Wie VW-Chef Diess die vielen Herausforderungen des Konzerns angehen will

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Volkswagen

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 5 min

Volkswagens Konzernchef Herbert Diess hat keinen leichten Stand in diesen Tagen. Mit dem Betriebsrat gibt es Zwist wegen einer Äußerung zum Stellenabbau, in China greift die Elektroauto-Strategie nur schleppend, Halbleiter werden weiterhin knapper. Und dann ist da noch das allumfassende Thema: Die dringend zu bewerkstelligende Transformation zu einem rein elektrischen und digitalen Autohersteller. In einem Interview auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel 2021 erklärte Diess, wie er all diese Herausforderungen angehen will.

Wir sind in einer großen Transformation, mit der wir drastisch umsteuern müssen“, sagt Diess. Es sei nachvollziehbar, dass das „Sorgen macht bei den Mitarbeitern, Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz. […] Aber wir müssen das Unternehmen vorantreiben, verändern“, so der VW-CEO. Es müssen „Strukturen aufgebrochen und neue Formen der Zusammenarbeit“ gefunden werden. Die „Notwendigkeit des Wandels“ allerdings sei nicht immer allen gleich präsent. Diese Diskussionen „führen am Ende aber zu einer Zukunftssicherheit für die Arbeitsplätze“, sagt Diess. Es wäre viel gefährlicher, die Dinge so laufen zu lassen wie bisher.

Diess sei „wirklich froh, dass von der Marke Volkswagen jetzt gute Nachrichten kommen – mit dem Bau des neuen Entwicklungszentrums und mit der neuen Fabrik in Wolfsburg im Rahmen des Trinity-Projektes“. Klar werde es einen Stellenabbau geben müssen, aber „nicht primär“. An einem Standort wie Wolfsburg „mit Zigtausenden von Arbeitsplätzen“ jedoch müsse VW sich „darauf einstellen, dass wir neue Wettbewerber bekommen“. Wie etwa mit Tesla in Brandenburg, wo „mit ganz anderen Durchlaufzeiten und mit einer hohen Produktivität gearbeitet“ werde. Tesla braucht gut zehn Stunden, um ein Model 3 zu produzieren. VW lässt sich für seine Elektroautos momentan etwa 30 Stunden Zeit. Zuviel, findet Diess.

Darauf müssen wir uns einstellen. Dazu brauchen wir neue Fähigkeiten und müssen Dinge infrage stellen. Das führt zu notwendigen Diskussionen, gerade an einem so traditionellen Standort wie Wolfsburg“, sagt Diess. Bereits Ende 2016 habe VW mit dem Zukunftspakt „den sozial verträglichen Abbau von 23.000 Stellen in Deutschland vereinbart, zugleich entstehen aber 9000 neue Arbeitsplätze“, rechnet der VW-CEO vor. Dieser Prozess sei weiterhin im Gange. Hinzu komme nun ein generelles Umdenken: „Wir müssen schneller werden, wir müssen handeln“.

Aktuell „besonders wichtig“ sei, dass die Verkäufe von Elektroautos im weltweit größten Automarkt China anziehen. Der Start der ID-Modelle verlief dort zunächst nicht wie erhofft. „Da gibt es jetzt aber eine positive Entwicklung, in den letzten Monaten gewinnen wir Marktanteile“, sagt Diess. Volkswagen habe zuletzt fast alle zwei Monate die Absatzzahlen verdoppeln können und das Absatzziel von 80.000 bis 100.000 E-Fahrzeugen sei trotz der Anfangsprobleme in greifbare Nähe gerückt. „Wir müssen uns den chinesischen Elektromarkt noch erarbeiten, aber das wird uns gelingen“, zeigt Diess sich zuversichtlich.

