, auch Studierende der Technischen Universität München (TUM) arbeiten intensiv an diesem Ziel. Unter dem Teamnamen TUfast Eco tritt die Studierendeninitiative in diesem Jahr bereits zum zwanzigsten Mal bei internationalen Wettbewerben an. Garant für erneute Topplatzierungen soll das nun vorgestellte Muc023 Elektroauto sein. Im Beisein des Bayerischen Wissenschaftsministers Markus Blume, Münchens zweiter Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und des Präsidenten der TUM, Prof. Thomas F. Hofmann, präsentierte das Team sein neues E-Auto erstmals der Öffentlichkeit.

Muc023 ist mit rund 65 Kilogramm ganze zehn Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Möglich machen das unter anderem Anpassungen an der Karosserie und neue Radaufhängungen, die knapp 40 Prozent leichter als die des Vorjahres sind. Auch die Effizienz der elektrischen Bauteile konnte das Team verbessern. So laufen die neuen permanent erregten Synchronmotoren auf dem Prüfstand bis zu fünf Prozent sparsamer als die bisher verwendeten Modelle. Um möglichst sparsam mit der in den Akkus gespeicherten elektrischen Energie zu hantieren, spielt auch die Aerodynamik eine noch stärkere Rolle als bislang.

Verkleidete vordere Radkästen und ein angepasster Hinterwagen verhelfen dem Muc023 zu einem cw-Wert von gerade einmal 0,13, rund 20 Prozent weniger als beim Vorgänger (0,16) und deutlich weniger als selbst stark optimierte Pkw, die sich im Bereich ab 0,20 aufwärts ansiedeln. „Unser Team ist sehr stolz auf das neue Auto. Wir haben aus den vergangenen Wettbewerben viel gelernt und für Muc023 das Augenmerk auf Details gelegt. Die Summe an Verbesserungen ergibt ein beeindruckendes Ergebnis, das sich hoffentlich auch in den Ergebnissen bei den anstehenden Challenges widerspiegelt“, erklärt Gleb Lialine, Team-Manager des TUfast Eco Teams.

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TU München

TUM-Präsident Hofmann lobte den Einsatz der Studierenden: „Besonders begeistert mich, wie viele unterschiedliche Disziplinen hier zusammenwirken, von den Ingenieurwissenschaften über Informatik und Design bis hin zu Management. Und die Mitglieder von TUfast kommen aus 80 verschiedenen Ländern. Wir als TUM werden das Projekt weiterhin bestmöglich unterstützen.

Der Shell Eco Marathon wird jährlich ausgerichtet und findet auf unterschiedlichen Kontinenten statt. Das Team der TUM tritt mit seinem Elektrofahrzeug beim europäischen Ableger der Veranstaltung an. 2023 starten die Studierenden zum vierten Mal in der Kategorie Urban Concept, bei der die Autos auch eine gewisse Nähe zu anwendbaren Pkw aufweisen müssen und keinen reinen Prototypen-Status haben. 2022 holte sich das Team in der Gesamtwertung den zweiten Platz, in diversen Unterkategorien wurde TUfast Eco Erster.

Studentische Forschungsgruppen und Studierendeninitiativen haben an der TUM eine lange Tradition. Teams wie TUfast bieten den Studierenden die Möglichkeit, das im Studium erarbeitete Wissen direkt in die Praxis umzusetzen und selbstständig zu forschen. Dabei können die Gruppen regelmäßig in Wettbewerben überzeugen und standen oft an der Spitze.

Quelle: TU München – Pressemitteilung vom 02.05.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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