Den alten Wagen verkaufen und auf Elektroauto umsteigen – lohnt sich das?

ECON-Taste im Honda Jazz Hybrid

Um die Anschaffung eines (umweltfreundlichen) Neuwagens finanziell zu unterstützen, muss die „Entsorgung“ des Vorgängers möglichst rentabel sein.

ECON-Taste im Honda Jazz Hybrid
Die ECON-Taste im Honda Jazz Hybrid, Foto: Honda

Hinzu kommt die Entscheidung für ein neues Modell in entsprechender Preisklasse. Wie wäre es mit einem Elektroauto, von dessen positiven Eigenschaften in Sachen Umweltfreundlichkeit selbst die Bundesregierung so überzeugt ist, um die Förderung der E-Mobile bereits seit Jahren auf ihre Agenda zu setzen? Oder kommt eher ein Fahrzeug mit Hybridantrieb infrage?

Elektroauto – was ist anders?

Viele sehen im Vergleich von E-Autos zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren den einzigen Unterschied im „Betanken“. Anstatt einer Tankstelle wird eine Ladestation gebraucht, welche oftmals vorher im Internet ausfindig gemacht werden muss und im Falle eines Falles nicht besetzt sein darf.

Doch auch in der Fahrweise unterscheiden sie sich immens. Mit dem richtigen Fahrstil lässt sich die Akkuladung um ein 4-Faches mehr ausnutzen, als mit einem in diesem Fall ineffizienteren. Das ergab eine Studie des „Institute of Automotive and Manufacturing Advanced Practice“ der University of Sunderland, welche ein entsprechend zugeschnittenes Fahrtraining für legitim hält. Bei der Studie stellten sich unter anderem ältere Fahrer für Autobahnfahrten als gewinnbringender heraus, während jüngere mit ihrem Fahrstil eher im Stadtgebiet überzeugten.

Ganz klare Vorteile für E-Autos

  • Umweltentlastend bzgl. Lärmbelästigung und Smog vor allem in Ballungsräumen und großen Städten
  • Klimafreundlich (wenn Energiegewinnung aus regenrativen Energiequellen, z.B. Sonne oder Windkraft)
  • 0% CO²-Ausstoß
  • Geringere Unterhaltungs- und Betriebskosten
  • Geringere Versicherungsbeiträge und Steuerlast
  • Motor weniger wartungsintensiv
  • niedrigere Wartungskosten durch geringeren Verschleiß und einfachere Bauweise
  • schnellere Beschleunigung von 0 auf 100

Wohin mit dem Gebrauchtwagen?

Zur Refinanzierung des Neuwagens sollte das alte Modell im Idealfall gewinnbringend verkauft werden. Online-Anbieter wie www.jetztautoverkaufen.de machen es Autobesitzern einfach, den eigenen Gebrauchten bequem von zu Hause zu verkaufen, indem sie Altwagen kostenfrei bewerten und anschließend in Zahlung nehmen (auch ohne gültige HU bzw. AU). Das Fahrzeug wird bundesweit angeboten und zum Höchstpreis verkauft oder auch exportiert. Angeboten wird zudem oftmals kostenloser Abmeldeservice.

Kontroverse

Trotz niedrigerer Unterhaltungs- und Wartungskosten ist die Anschaffung gegenüber Wagen mit Verbrennungsmotoren teurer und die Auswahl an Modellen noch gering. Ein oftmals vor dem Kauf zu wenig beachteter „Makel“ ist die geringe Lebensdauer von Batterien bzw. Akkus. In der Regel sind Batterien alle 3-5 Jahre auszutauschen und neue Akkus werden spätestens nach 150.000 Kilometern auf dem Tacho nötig. Ein daher rührender Trend zum Leasen von Akkus beschert eine monatliche Mietgebühr.

Positiv sei zu erwähnen, dass sich die Ladezeiten der Batterien (welche bei älteren Modellen gerne bis zu 10 Stunden betrugen) bei neueren Modellen auf vier Stunden verkürzt haben. Die Reichweite ist (wieder im Vergleich, von bis zu 900 km beim Verbrennungsmotor) auf 80 bis 300 km noch sehr begrenzt. Welche wiederum von Fahrweise und Fahrzeugtyp abhängig ist sowie der Außentemperatur. Bei Temperaturen über 31°C und unter 12°C wird eine geringere Leistung beschrieben. Ebenso soll häufiges Nutzen von Schnellladestationen zu Ladeverlusten führen. Weitere Kosten verursacht die Anschaffung spezieller Adapter, da Ladestationen verschiedenartige Ladestecker haben und hier noch keine Vereinheitlichung stattfand.

In Sachen Klimafreundlichkeit sei zu bedenken, dass durch das Aufladen mit nichtregenerativem Strom indirekt auch Emissionen erzeugt werden, die der Umwelt schaden.

Kostenübersicht

  • Anschaffung: Kleinstwagen ab 23.000 Euro – „günstige“ 4-Sitzer ab ca. 42.000 Euro
  • Betankung: ca. 1,45 Euro pro 100 km (kommt auf Stromtarif an)
  • Steuer: ca. 10 bis 30 Euro im Jahr
  • Versicherung: bereits ab 100 Euro jährlich erhältlich
  • Akkuleasing: bis zu 100 Euro pro Monat
  • Wartung: alle 3-5 Jahre bis zu 10.000 für neue Energiespeicher (Akku, Batterie)

Elektroauto oder Hybrid?

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Elektroauto smart elctric drive von car2go am Potsdamer Platz in Berlin, Foto: Jürgen Elxnat

Laut dem Sunderland-Team soll die Nutzung von Elektroautos bis 2030 200 Mal mehr betragen als heute. Die Bundesregierung definiert ihre Zielvorgabe diesbezüglich bis 2020 auf mindestens 1 Million. Derzeit sind E-Autos vor allem als Zweitwagen vorteilhaft und zur Benutzung im Radius von ca. 80 km um die entsprechende Stromquelle von Vorteil. Gerne werden sie in Ballungsräumen in Unternehmensflotten oder zum im Trend liegenden Carsharing eingesetzt.

 

Aufgrund der geringen Reichweite reiner E-Autos und des noch ausbaufähigen Stromtankstellennetzes außerhalb von Großstädten und Ballungszentren kann für Otto Normalverbraucher derzeit ein Fahrzeug mit Hybridantrieb vorteilhafter sein. Das bedeutet eine Kombination aus Elektromaschine und Verbrennungsmotor. Pionier bei der Hybridantrieb-Technologie war Toyota. Das Leasing entsprechender Fahrzeuge kann beim Umstieg auf ein Elektrofahrzeug im Kosten-Nutzen-Vergleich zunächst günstiger sein und dazu dienen, sich mit der neuen Technologie vertraut zu machen.

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