VW setzt auf eigene Software und eigenes Chipdesign

Auch bei seiner eigenen Software hatte Volkswagen mit Anfangsproblemen zu kämpfen. Und auch hier ist Diess nun „positiv gestimmt“, vor allem seitdem er die neueste Softwareversion für die ID-Elektroreihe testen konnte. Es sei großartig, die VW-Autos „als digitales Device zu erleben. Schnelleres Laden wird möglich, ein automatischer Spurwechsel kommt dazu. Das ist ein Meilenstein, dass solche Veränderungen jetzt möglich geworden sind, selbst wenn die Autos schon in Kundenhand sind“, so Diess in dem Interview über Over-the-Air-Updates, mit denen Pkw auch nach ihrer Auslieferung um zusätzliche Funktionen erweitert werden können.

Ein schwieriges Thema sei weiterhin der Chipmangel, der Verbrenner und Elektroautos gleichermaßen betreffe und „schwer vorhersagbar“ sei. Diess hofft, „dass sich die Lage im nächsten Jahr von Quartal zu Quartal verbessern wird, um die Produktion auf das übliche Niveau hochfahren zu können“. Um sich in Zukunft besser abzusichern, arbeitet VW derzeit an einem eigenen Chipdesign, wo es „gute Fortschritte“ gebe. Erstmals sollen die selbst entwickelten Halbleiter im Jahr 2026 in einem Fahrzeug zum Einsatz kommen: Dem dann brandneuen Elektroflaggschiff Trinity.

Die neuen Chips „werden sehr fahrzeugspezifisch sein“, kündigt Diess an. Heutige Halbleiter kommen zu großen Teilen aus dem Bereich der Consumer Electric oder der Telekommunikation. Das erkläre auch den Mangel: „Wir müssen die vorhandenen Chipmengen mit anderen Branchen teilen. Mit eigenen, auf die Autobranche zugeschnittenen Chips können wir zudem weitere Wettbewerbsvorteile erreichen“, kündigt Diess an.

„Solch ein Bekenntnis finde ich erst einmal sehr gut“

Diess führt auch Gründe auf, warum Volkswagen auf dem Klimagipfel in Glasgow nicht der Initiative mehrerer Autohersteller beigetreten ist, bis 2035 komplett emissionsfrei zu sein. „Solch ein Bekenntnis finde ich erst einmal sehr gut“, sagt Diess. Und innerhalb des Konzerns gebe es bereits ähnliche Verpflichtungen. Porsche und Audi etwa „elektrifizieren sehr schnell“, was „typisch für den Premiumbereich“ sei.

Im Volumensegment von Volkswagen allerdings müssen auch Märkte wie Lateinamerika und Russland bedient werden, „wo die Elektrifizierung im ersten Schritt nicht so richtig sinnvoll“ sei: „In Lateinamerika etwa haben wir synthetischen Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen, sehr etabliert und CO2-frei. Es wäre dort nicht besonders sinnvoll, jetzt schnell auf Elektroautos umzusteigen, auch ökologisch nicht“, erklärt Diess. Der Umbau in Richtung CO2-Freiheit müsse regional gesehen „synchron mit den Ökosystemen“ umgesetzt werden.

Deshalb will sich Diess auch nicht festlegen, wann bei VW der weltweit letzte Verbrenner vom Band läuft. Es könne auch „2035 noch sinnvoll sein, in Lateinamerika mit nachwachsenden Rohstoffen Auto zu fahren, und dafür braucht man dort Verbrenner“, so der VW-CEO. Das gelte aber „sicherlich nicht für Europa und Deutschland: VW und Audi werden hierzulande zu diesem Zeitpunkt sicherlich voll elektrisch sein“, kündigt Diess an.

Einen Ausstieg der deutschen Autoindustrie aus der Verbrenner-Technologie schon im Jahr 2030 hält Diess für „nicht machbar“. Die große Herausforderung seien die vielen Batteriefabriken: „Die Rohstoffe müssen beschafft, neue Minen erschlossen werden“. Das sei „schon jetzt ein unglaublich angespanntes Programm“, und auch der Green Deal der EU sei „sehr anspruchsvoll“. Es gebe vielleicht „die Chance, das zu erreichen, wenn Politik und Wirtschaft sich synchron auf diese Ziele zubewegen“. Diess allerdings geht nicht davon aus, „dass wir noch schneller werden können“.

