Akkuprobleme der anderen Art: Porsche kämpft mit hoher Plug-in-Nachfrage

Akkuprobleme der anderen Art: Porsche kämpft mit hoher Plug-in-Nachfrage
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Porsche AG

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Sportwagen-Hersteller Porsche habe etwas damit zu kämpfen, die hohe Nachfrage nach dem Plug-in-Hybrid Panamera zu befriedigen, sagte Gerd Rupp, Leiter des Werks von Porsche in Leipzig, der Nachrichtenagentur Reuters. Womit bei Porsche nämlich niemand gerechnet hat: Der Anteil der Panamera-Hybride, die einen konventionellen Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Antrieb kombinieren, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Und nun werden die Akkus knapp.

Gegenwärtig sind wir in der Lage, die Kundennachfrage gut zu erfüllen“, sagte Rupp in einem Interview und fügte hinzu, dass in diesem Jahr etwa 8000 Panamera-Hybride gebaut würden. „Aber es gibt Grenzen, weil wir auf die Kapazitäten der Batterielieferanten angewiesen sind.“ Die Lieferzeit für den Plug-in-Panamera liege derzeit bei etwa drei bis vier Monaten. Rupp gab zu, dass Porsche die Nachfrage nach dem Teilzeitstromer unterschätzt habe. „Als Einkäufer haben wir ursprünglich andere Volumen eingeplant“, so der Porsche-Manager.

Hoffentlich berücksichtigt Porsche künftig das veränderte Kaufverhalten seiner Kunden beim Einkauf von Akkus. Denn der Sportwagenhersteller plant, eine ganze Reihe weiterer Modelle zu elektrifizieren. Und der erste rein elektrische Porsche, der Sportwagen Mission E, soll 2019 auf den Markt kommen.

Quelle: Reuters – Battery suppliers struggle to keep up with demand for Porsche’s Panamera

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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