Test- und Fahrbericht des CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 37 min

Mit dem CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID bringt die Perfomance-Marke der VW-Tochter Seat einen Plug-In-Hybriden auf die Straße der sich nicht zu verstecken braucht. Den e-HYBRID bekommt man fortan als Leon und Leon Sportstourer zu Gesicht. Beide mit dem gleichen PHEV-Antrieb ausgestattet. In Gänze betrachtet sind allerdings einige Unterschiede vorhanden. 

Für Elektroauto-News.net habe ich mir den Sportstourer e-HYBRID Ende November/ Anfang Dezember 2020 etwas genauer angesehen und war mit diesem im Alltag einige hundert Kilometer unterwegs. Dabei war für mich vor allem interessant, wie sparsam der Teilzeitstromer in puncto Energie- und Benzinverbrauch unterwegs sein kann, wie praktikabel er im Alltag ist und warum auch Perfomance-Enthusiasten mit dem CUPRA Leon Sportstourer als PHEV nicht zu kurz kommen.

Inhaltsverzeichnis

Sollten von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem Plug-in-Hybriden von CUPRA kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Elektroautos im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.

CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID: Wegbereiter neuer Standards in seinem Segment

CUPRA scheint sich nicht gerade kleine Ziele zu setzen, welche man mit den beiden Karosserievarianten des Leon als Fünftürer und Sportstourer erreichen möchte. So sollen beide Plug-In-Hybride in vielen Bereichen neue Standards in ihrem Segment setzen. Dabei ziele man vor allem auf Leistungsdaten, Design, Konnektivität und Sicherheit ab, bei denen man ein überzeugendes Bild abliefern wolle.

Selbst habe ich bereits Vergangenheit mit dem Leon. Allerdings nicht als Modell der Perfomance-Marke CURA, sondern noch als „Standard-Fünftürer“ von Seat. Diesen bin ich lange als klassischen Verbrenner gefahren, bevor ich mich dafür entschieden habe, zu Gunsten von Fahrrad, Öffentlichem Nahverkehr und Testwagen, welche uns für Test- und Fahrberichte zur Verfügung stehen, auf diesen zu verzichten. Und trotz seiner Verbrennerherkunft vermisse ich meinen Alltagsbegleiter ab und an. Daher war es gar nicht so schwer mich zu überzeugen in die Perfomance-Variante des Leon zu steigen, in diesem Fall in der Plug-In-Hybrid-Variante.

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Aus dieser Fusion von Vergangenheit und Zukunft ist der ein leistungsstarkes Plug-in-Hybrid-Antriebssystem entstanden, welches in beiden Karosserievarianten zum Einsatz kommt. Herzstück des Antriebs ist hierbei der 110 kW (150 PS) starke 1.4-Liter-TSI, welcher um einen 85 kW (115 PS) starken Elektromotor ergänzt wird. Dieser zieht sich seinerseits die benötigte Energie aus einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 13 kWh (brutto). Gemeinsam leisten die Aggregate 180 kW (245 PS) und erreichen kombiniert bis zu 400 Nm Drehmoment. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h dauert so nur 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 km/h.

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Bereits im Oktober sind beide Karosserievarianten in den Handel gekommen; zum Start mit einer Leistung von 180 kW/ 245 PS. Ab 2021 sollen dann weitere Motorisierungen folgen. Betrachtet man CUPRAs Vergangenheit darf man davon ausgehen, dass die kommenden e-HYBRIDE eher noch leistungsfähiger werden, als an Leistung zu verlieren.

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Bevor man allerdings die Leistung des Teilzeitstromers ausreizen kann, gilt es einen Blick auf das äußere Erscheinungsbild des Sportstourer zu wagen. Es lohnt sich. Mein Testwagen kam in einem äußerst schicken und durchaus als noch dezent zu bezeichnenden Farbton daher: Graphene Grau. Auffällig waren da schon eher die 19″ Leichtmetallräder im „Exclusive II Black/Copper“-Design auf 235/35 R 19-Reifen. Und generell gilt natürlich, dass der PHEV mit seinen 4.657 mm Länge, 1.799 mm Breite sowie 1.463 mm nicht ganz so einfach zu übersehen ist. Auch das Ladevolumen fällt bei diesem Modell deutlich größer aus, als bei bisherigen Testwagen, doch dazu später mehr.

Teilelektrifiziertes Fahrvergnügen: So schlägt sich der CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID

Bevor wir nun zu tief in die Themen Design und optischen Auftreten als auch Ausstattung eintauchen, beschäftigen wir uns zunächst noch ein wenig mit dem Antrieb des Plug-In-Hybriden aus dem Hause CUPRA. Dabei gilt, dass die Perfomance-Marke mit dem Fünftürer sowie dem Sportstourer erstmalig Tradition (Verbrenner) und Moderne (Elektromotor) miteinander verbindet.