Quelle: Handelsblatt – Konzernchef Herbert Diess zu den Umbauplänen bei VW: „Es geht nicht primär um Stellenabbau“

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Roger J. Zamofing BBA/Betr.Oek.:

Wenn die VW-Vorstände Gunnar Kilian (Personal) und Manfred Döss (Ressort Integrität und Recht) nun nicht die gleichen Fehler machen, wie Ihre Vorgänger an der Q94 Bildungsmesser für Hochschulen und Industrie, dann hätte der Umbau vielleicht sogar eine gute Erfolgschance. Denn eine höhere Geschwindigkeit kann man nur mit realen und hierfür bereiten Menschen erreichen. Wir haben seinerzeit 7 Fragen zu 8 Systemqualitäten gestellt und unseren Besuchern am Stand gleich eine Auswertung geliefert. Bei Volkswagen waren drei Qualitäten arg im Minus und unsere Analysen wurden nur arrogant belächelt, da unser wissenschaftlicher Ansatz noch nicht politisch korrekt ist und im Gegensatz zu den drei aktuellen Akademien der Wissenschaft stehen. Die sind a) inhaltsleere Physik und Mathematik, b) personen-neutrale Geister-, Rechts- und Geisteswissenschaften und c) beliebige Kunst- und Kulturwissenschaft mit Ideologien und Religionen aller Art. Der Mix funktioniert nicht und ist nach 2’500 Jahren endgültig am Ende, doch niemand will genauer hinschauen und alle wollen wie bisher weitermachen. Bei Volkswagen hätte man schon einmal seit 1994 genug Zeit gehabt, die drei mangelhaften Systemqualitäten zu beseitigen und der Diesel-Skandal mit Milliarden-Schäden hätte für alle Betroffenen und Beteiligten gar nicht sein müssen. Dies müsste man heute einem Manfred Döss nochmals ganz konkret klarmachen, damit er sein Amt auch mit einem Massstab ausfüllen kann, der messbar dem LEBEN möglichst vieler Menschen dient. Aber auch die Ein- und Ausbildung muss neue Wege gehen, damit ganz schnell die richtigen Leute am richtigen Platz stehen. Hierfür braucht es eine neue und d) persönlich relevante Wissenschaft, welche mit Realitäten, Virtualitäten und vor allem der Wirklichkeit (Naturgesetze) des Lebens konstruktiv umgehen kann. Da genügt banale Massenpsychologie und all die Auswahlverfahren eben nicht, um zielsicher Hochleistungsteams zusammenzubringen, wie das mein Partner und ich seit 1979 resp. 1990 eben können und trotzdem nicht dürfen… Jedenfalls bleibt für Menschen vor allem in Europa nur der Weg zur Funktionsgerechtigkeit mit persönlicher Relevanz hin zur Aufgaben und individuellen Lebenserfüllung. Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter und die Arbeit muss anderweitig strukturiert werden. Hier ist ein anderer Ansatz im Umgang mit Menschen entweder der Stolperstein oder der Eckstein. Bisher waren bei VW vor allem Stolpersteine der Wegweiser, die niemand als Ecksteine rechtzeitig und projekt-orientiert verstanden hat oder haben wollte. Wir sind zwar beide jetzt über 70 Jahre alt, doch für eine Arbeit an neuen Grundlagen mit einer weitgehend instrumentalisierten Plattform sind wir auch jetzt wieder verfügbar und bereit. Wie gesagt, der Schlüssel ist nicht die Technik (wo der Vorsprung längst von anderswo kommt), sondern die realen MENSCHEN im Konzern, welche endlich einen weiterführenden Denkansatz verdient haben. Mit Themen-Diktaturen ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen und in einer vernetzten Welt sind Beziehungen und Beziehungswahrheiten alles und nur so lassen sich politisch korrekte Manipulationen mit reinen Projektionen überwinden aus aus jedem Mitarbeiter das Maximum gewinnen. Es gibt übrigens drei einfache Fragen an jeden Betroffenen und Beteiligten: a) Welche Aufgabe hast Du zu erfüllen, b) Was unterdrückst Du, bzw. was versiegelst Du oder bringst es zum Versiegen, c) Was kannst Du nicht verstehen. Wer diese nicht sofort zu beantworten weiss, der ist und bleibt ein Dummkopf…

