Automobilzulieferer Mahle und Midtronics bündeln Kräfte im Batterieservice

Automobilzulieferer Mahle und Midtronics bündeln Kräfte im Batterieservice
Copyright:

Mahle

Felix Katz
Felix Katz
  —  Lesedauer 2 min

Der deutsche Automobilzulieferer Mahle und das US-amerikanische Unternehmen Midtronics haben in einer Absichtserklärung vereinbart, gemeinsam Servicegeräte für E-Fahrzeuge entwickeln zu wollen. Ziel der Partnerschaft sei es, den Werkstätten einen sicheren, einfachen und effektiven Service für die wichtige Lithium-Ionen-Batterie anzubieten. Das Angebot soll von der Batterie-Diagnose bis zur Wartung reichen – markenunabhängig und über den gesamten Lebenszyklus der Batterien und Fahrzeuge hinweg.

Beide Unternehmen sind lanjährige Anbieter im Bereich Aftermarket-Service. So möchte der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle seine Kenntnisse und Erfahrungen beim Kältemittel- und Fluid-Service, bei der ADAS-Kalibrierung („Advanced Driver Assistance Systems“ – auf deutsch: „Fortschrittliche Assistenzsysteme“), der Diagnosegeräte-Reihe „BatteryPRO“ sowie bei der gesamten Fahrzeugdiagnose in die Partnerschaft mit einbringen. Midtronics trägt mit seiner führenden Position und Technologie bei der Überwachung, Inspektion, Diagnose und Wartung von Nieder- und Hochvolt-Batterien bei. Gemeinsam können beide Unternehmen ein komplettes Dienstleistungsangebot für Elektrofahrzeugbatterien anbieten, das einen großen Teil des künftigen Geschäfts freier Werkstätten ausmachen wird.

Batterieservice schon bald eine der wichtigsten Werkstattleistungen?

„Im Zeitalter der Elektromobilität wird der Batterieservice eine völlig neue Bedeutung für freie Werkstätten gewinnen. Mit unserer Partnerschaft mit Midtronics schlagen wir ein neues Kapitel für Servicegeräte auf“, erklärte Georges Mourad, Director Global Service Solutions bei Mahle. „Aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich die Batterie- und Elektrofahrzeugtechnologie entwickeln, ist kein Unternehmen in der Welt des Automobilservice bislang in der Lage, ein solchen Service zu bieten. Diese Partnerschaft bringt zwei führende Unternehmen zusammen, die den Übergang zum Service für Elektrofahrzeuge schneller und einfacher machen,“ sagte Will Sampson, Präsident von Midtronics.

Mit der Transformation hin zu Elektromobilität sind die Kosten und die Komplexität der Batterien und Systeme für den Kfz-Ersatzteilmarkt eine der größten Herausforderungen in seiner Geschichte. Die Batterie selbst kann über 25 Prozent der gesamten Fahrzeugkosten darstellen und unterscheidet sich stark von Fahrzeug zu Fahrzeug. Zugleich steigt der Anteil der Fahrzeuge mit elektrischen Antriebssystemen (batterieelektrische und Hybrid-Fahrzeuge) bis 2035 in Europa auf 95 Prozent, in China auf 90 Prozent und auf 75 Prozent in Nordamerika. Der Batterieservice könnte deshalb schon bald die Hälfte der gesamten Serviceleistungen der Werkstätten repräsentieren.

Quelle: Vision Mobility – Mahle und Midtronics wollen Diagnoseservice für E-Auto-Akkus entwickeln / Mahle – Pressemitteilung vom 10.05.2023

worthy pixel img
Felix Katz

Felix Katz

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Rolls-Royce baut E-Cabrio Nightingale und limitiert es hart

Rolls-Royce baut E-Cabrio Nightingale und limitiert es hart

Stefan Grundhoff  —  

Rolls-Royce enthüllt den Nightingale – ein Elektro-Cabrio, auf 100 Stück limitiert, nur für Stammkunden. Die Preise dürften im siebenstelligen Bereich liegen.

Mercedes EQS mit 800-Volt-Technik und 926 km Reichweite

Mercedes EQS mit 800-Volt-Technik und 926 km Reichweite

Sebastian Henßler  —  

Der neue Mercedes EQS kommt mit 800-Volt-Technologie, bis zu 926 km WLTP-Reichweite und Steer-by-Wire – mehr als ein Viertel der Technik ist neu.

Cupra-Chef Haupt: Der Raval ist ein Gamechanger

Cupra-Chef Haupt: Der Raval ist ein Gamechanger

Sebastian Henßler  —  

Cupra-Chef Markus Haupt erklärt, warum der Raval ab 26.000 Euro ein Gamechanger ist und sich Cupra an keinem Rabattkrieg beteiligen wird.

Nissan Juke EV startet 2027 – Preis unter 40.000 Euro

Nissan Juke EV startet 2027 – Preis unter 40.000 Euro

Stefan Grundhoff  —  

Nissan bringt den Juke erstmals als Elektroauto: Die dritte Generation startet 2027 auf der CMF-EV-Plattform, mit 75 kWh Akku und 630 km Reichweite.

Chery plant weitere Produktionsstandorte in Europa

Chery plant weitere Produktionsstandorte in Europa

Sebastian Henßler  —  

Der chinesische Automobilhersteller Chery sucht europäische Partner für zusätzliche Produktionskapazitäten. EU-Zölle erhöhen den Druck.

Audi zwischen Spardruck, Zöllen und fehlendem Plan B

Audi zwischen Spardruck, Zöllen und fehlendem Plan B

Sebastian Henßler  —  

Volkswagen prüft Kapazitätskürzungen in Deutschland. Audi könnte erneut betroffen sein – trotz bereits geschlossenem Werk in Brüssel und laufender Sanierung.

Ioniq-Offensive: Hyundai wagt den Neustart in China

Ioniq-Offensive: Hyundai wagt den Neustart in China

Sebastian Henßler  —  

Mit den Studien Venus und Earth will Hyundai auf dem chinesischen Markt Boden gutmachen. Geplant sind auch Range-Extender und autonome Fahrsysteme.