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Rein elektrisch wird die Reichweite des CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID mit 52 km nach WLTP-Zyklus angegeben. Damit liegt dieser knapp über der Obergrenze, welche notwendig ist, um in den Genuss der Förderung durch Kaufprämie und Umweltbonus zu gelangen. Soweit überzeugende Werte auf dem Papier, wie sich Reichweite und Verbrauch im Alltag präsentiert haben, betrachten wir in einem der nachfolgenden Abschnitte genauer. 

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Auffällig ist, dass der e-HYBRID stets im Elektromodus startet. Damit ist nicht gemeint, dass er zunächst im E-Modus losfährt und dann auf den Verbrenner umschaltet, wie wir es von anderen Plug-In-Hybriden kennen. Im Gegenteil, erst wenn der Ladestand des Akkus unter eine bestimmte Grenze fällt oder das Fahrzeug schneller als 130 km/h fährt, schaltet sich der Verbrenner zu. Dies ist insofern sinnvoll, wenn man viel in der Stadt fährt und über die Nutzung des E-Antriebs gar nicht herauskommen muss.

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Bei längeren Fahrten habe ich mir im Testzeitraum allerdings angewöhnt bewusst auf den Hybrid-Modus zu wechseln. Damit der Sportstourer selbst entscheiden konnte welcher Antrieb nun die effizientere Wahl ist. Zudem hat man die Möglichkeit einen gewissen Akkustand zu bevorraten. So lässt sich beispielsweise einstellen, dass der Akku nicht unter 20 Prozent sinken soll, um für die Fahrt in der Stadt vom lokal emissionsfreien E-Antrieb zu profitieren. Die Tatsache, dass man den eigenen Lithium-Ionen-Akku während der Fahrt durch den Verbrenner aufladen kann mag zwar auf den ersten Blick ansprechend erscheinen. Führt aber das Konzept des PHEV ad absurdum. Hier empfiehlt es sich dann doch lieber einmal mehr an die Ladestation zu fahren.

Reichweite und Verbrauch des Leon Sportstourer e-HYBRID von CUPRA

Der Plug-In-Hybrid von CUPRA soll rein elektrisch 52 km nach WLTP-Zyklus zurücklegen können; so zumindest die Informationen aus dem technischen Datenblatt. Bevor wir uns allerdings der alltäglichen Reichweite beziehungsweise Verbrauch widmen zunächst ein paar Fakten übersichtlich zusammengefasst.

Von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten war alles mit dabei. Somit hatte ich im Rahmen des Testzeitraums die Möglichkeit einen ganz guten Querschnitt durch die Strecken abzubilden, welche der Teilzeitstromer von CUPRA wohl auch unter “normalen Begebenheiten” meistern müsste. Dabei habe ich des Öfteren darauf geachtet, dass das Fahrzeug selbst entschieden hat, wann nun E-Motor und wann Verbrenner zum Einsatz kommt. Insbesondere dann, wenn längere Fahrten, außerhalb der Stadt anstanden, habe ich vom E- in den Hybrid-Modus gewechselt.

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Direkt vorab, die Werte aus dem technischen Datenblatt von CUPRA konnten nicht erreicht werden. Allerdings konnte ich mich diesen zumindest relativ nah nähren. Hierbei ist es wichtig, wie bei jedem anderen Plug-In-Hybriden auch, darauf zu achten, dass der Akku stets geladen ist. Denn ansonsten lassen sich Verbrauchswerte von 1,6 Liter auf 100 km nicht erreichen. Egal wie zurückhaltend man beim Beschleunigen des Teilzeitstromers agiert. 

Zudem sollte man sich nicht verleiten lassen, den Fahrdynamikschalter auf Sport oder Cupra („Rennstrecken“-Modus) zu schalten. Denn dann darf man die Verbrauchswerte abschreiben, bekommt dafür aber das Leistungspotenzial des Teilzeitstromers zu spüren. Gleiches gilt, wenn man über die Schaltpaddel am Lenkrad den passenden Gang wählt und den e-HYBRID sportlicher fährt, als es seine eigene Hybrid-Logik machen würde. 