Birger:

Richtig, ein Bauingenieur sollte auch Häuser entwickeln und planen. Damit das Handwerk diese Häuser baut, aber dafür brauchte immer noch viele Arbeiter, oder?

Bernhard:

Hast Du da nicht eine etwas kleinkarierte Sichtweise? Maschinenbau ist nicht nur Autobau sondern wesentlich vielschichtiger. Und heute sitzt ein Maschinenbauer hauptsächlich am PC und arbeitet mit Software und nicht mit der Feile an einem Werkstück. Und jeder Ingenieur hat solch ein Grundwissen, daß er jederzeit in anderen Branchen arbeiten kann.
Ich selbst bin Bauingenieur und sitze 90 % meiner Tätigkeit auch nur am PC. Ich habe noch nie Kies geschaufelt oder Wände hochgemauert. Wenigsten sind die restlichen 10 % Baustellenbesuche bei denen ich mich mit Praktikern im Handwerk austauschen kann.

Daniel W.:

Die Kumpel im Ruhrgebiet waren sicher auch stolz auf ihre Arbeit, aber …

Ruhrgebiet: Zukunft nach der Kohle

Ohne Investitionen ist solch ein Wandel nach dem Kohleausstieg schwer zu schaffen. Das hat auch unser Besuch im Ruhrgebiet deutlich gemacht. Dort wurde für den jahrzehntelangen Weg aus dem Steinkohlebergbau viel Geld gezahlt. Zum Beispiel an die Menschen, die in der Kohle gearbeitet haben. Anpassungs- und Übergangsgelder federten die Härten des Wandel ab. Und es wurden neue Jobmöglichkeiten geschaffen. Heute gibt es im Ruhrgebiet mehr Stellen im Dienstleistungssektor als in der Kohle weggefallen sind.

(Quelle: blog.wwf.de/ruhrgebiet-zukunft-nach-der-kohle/ – 2. Mai 2018)

… heute gibt es mehr und saubere Jobs als damals.

Bei der Kohle im Ruhrgebiet (wie auch bei Kernkraft und Verbrennern) gibt es gravierende Spätfolgen durch die vielen Stollen im Untergrund, die noch lange Zeit viel Geld kosten.

… die RAG Stiftung. Sie setzt sich mit den Konsequenzen des jahrzehntelangen Bergbaus auseinander. Zum Beispiel mit einem aufwändigen Wassermanagement für die vielen Schächte, die das Ruhrgebiet Region unterhöhlen. Sie haben mancherorts dafür gesorgt haben, dass die Erde – mitsamt der Häuser auf ihr – einige Meter tiefer sank. „Ewigkeitsfolgen“, so der passende Name.

(gleiche Quelle wie oben)

Ähnlich wie bei den Kumpels und ihren Jobs im Ruhrgebiet, so dürfte es auch bei den Mitarbeitern in der Automobil- und Zulieferer-Industrie sein, nachher wird es besser für die Menschen, ihre Jobs und die Umwelt.

Den bisher angerichteten Schaden durch die massive Erdölnutzung müssen allerdings noch viele Generationen tragen, so wie beim Atommüll und den Stollen im Ruhrgebiet.

