Weißes Haus stellt Plan zum Ausbau des E-Ladenetzes vor

Weißes Haus stellt Plan zum Ausbau des E-Ladenetzes vor
Copyright:

shutterstock / 1062500954

Iris Martinz
Iris Martinz
  —  Lesedauer 2 min

Mit dem „Biden-Harris Electric Vehicle Charging Action Plan“ möchte das Weiße Haus die Ladeinfrastruktur in den USA massiv ausbauen. 7,5 Milliarden Dollar werden investiert, um das US Ladenetzwerk von derzeit etwa 100.000 auf 500.000 Ladepunkte zu erweitern. Zum Vergleich: Europa und UK kommen heute bereits auf 321.000 Ladepunkte.

Derzeit läuft ein Konsultationsprozess mit den Vertretern der Branche, um die Anforderungen zu verstehen und um sicherzustellen, dass das verfügbare Geld auch wirklich verbaut wird. Gespräche geführt werden mit nationalen und lokalen Regierungsvertretern, Herstellern, Umweltschutzorganisationen, NGOs und Vertretern der Indigenen. Ein eigenes Beratungsgremium für Elektrofahrzeuge wird geschaffen, welches Ende des ersten Quartals 2022 die Arbeit aufnehmen soll. Über ein eigenes Portal können Interessensvertreter ihre Ideen übermitteln. Zusätzlich wird eine gemeinsames Büro für Energie und Transport etabliert, um Resourcen, Talente und Expertise zu bündeln. Dieses Büro wird sicherstellen, dass die betroffenen Agenturen besser zusammenarbeiten, und als „one-stop-shop“ für alle relevanten Themen agieren.

Für Staaten und Städte werden ein umfassender Leitfaden und entsprechende Standards erarbeitet, damit Ladepunkte strategisch im Rahmen des nationalen Netzwerkes entlang der Autobahnen entwickelt werden. Der Fokus liegt auf benachteiligten und ländlichen Gebieten und der Möglichkeit, mehr privates Kapitel in den Ausbau des Ladenetzwerkes zu bringen. Auch die intelligente Integration der Ladepunkte in das Stromnetz sind Thema des Leitfadens. Spätestens am 13. Mai möchte das Verkehrsministerium nationale Standards für Ladepunkte veröffentlichen, um die Funktionsfähigkeit, die Sicherheit und die Zugänglichkeit sicherzustellen. Für die Autobahnen wurden bereits sogenannte „Alternativ-Treibstoff-Korridore“ erstellt, ein Ausbauplan, der garantieren soll, dass man die gesamte USA durchgängig mit alternativ betriebenen Fahrzeugen – auch Elektroffahrzeugen – durchqueren kann.

Um die Wertschöpfung im Land zu sichern, werden außerdem Gespräche mit heimischen Herstellern und der Autoindustrie geführt. Es soll jene Ladeinfrastruktur identifiziert werden, die die nationalen Anforderungen des USDOT Buy America erfüllen, einem Plan zur öffentlichen Beschaffung von amerikanischen Produkten. Alle Herstellungsprozessstufen sollen in den USA stattfinden, auch Förderungen gibt es nur für den Kauf von amerikanischen Elektrofahrzeugen.

Quelle: elektrek.co – White House releases plan to grow US’s EV charging network to 500.000 stations

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Fastned: Netzanschlüsse bremsen den Ladeausbau

Fastned: Netzanschlüsse bremsen den Ladeausbau

Sebastian Henßler  —  

Linda Boll, Deutschlandchefin bei Fastned, sieht in den Netzanschlüssen die größte Hürde. Neue Verfahren könnten den Ausbau um bis zu zwei Jahre verzögern.

Amperfied überträgt das HEIDELBERG-Prinzip auf Ladetechnik

Amperfied überträgt das HEIDELBERG-Prinzip auf Ladetechnik

Sebastian Henßler  —  

Vom Druckmaschinengeschäft gelernt: Amperfied überträgt das HEIDELBERG-Prinzip garantierter Performance auf Ladetechnik und trägt so das Technologierisiko.

Shell-Studie: E-Auto-Fahrer wollen elektrisch bleiben

Shell-Studie: E-Auto-Fahrer wollen elektrisch bleiben

Daniel Krenzer  —  

89 Prozent der E-Auto-Fahrer ziehen erneut ein Elektroauto in Betracht. Die Shell-Studie 2026 zeigt zudem Trends bei Laden, Kosten und Flotten.

Studie: E-Auto-Fahrer nutzen im Schnitt drei Ladedienste

Studie: E-Auto-Fahrer nutzen im Schnitt drei Ladedienste

Sebastian Henßler  —  

Standort, Zuverlässigkeit und App entscheiden, welcher Ladedienst bevorzugt wird. Der Preis zählt vor allem bei der Wahl und verliert danach an Bedeutung.

Urteil setzt Roaming-Aufschlägen Grenzen: Wird Laden nun günstiger?

Urteil setzt Roaming-Aufschlägen Grenzen: Wird Laden nun günstiger?

Daniel Krenzer  —  

Ein Urteil gegen EWE Go setzt hohen Roaming-Aufschlägen Grenzen. Für Ladekarten und eMSPs könnte das weitreichende Folgen haben.

Lademarkt-Report: DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt als AC

Lademarkt-Report: DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt als AC

Tobias Stahl  —  

DC-Ladepunkte machen nur ein Drittel der öffentlichen Ladeinfrastruktur aus, sind aber für über 70 Prozent der Ladevorgänge verantwortlich.

Tibber: Viele E-Auto-Haushalte zahlen zu hohe Netzgebühren

Tibber: Viele E-Auto-Haushalte zahlen zu hohe Netzgebühren

Sebastian Henßler  —  

Zwischen 110 und 190 Euro pro Jahr könnten Haushalte mit E-Auto sparen. Weil die Anmeldung für Modul 1 nur über Fachbetriebe läuft, verzichten viele darauf.