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Im innerstädtischen Verkehr waren die Verbrauchswerte durchaus zu erreichen. Allerdings unter der Voraussetzung, dass man bedächtig mit dem Gaspedal umgegangen ist, sowie im rein elektrischen Fahrmodus unterwegs war. Realistischer sind aber zumindest in meinem Umfeld die Situationen in welchen man auf den Hybrid-Modus des CUPRA Leon ST e-HYBRID zurückgreift. In Erinnerung ist mir hierbei eine Fahrt von rund 250 km Länge geblieben (hin und zurück je 125 km), welche durch Stadt, über Land und einen Großteil Autobahn geführt hat. Mit vollem Akku gestartet brachte es der ST e-HYBRID auf zwei Prozent Restkapazität sowie einen Energieverbrauch auf 100 km von 3,9 kWh/100 km sowie einem Kraftstoffverbrauch von 6,4 l/100 km. Dabei sei gesagt, dass ich stets im Rahmen des erlaubten gefahren bin. Also nicht künstlich die Geschwindigkeit niedrig gehalten habe, um den Akku zu schonen.

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Laden des CUPRA Leon ST PHEV - diese Möglichkeiten gibt es

Die Tatsache beiseite gelassen, dass der Verbrenner den Akku während der Fahrt aufladen kann, kommt vor allem das Laden an der Wallbox in Frage, um die Batterien des Teilzeitstromers wieder zu füllen. Ist der Akku leer, ist der CUPRA Leon ST PHEV an einer Wallbox nach etwa 3,5 Stunden wieder aufgeladen. An einer 230-Volt-Steckdose vergehen für das Aufladen rund sechs Stunden.

Zunächst einmal braucht man nicht darüber diskutieren, dass es schön wäre, wenn der ST Plug-In-Hybrid an der Wallbox mehr Ladeleistung spendiert bekommen hätte. Besitzt man jedoch eine zu Hause und kann das Fahrzeug über Nacht laden ist der Akku am nächsten Morgen auf jeden Fall wieder voll. Geladen habe ich den Teilzeitstromer an einer EnBW-Ladestation während des Testzeitraums. Exemplarisch sein ein Ladevorgang aufgeführt. Der Akku war in diesem Fall auf 0 Prozent und wurde innerhalb von 3 Stunden und 33 Minuten auf 100 Prozent geladen; die geladene Energie wurde mit 10,2 kWh angegeben. Dies dürfte der Nettokapazität des Lithium-Ionen-Akkus entsprechen (12,8 kWh brutto).

Exterieur und Interieur des Plug-In-Hybriden von CUPRA

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des Plug-In-Hybriden von CUPRA etwas genauer.

Exterieur: Auf den ersten Blick ein echter CUPRA

Der 2020er CUPRA Leon ST ist optisch schon auf den ersten Blick ein echter CUPRA und macht dank zahlreicher gestalterischer Veränderungen gegenüber dem Vorgängermodell sofort klar, dass man Perfomance auf ganzer Linie erwarten kann. Gegenüber dem Vorgängermodell kommt der Sportstourer leicht gewachsen daher. So ist er 4.657 mm lang, seine Höhe beträgt 1.463 mm und die Breite wird mit 1.799 mm angegeben.

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Bleiben wir noch kurz bei den harten Fakten, gilt es zu erwähnen, dass es der e-HYBRID auf einen Radstand von 2.681 mm bringt. Die Spurweite vorn wird mit 1.552 mm, hinten mit 1.508 mm angegeben. Ausschlaggebender und wesentlich interessanter dürfte für Käufer des Sportstourer jedoch das Kofferraumvolumen sein. Hier bringt es der CUPRA auf 470 Liter beziehungsweise 1.450 Liter bei umgeklappter Rücksitzbanklehne und dachhoher Beladung. Ein wahres Raumwunder sozusagen und aus meiner Sicht das ideale Gefährt für Urlaubsreisen.

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Nun lassen wir die Fakten mal beiseite und widmen uns den Emotionen, welche der Spanier zu vermitteln weiß. Stolz ist er allemal auf seine Herkunft, was man bereits am Markenlogo im Kühlergrill erkennt, der mit seiner großen Frontschürze und deutlich vergrößerten Lufteinlässen kompromisslose Sportlichkeit ausstrahlt. Aber auch von der Seite weiß der PHEV optisch zu überzeugen. Fallen dort sofort die Seitenschweller ins Auge, die dem Auto schon alleine durch die Optik mehr Dynamik verleihen. In dunklem Chrom ausgeführte Highlights wie Frontgrillrahmen, Frontschürze und Außenspiegel bilden einen ansprechenden Kontrast zur Karosserielackierung – welche im Fall meines Testwagens als Graphene Grau bezeichnet wird.