Mike:

Und was ist mit den ganzen Berufsanfängern, die bis 2025 und 2029 dazu kommen?

Zusätzlich nimmst du einfach so an, dass die 40.000 Leute vom Automobilbau einfach zur Windkraft wechseln können oder wollen.

Mike:

Ich wünsche keinem, dass sich der Absatz von Fahrzeugen halbiert, dass ist die Branche mit einer sehr guten Bezahlung.
Schonmal daran gedacht, dass die meisten Leute gerne in der Automobilindustrie arbeiten und stolz auf ihre Produkte sind?

Daniel W.:

Nachtrag:

Und was passiert, wenn die Zahl der Autos halbiert wird?

Dann bräuchte man noch 200.000 Mitarbeiter in der Autoindustrie, die anderen könnten Wärmepumpen, Speicher- und Dämmsysteme für Millionen Haushalte, 4-Rad-Pedelecs als Auto- und Lieferfahrzeugersatz in den Städten bauen. Dazu noch viele Berater, Dienstleister usw.

Einfach etwas weiter denken und die vielen Möglichkeiten sehen.

In den letzten Jahrhunderten sind viele Arbeitsplätze weg gefallen und trotzdem geht es uns jetzt besser.

Daniel W.:

Mal einige Zahlen.

Rund 613.000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen nach einer Studie des Ifo-Instituts am Bau von Benzin- und Dieselautos. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität stünden 2025 „zwischen 29 Prozent und 36 Prozent der betroffenen Beschäftigten zur Disposition“, also bis zu 221.000 Beschäftigte, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Ifo-Studie im Auftrag des Verbands der Automobilindustrie (VDA).

Auch wenn etwa 86.000 der potenziell Betroffenen bis dahin in Rente gehen könnten, bleibe eine große Lücke: Annähernd 100.000 Menschen müssten bald eine neue Beschäftigung finden, sagte Studienleiter Professor Oliver Falck.

(Quelle: focus.de – 06.05.2021)

Bis 2025 (in 4 Jahren) gehen 86.000 in Rente, bis 2029 (in 8 Jahre) wären es dann rund 170.000.

Der Zusammenbruch beim Windkraftausbau hat die einst boomende Branche schwer getroffen. Bis zu 40.000 Arbeitsplätze sind schon verschwunden oder drohen verloren zu gehen, geht aus Branchenschätzungen hervor.

(Quelle: zdf.de – 18.08.2020)

170.000 Rentner in der Autoindustrie bis 2029 und 40.000 neue Arbeitsplätze in der Windkraftbranche schaffen, das wären etwa 210.000 der rund 613.000 Arbeitsplätze der Autoindustrie in Deutschland und mit dem Rest von rund 400.000 werden dann E-Autos und Batterien gebaut.

Mike:

Und diese 700.000 Jobs kannst du auch ohne komplette Umschulung migrieren?
Ein Maschinenbauer wird wahrscheinlich nicht zum Softwareentwickler umschulen, sondern will weiterhin Maschinenbau betreiben.

Daniel W.:

Brauchen wir in Deutschland wirklich über 40 Mio. Autos?

Die Krise bei den Autos sollte man angesichts der kommenden Klimakatastrophen als Chance sehen und die Zahl der Autos halbieren – und diese sollten auch einige Nummern kleiner auffallen.

Die Zeiten der autogerechten Städte mit breiten Straßen und großen Parkplätzen sind vorbei.

Wissenschaftlern zufolge dürften etwa 700.000 Jobs bei Autoherstellern, Zulieferern, Werkstätten usw. wegfallen, wenn es nur noch E-Autos gibt, aber auch etwa 700.000 Jobs in anderen Bereichen dazu kommen.

Der Klimaschutz kostet keine Arbeitsplätze, er verlagert sie nur in zukunftsträchtigere Bereiche, schafft eine saubere Umwelt für alle und sichert das Überleben der Menschheit – wenn auch alle mitmachen.

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