Der US-amerikanische Chemiekonzern Albemarle hat angekündigt, die letzte verbleibende aktive Produktionslinie Train 1 in seinem Lithiumhydroxid-Werk Kemerton in Westaustralien mit sofortiger Wirkung stillzulegen und in den Status „Care and Maintenance“ zu überführen. Damit wird der Betrieb an diesem Standort vorerst vollständig ausgesetzt. Bereits im Jahr 2024 hatte das Unternehmen Train 2 in denselben Wartungsmodus versetzt und zudem die Ausbaupläne für die ursprünglich vorgesehenen Produktionslinien Train 3 und Train 4 gestoppt.
Das Werk in Kemerton verarbeitet Spodumen aus der Greenbushes-Mine. Diese Lagerstätte gilt als eine der bedeutendsten Ressourcen für Spodumen weltweit. Albemarle ist über ein australisches Joint Venture an Greenbushes beteiligt und verfügt über einen Eigentumsanteil sowie über die Hälfte der Abnahmerechte an der dort geförderten Menge. Kemerton wurde mit erprobter Technologie errichtet und ist auf die Produktion von Lithiumhydroxid im kommerziellen Maßstab ausgelegt. Ziel des Projekts war es, die Entwicklung einer westlichen Lithium-Lieferkette zu unterstützen.
In einer Stellungnahme erklärte Kent Masters, Chairman und CEO von Albemarle, die Stilllegung sei eine schwierige Entscheidung gewesen. Sie folge auf „signifikante Maßnahmen, die wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren ergriffen haben, um die Betriebskosten während einer verlängerten Phase der Preisvolatilität im Markt zu senken“. Trotz jüngster Verbesserungen bei den Lithiumpreisen reichten diese nach seinen Worten nicht aus, um die bestehenden Herausforderungen für westliche Hartgesteins-Lithium-Konversionsbetriebe zu kompensieren. Masters betonte zudem, die Maßnahme erhöhe die finanzielle Flexibilität des Konzerns und bewahre strategische Handlungsoptionen.
Quelle: PR Newswire – Albemarle Announces Plans to Idle its Kemerton Lithium Hydroxide Processing Plant








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