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Auffällig waren an meinem Testfahrzeug noch die Leichtmetallräder. Generell lässt sich hierbei festhalten, dass diese wahlweise in den Farben Kupfer oder Diamant erhältlich sind. Beide Varianten geben hierbei den Blick auf die optionalen kupferfarbenen 370-mm-Brembo-Bremsen frei. Zudem stehen insgesamt sechs unterschiedliche Designoptionen der Leichtmetallräder zur Verfügung. Im Fall des bei mir vorstellig gewordenen ST e-HYBRID waren die „Exclusive II Black/ Copper“ auf 235/35 R Reifen montiert.

Doch damit hat man sich am Cupra LEON ST e-HYBRID noch nicht satt gesehen, zumindest meinem Empfinden nach. Denn als Blickfang gelten durchaus auch die dynamischen Blinker und das durchgängige Leuchtband am Heck. Zudem war ein Panorama-Glas-Schiebedach, elektrisch mit Sonnenschutzjalousie als Sonderausstattung verbaut. Wobei dies aufgrund der Wetterbedingungen nicht halb so viel Freude bereitet hat, wie es sich im Frühjahr oder Sommer der Fall gewesen wäre.

Interieur: Minimalismus pur! Schlichter geht es nicht.

Man könnte beim Interieur bereits damit beginnen, dass man, noch bevor man in das Fahrzeug einsteigt, durch ein auf den Boden projiziertes CUPRA Logo willkommen geheißen wird. Aber das ist mir tatsächlich erst bei der zweiten oder dritten Fahrt aufgefallen. Auffälliger für mich war eher der schlichte Purismus im Innenraum des Plug-In-Hybriden. Persönlich habe ich selten ein Fahrzeug – egal ob E-Auto, PHEV oder Verbrenner – gesehen, welches so aufgeräumt und geordnet gewirkt hat.

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Festhalten lässt sich zudem die Tatsache, dass der Innenraum ebenso von Perfomance strotz. Serienmäßig sind im CUPRA Sportschalensitzer vorzufinden, welche beim Platz nehmen und mit Blick geradeaus direkt auf das Supersportmultifunktionslenkrad blicken lässt. An diesem präsent zu sehen der Motorstartknopf und Wahlschalter für den CUPRA Modus, welchen wir bereits in einem der vorherigen Abschnitte hervorgehoben haben. Ebenso waren die Schaltwippen zum manuellen Schalten ein Thema.

Das große 10-Zoll-Infotainmentsystem, welches mittig im Fahrzeug angebracht wurde, übernimmt sämtliche Steuerungsfunktionen, welche sich nicht durch die einzelnen Schalter und Knöpfe regeln lassen. CUPRA verlagert damit bewusst etliche Bedienelemente auf den Touchscreen. Die dadurch reduzierte Anzahl an Knöpfen und Schaltern betont die klare, moderne Optik im Innenraum, wie bereits eingangs erwähnt. Auch das Display hinter dem Lenkrad kann durch entsprechende Taster auf dem Lenkrad konfiguriert und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

"Der Fahrer hat von klassischen Analoginstrumenten bis hin zu vollfarbigen Karten und Navigationsdaten genau die Informationen im Blick, die er gerade benötigt. Mit einer Auflösung von 1.280 x 480 Pixeln ist der TFT-Bildschirm frei konfigurierbar. Zusätzlich zu den üblichen Modi bietet der CUPRA Leon eine Sport-Ansicht, die speziell für CUPRA entwickelt wurde, um Informationen wie Drehzahl, Drehmoment, Leistung, Turboladedruck und G-Kräfte vorne und in der Mitte anzuzeigen."

Wie man es von CUPRA gewohnt ist dominieren eher schlichte Farben den Innenraum und lassen das Fahrzeug an sich für sich sprechen. Dennoch setzt auch der spanische Automobilhersteller bewusst Elemente aus Kupfer und dunklem Chrom wie etwa die kupferfarbenen Ziernähte für sportlich-elegante Akzente ein. Auch das Armaturenbrett ist hinsichtlich seines Designs ein Highlight für sich. So gibt es aus meiner persönlichen Sicht viele kleine, aber feine Details am CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID zu entdecken, über die man eben nicht sofort stolpert.

So offenbaren sich die spanischen Wurzeln, wenn man die Worte „Hola, Hola“ sagt, denn dann reagiert die serienmäßige Spracherkennung des CUPRA. Mit dem System kann man über natürliche Befehle mit dem Infotainmentsystem kommunizieren, was sich in der Praxis durchaus bewahrheitet hat. Egal, ob man nun seine Musikauswahl steuern möchte, oder dem Navi sein nächstes Ziel auftragen möchte.

