Bayrischer Staatsminster Aiwanger: „Bayern muss deshalb Autoland bleiben.“

Bayrischer Staatsminster Aiwanger: „Bayern muss deshalb Autoland bleiben.“
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Sebastian Henßler
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Nach und nach bereitet die BMW Group ihre deutschen Werke auf die Elektromobilität und den Wandel unserer Mobilität im Allgemeinen vor. 50 Millionen Euro sollen ins Werk Landshut fließen, um dies auf die Fertigung von innovativen Komponenten für den BMW iNEXT vorzubereiten. Eine Investition, welche vom Freistaat Bayern durchaus gerne gesehen wird.

Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, gab hierzu zu verstehen, dass die Automobilindustrie und der Fahrzeugbaus für Bayern und insbesondere für Niederbayer einen ganz besonderen Stellenwert habe. „Mobilität wird auch in Zukunft der Antrieb für unsere Wirtschaft sein. Bayern muss deshalb Autoland bleiben“, so Aiwanger. Des Weiteren hat er darauf verwiesen, dass das Bundesland ein Maßnahmenpaket für die Automobil- und Fahrzeugbau-Branche in Höhe von rund 300 Millionen Euro beschlossen habe. Rund 70 Millionen Euro des Paketes entfallen davon alleine auf die Qualifizierung der Beschäftigten, im Rahmen des Mobilitätswandels.

„Der Freistaat begleitet den Transformationsprozess in unserer Schlüsselindustrie und unterstützt bei Forschung, Entwicklung und Weiterbildung sowie bei künftigen Mobilitätskonzepten. Unsere Zielsetzung ist, dass bis Ende 2020 in Bayern 7.000 öffentlich zugängliche Ladesäulen entstehen.“ – Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Aiwanger ist sich allerdings auch bewusst, dass die Mobilitätswende nur mit Partnern wie der BMW Group zu schaffen sei. In diesem speziellen Fall dem Standort Landshut. Dieser verfügt als weltweit größtes Komponentenwerk der BMW Group über sechs unterschiedliche Technologien und konzentriert im Leichtbau- und Technologiezentrum (LuTZ) technologieübergreifende Vorentwicklungskompetenz. Auch Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, ist sich der Bedeutung des Freistaats und der dortigen Werke für das eigene Unternehmen bewusst.

„Die nachhaltige Mobilität der Zukunft wird ganz entscheidend hier geprägt: in unserem deutschen Werkeverbund und in den bayerischen Entwicklungs- und Kompetenzzentren. Die aktuelle technologische Transformation bietet für die BMW Group und jeden unserer Standorte die Chance, unsere Stärken auszuspielen und damit unseren Wettbewerbsvorteil weiter auszubauen.“ – Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG

Standortleiter Dr. Stefan Kasperowski gab zu verstehen, dass man sich auch der Bedeutung der Mitarbeiter bewusst sei: „Unsere Wettbewerbsfähigkeit wird durch qualifizierte und veränderungsbereite Mitarbeiter gesichert.“ Der künftige Erfolg wird maßgeblich durch diese geprägt. Eine entsprechende Qualifizierung wird notwendig. Der Betriebsratsvorsitzende Willibald Löw betonte, dass derartige Aus- und Weiterbildungsprogramme am Standort Landshut Tradition hätten. „Arbeitsplätze und -inhalte werden sich teilweise verändern. Langfristig werden manche Mitarbeiter neue Tätigkeiten ausüben und dafür neue Kompetenzen benötigen.“

Bereits Anfang Dezember wurde zudem bekannt, dass BMW für die Produktion des iNEXT rund 400 Millionen Euro in das Dingolfinger Fahrzeugwerk investiert. Damit bereitet das Unternehmen seinen größten europäischen Produktionsstandort auf die Fertigung rein batterieelektrischer und hochautomatisiert fahrender BMW Automobile vor. Auch das Kompetenzzentrum Batteriezelle hat mittlerweile seine Türen geöffnet.

Quelle: BMW AG – Pressemitteilung vom 05. Dezember 2019

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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