Ein Blick auf die technischen Daten des CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID

Bevor wir im Detail die technischen Daten des Leon Sportstourer e-HYBRID von CUPRA betrachten, sei gesagt, dass diese auf Basis der technischen Daten der CUPRA-Webseite Stand 12.01.020 beruhen und mit meinem Testfahrzeug übereinstimmen. Des Weiteren findest du weitere technische Details/Daten über den gesamten Testbericht verteilt.

CUPRA Leon Sportstourer 1.4 e-HYBRID 180 kW (245 PS)Abmessung und Gewichte
Länge / Breite
/ Höhe
4657 mm / 1799 mm / 1463 mm
Radstand2681 mm
Spurweite vorn1552 mm
Spurweite hinten1508 mm
Wendekreisca. 10,5 Meter
Kraftstoffbehältervolumenca. 40 Liter
Gepäckraumvolumen470 Liter/ 1.450 Liter
Leergewicht1717 kg
Zul. Gesamtgewicht2090 kg
Zuladung448 kg
Zul. Dachlast75 kg
CUPRA Leon Sportstourer 1.4 e-HYBRID 180 kW (245 PS)Motor und Batterie
Getriebe, serienmäßig6-Gang-DSG
Motor-Bauart4-Zylinder-Ottomotor
Hubraum, Liter / cm³ 1.4 / 1395
Bohrung / Hub, mm74,5 / 80,0
Max. Leistung, kW (PS) bei min-1110 (150) / 5000–6000
Max. Drehmoment, Nm bei min-1250 / 1550–3500
VersicherungsklassenKH 12 / VK 21 / TK 19
Verdichtung10
EmissionsklasseEuro 6 A
BatterietypLithium-Ionen
Nennkapazität12,8 kWh
Elektrische Leistung, kW (PS), kurzzeitig85 (115)
Systemleistung, kW (PS), kurzzeitig180 (245)
Systemdrehmoment, Nm, kurzzeitig400
Ladedauer AC 2,3 kW (0–100% SoC)05:48
Ladedauer AC 3,6 kW (0–100% SoC)03:42
Reichweite nach NEFZ67 km
Beschleunigung 0 – 100 km/h7,0 s
Höchstgeschwindigkeit225 km/h
CUPRA Leon Sportstourer 1.4 e-HYBRID 180 kW (245 PS)Kraftstoff-/ Stromverbrauch & WLTP
Kraftstoffverbrauch – NEFZ nach 1999/94/EGSuperbenzin schwefelfrei,
mind. 95 ROZ
Kraftstoffverbrauch – CO2-Emission kombiniert (NEFZ)35 g/km
Kraftstoffverbrauch – kombiniert (NEFZ)1,6 l/100 km
Kraftstoffverbrauch – CO2-Effizienzklasse (NEFZ)A+
Stromverbrauch – NEFZ nach 1999/94/EGElektro
Stromverbrauch – kombiniert11,9 kWh/ 100 km
Kraftstoffverbrauch (WLTP)1,4 l/100 km
Stromverbrauch kombiniert (WLTP)15,9–15,5 kWh/ 100 km
CO2-Emission kombiniert32-31 g/km

CUPRA e-HYBRID: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Teilzeitstromers von CUPRA überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für den Plug-In-Hybriden eine Option ist wollen wir nicht unbeachtet lassen.

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Seit dem 04.11.2019 steht fest, dass die Höhe der Kaufprämie angepasst wird. Künftig gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro soll man nun vom Kaufpreis erstattet bekommen. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro soll der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Doch was bedeutet dies für den Sportstourer als e-HYBRID von CUPRA. Hierzu betrachten wir zunächst die Konfiguration meines Testwagens.

CUPRA Leon Sportstourer 1.4 e-HYBRID 180 kW (245 PS) 6-Gang-DSG

47.153 inkl. 16 % MwSt.
  • Basispreis des Testfahrzeugs: 39.084,20 Euro
  • Farbe Graphene Grau: 896,80 Euro
  • 19" Leichtmetallräder "Exclusive II Black/Copper", glanzgedreht: 979,66 Euro
  • CUPRA Seitenschweller: 346,05 Euro
  • Ladekabel Mode 3 Typ 2, 16 A: 165,72 Euro
  • 230-V-Steckdose im Gepäckraum: 116,97 Euro
  • CUPRA Supersport-Multifunktionslenkrad mit CUPRA Mode Selector, beheizbar: 696,97 Euro
  • Winter-Paket: 394,79 Euro
  • Panorama-Glas-Schiebedach, elektrisch mit Sonnenschutzjalousie: 1.091,76 Euro
  • Connectivity Box im Ablagefach der Mittelkonsole inkl. Wireless Charger: 219,33 Euro
  • Fahrassistenz-Paket XL für Navigationssystem: 887,05 Euro
  • Heckklappe elektrisch betätigt (Öffnung & Schließung) inkl. sensorgesteuerter Öffnung & Schließung (Virtual Pedal): 721,34 Euro
  • Seitenairbag hinten und Central-Airbag sowie Knieairbags vorne: 326,55 Euro
  • Vision Plus inkl. Rückfahrkamera und Parklenkassistent: 516,64 Euro
  • Diebstahl-Warnanlage inkl. Innenraumüberwachung, Back-upHorn und Abschleppschutz: 287,56 Euro

Für den Testwagen –inklusive der aufgeführten Sonderausstattung – wären somit 47.153,00 Euro Listenpreis fällig geworden. Hiervon wäre nach aktueller Regelung die 6.750 Euro Umweltbonus abgegangen. Hierdurch würde man bei 40.403,00 Euro landen. Wobei die Mehrwertsteuer-Ersparnis durch den günstigeren Basispreis noch hinzukommt.

Fazit zum CUPRA Leon ST e-HYBRID

Zwei Wochen mit einem leistungsstarken Plug-In-Hybriden unterwegs, welcher aber nicht nur wegen seiner Leistung, sondern vor allem wegen dem Gesamtauftritt zu überzeugen weiß. Wie fällt da wohl der Abschied aus? Nicht besonders leicht, wenn ich ehrlich sein darf. Schon auf den ersten Blick habe ich mich in das aufgeräumte, puristische Design des Teilzeitstromers verguckt. Als dann noch die Leistung und Vortrieb beim Fahren zu spüren war, war es um mich geschehen.

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Daher kann man durchaus verstehen, dass ich den CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID nicht einfach so von dannen ziehen lassen wollte. Aber irgendwann hat eben alles ein Ende. Rein fahrtechnisch wusste er zu überzeugen. Auch, wenn Kleinigkeiten wie die eher komplizierte Schaltung von reinem E- auf Hybrid-Antrieb zu Beginn jeder längeren Fahrt störend war. Ebenso war der Gedankengang den Akku durch den Verbrenner zu laden, um in der Stadt lokal emissionsfrei zu fahren nachvollziehbar, aber irgendwie dennoch unnötig. Da es eben den Ansatz eines umweltfreundlichen Plug-In-Hybriden ad absurdum führt. Auch über die Ladeleistung darf man gerne nochmal diskutieren.

Und dennoch ist der e-HYBRID von CUPRA ein Teilzeitstromer der im Alltag zu überzeugen weiß. Genügend elektrische Reichweite für die täglichen Fahrten, Stauraum ohne Ende – selbst für Urlaube mit der Familie und ausreichend Leistung, um überall mithalten zu können. Gepaart mit einem schlichten, aber durchaus sportlich, eleganten Design. Was will man mehr? Und selbst der Preis scheint nach Abzug des Umweltbonus und Innovationsprämie ausgewogen. Aber ganz ehrlich, was ist deine Meinung zum Sportstourer?

Disclaimer

Der CUPRA Leon Sportstourer e-HYBRID wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von zwei Woche von CUPRA zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Adrian:

Ich hab das Fahrzeug jetzt einen Monat im Dienst und bin restlos überzeugt. Preis Leistung ist herrlich und ich glaube so ein voll digitales Fz kannte ich bisher nur von Tesla. Das Fahrzeug ist ein riesen Spagat für alle die einfach alles haben möchten Stauraum ohne Ende, ultra elegant und so sparsam wie auch stark. Ich stimme deinem super gut geschriebenen Bericht zu 100% zu. Ganz besonders hervorheben möcht ich noch den TravelAssisten des Fahrassistenzpaket. Ein muss für Reisende. Wie das Fz die Spur hält und alles erkennt ist schlicht unglaublich präzise.

Hermann:

Hast Du schon einmal versucht, das Infotainment-System für Deine eigenen Bedürfnisse zu konfigurieren (siehe Handbuch) ? Würde mich interessieren, ich muss auf meinen Leon ST noch ca. 3 Monate warten.

Hermann:

Alle 20 Minuten tanken auf der Autobahn? Der Cupra macht ca. 600km mit einer Tankfüllung. Oder meinten Sie laden? Ein PHEV wird auswärts nicht geladen. Macht weder wegen der Akkugröße noch wegen der Ladegeschwindigkeit Sinn. Für die wenigen Langstrecken hat man einen Benziner.

Ein PHEV mit 150km rein elektrischer Reichweite macht auch keinen Sinn. Das würde das Gewicht des Wagens um ca. 1/4 Tonne erhöhen, ohne dass es für überwiegend Kurzstreckenfahrer (und für andere ist er sinnlos) nennenswert etwas bringt.

Stimmt, für ausschließlich Kurzstrecke mit kleinem Kofferraum ohne Anhängekupplung gibt es preisgünstigere BEV’s. Das Problem an Ihrem Satz „Das bedeutet aber fast nur Kurzstrecke“ ist das unscheinbare Wörtchen „fast“. Die restlichen 5% gehe ich dann zu Fuß? Oder nehme den bei mir praktisch nicht vorhandenen ÖPNV oder die Bahn mit 200-300% Reisezeit ohne vernünftiges Gepäck?
Oder dann doch für die wenigen Langstrecken ein großes Akku? Mit einem um 400kg höheren Gewicht als der PHEV? Mit einem Mehrpreis von ca. 14.000€ (Bsp: ID.4, Enyaq iV80)?
Sorry, aber das ist alles leider nicht durchdacht.

Hermann:

Zu „Mit Ihrer Einstellung, dass PHEV’s eine erstrebenswerte Alternative seien, ich meine das ist natürlich Ihr gutes Recht, zementieren Sie die Ansicht, dass wir noch alle Zeit der Welt haben werden, um unser soziales Umfeld so richten zu können, dass der Klimawandel uns eh nichts anhaben kann, sollte es ernst werden.“ ?

Ich habe drei Monate lang recherchiert bevor ich mit den Cupra Leon Sportstourer bestellt habe. Eigentlich wollte ich einen BEV.
Meine Randbedingungen waren:

  • Kein Zweitwagen mehr
  • vernünftiges Platzangebot für 4 Personen
  • überwiegend Kurzstreckenfahrten
  • Wallbox in der Garage
  • PV-Anlage auf dem Garagendach
  • ab und zu einmal Langstrecke
  • häufig größerer Bedarf an Ladevolumen
  • Anhängekupplung für Fahrradträger (2 E-bikes) und Anhänger

Ich bin den ID.3 Probe gefahren, der passt aber in vielen Bereichen nicht.

Dann habe mir den ID.4 und den Skoda Enyaq iV80 angesehen. Mit meiner Wunschkonfiguration und einem großen Akku kommen beide auf über 51.000€, macht nach Abzug der BAFA-Prämie über 45.000€. Sorry, aber das ist eine Summe, die ich für ein Auto nicht ausgebe.

Dann also doch wieder schweren Herzens PHEV’s angesehen. Mit einer vergleichbaren Konfiguration kostet mich dieser nach Abzug der 4.500€ BAFA-Prämie bei einem Seat-Händler in Sachsen 31.100€. Den habe ich dann genommen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber 14.000€ Preisdifferenz ist für mich ein nicht zu ignorierendes Argument.

Fazit:

  1. Mit einem Verbrenner-Zweitwagen für die Langstrecke sind kleine BEV’s bereits heute eine Option. Ob das allerdings ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.
  2. Hat mein keinen Verbrenner als Backup, braucht man ein großes Akku, wenn zumindest ab und zu Langstrecken angesagt sind. Die genannten ID.4 und Enyaq iV80 wiegen dann über 400kg mehr als der PHEV. Und die schleppt man dann auf jeder noch so kleinen Kurzstrecke mit. Verstehen Sie das unter Ökologie?
  3. Unabhängig von der unbefriedigenden Lade-Infrastruktur sind die für mein Profil in Frage kommenden BEV’s sehr viel teurer. Glückwunsch an Sie, wenn Sie das nicht interessieren muss.
  4. Ich will gar nichts zementieren, ich kann aber nur das kaufen, was für mein Anforderungsprofil und meinen Geldbeutel passt und derzeit am Markt ist. Und deshalb ist heute der Cupra Leon Sportstourer für mich die beste Option. Leider.
Stefan:

Wir haben den Cupra seit einigen Wochen, klasse Fahrzeug mit sportlichem Charakter, ausgereifte Technik, E Modus sehr gut, Laden an der heimischen Steckdose auch, Bedienung via Infotainment leider zum Teil extrem unlogisch.

Wolfbrecht Gösebert:

Aber […] schauen [wir mal] auf die Umfragen, demzufolge planen derzeit mehr als 50% der deutschen Autofahrer gar keinen Umstieg aufs reinelektrische Fahren.

Merke: Solche Umfragen sind wie die Beobachtung „ein scheues Rehs“ im dunklen Wald ;)
Sie zeigen eine »Augenblicksposition« und schon „winzige Momente später“, steht das Reh woanders … soll heißen, sie sagen NICHTS Zuverlässiges über die tatsächliche Zukunftsentwicklung aus!

Torsten Soltau:

Ich plane durchaus einen Umstieg in den nächsten Jahren aufs Reinelektrische.
Aber sind wir mal ehrlich und schauen auf die Umfragen, demzufolge planen derzeit mehr als 50% der deutschen Autofahrer gar keinen Umstieg aufs reinelektrische Fahren.
Es bleibt spannend. Entspricht auch Pi mal Daumen meinen Eindrücken aus Gesprächen im Kollegen- und Bekanntenkreis.

KaiGo:

Ich denke der PHEV Antrieb wird in den nächsten 5-10 Jahren auch wieder verschwinden. Ich würde ihn lediglich als Übergangslösung sehen. Für einige ist er vielleicht auch schlicht der Einstieg in die E-Mobilität. Weil mal ehrlich: wer sich PRIVAT(!!!) einen PHEV kauft, wird ihn regelmäßig laden. Sonst hätte sich derjenige einen reinen Verbrenner gekauft. Und im Laufe der Nutzung wird der Fahrer merken, wie viel er tatsächlich elektrisch schafft und wie viel Laune elektrisches Fahren macht. Als nächstes wird er sich dann wohl ein Vollelektrisches Auto anschaffen. Das Beispiel von „Hermann“ zeigt ja, dass man einen PHEV durchaus sehr gut fast rein elektrisch bewegen kann. Aber man hat noch (wenn man sich halt noch nicht zum BEV traut) den Verbrenner als back-up für die Langstrecke.

Firmenwagen bei denen der Fahrer noch ne Tankkarte bekommt sind natürlich ein ganz anderes Thema. Das wurde ja auch schon zur Genüge diskutiert an allen möglichen Stellen.

Wie gesagt, würde ich mal vermuten, dass die PHEV ab 2025 langsam wieder verschwinden werden. Zum einen wird das Portfolio an rein elektrischen Modellen dann ausreichend sein (es gibt aktuell kein BEV-Kombi, mal so als Paradebeispiel was auch an diesem Modell gut passt). Zudem sind bereits ab 2022/23 (nicht mehr so allzu lange hin) erste BEVs mit 700km WLTP Reichweite angekündigt. Ab 2025 könnte das dann auch bezahlbar werden. Dann hat sich das Thema PHEV und Reichweiten sowieso erledigt.

Müsste ich mir heute ein neues Familien-Auto zulegen (und ich habe gerne viel Platz im Auto, unser 3er Touring ist mir schon fast zu klein), würde es wohl auch ein PHEV werden. Warum? Reine BEVs mit ausreichend Platz und guter Langstreckentauglichkeit sind einfach noch sehr teuer. ID4 und Enyag mit großer Batterie. sind so die ersten, die gehen würden und preislich zumindest gerade noch im Rahmen sind. Einen Kombi fände ich natürlich besser, da der Verbrauch auch niedriger als bei einem SUV sein wird. Aber gibt es schlicht nicht.

Markus Doessegger:

Wann planen Sie dann den Umstieg ?

Ähm, das sind Leute aus Ihrer Scene mit denen ich mich auseinandersetze. Leute in unserer Firma, für die Laden des Plug-In kein Thema ist und nie ein Thema sein wird. Wir hatten auch einmal probehalber so ein Teil von Volvo für 1 Monat in der Firma. Erstens, das Teil kostet etwa 25k Euro mehr als mein BEV. Zweitens, ich habe gerade daneben geparkt. Am Strom angeschlossen war das Teil aber nie. Eigenartig, Schuko Dosen waren überall vorhanden. Jeder dieser Leute hat sicher schon einmal eine Kaffeemaschine eingesteckt.

Was sooo furchtbar schwierig sein soll an einem rein elektrischen Auto ist mir schleierhaft. Ich meine Apple hat doch auch nicht eine Ausgabe des iPhone angeboten, das so funktioniert wie wir es heute kennen und daneben ein iPhone mit einer zusätzlichen Drehwahlscheibe, für diejenigen, die halt immer noch Mühe haben darauf zu verzichten.

Meine Scene hat schon längst verstanden, um was es geht und lebt besser und effizienter.

Torsten Soltau:

Das ist halt genau der Punkt:
Leute, „die ich aus der Scene (sic!) kenne“ ;)
20 Millionen deutsche Autofahrer sind eben nicht in jener Szene beheimatet und die möchten auch keinen Umstieg auf reinelektrisches Fahren in absehbarer Zeit.

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