VW ID. BUGGY – so fährt sich der Elektro-Strandbuggy von Volkswagen

VW ID. BUGGY – so fährt sich der Elektro-Strandbuggy von Volkswagen
Copyright:

Volkswagen AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 4 min

Mit dem ID. Buggy knüpft VW an das Kultkonzept der kalifornischen Dune-Buggys der 1960er-Jahre an. Diese Woche war er erstmals auf den Straßen und an den Stränden Kaliforniens unterwegs und durfte beweisen, was man vom E-Buggy auf MEB-Basis erwarten darf.

Die Vielseitigkeit des modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) von Volkswagen wird mit dem ID. BUGGY zweifellos unter Beweis gestellt. Auch bekommt man aufgezeigt, wie viel Spaß emissionsfreie Mobilität machen kann – wie uns ein aktueller Fahrbericht von GreenCarReports aufzuzeigen weiß.

ID. BUGGY – Testfahrt mit Abstrichen

Rein elektrisch haben diese den ID. BUGGY einige Kilometer entlang der nordkalifornischen Küste bei Monterey gefahren. Laut VW bringt es der ID. BUGGY auf 250 km nach WLTP-Zyklus, bezieht dafür seine Energie aus einer platzsparend im Fahrzeugboden angeordneten Hochvolt-Flachbatterie mit 62 kWh. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 160 km/h elektronisch geregelt. Wobei die erste Testfahrt mit maximal 40 km/h absolviert werden durfte. Kaum genug, um den Elektro-Strandbuggy auf Herz und Nieren zu testen.

In Serie liefert ein Elektromotor 150 kW / 204 PS und ein maximales Drehmoment von 310 Nm aus dem Stand. Die Studie sprintet in nur 7,2 Sekunden von null auf 100 km/h; die spätere Serie wahrscheinlich auch. Obwohl der ID Buggy vom Heck aus mit dem erwähnten 150-kW-Motor angetrieben wird, sagt VW, dass die Pläne für die Plattform auch einen vorne montierten 75-kW-Motor für einen möglichen Allradantrieb vorsieht.

Abgesehen von der beschränken Dauer der Ausfahrt, sowie dem gedrosselten E-Motor war alles im Konzeptfahrzeug funktionsfähig. Tacho, Lenkung, Lenkradsteuerung, Gaspedal und Bremsen funktionierten reibungslos, abgesehen von etwas längerem Pedalweg und überhaupt keinem regenerativen Bremsgefühl.

Der Buggy kroch langsam im „Leerlauf“, beschleunigte aber selbstbewusst auf 35 km/h und schleppe die 560 Kilogramm schwere Batterie mit sich herum. Die Testfahrer äußerten die Vermutung, dass es der ID. BUGGY insgesamt auf 1.500 kg bringt – wurde vonseiten VW unkommentiert gelassen.

Und dennoch kommt man zu dem Fazit: „Selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten ist klar, dass der ID Buggy und seine MEB-Plattform bereit sind, auf der größten Bühne der Welt zu tanzen.“

Weniger ist mehr – beim VW ID. BUGGY erst recht

Laut Volkswagen führt der bewusste Verzicht auf Türen und Dach dazu das perfekte Fahrerlebnis am Strand zu erleben. Zu den Offroad-Features gehören serienmäßige 18-Zoll-Räder und BFGoodrich All-Terrain T / A®-Offroad-Reifen (255/55 vorne und 285/60 hinten) sowie ein solider Unterbodenschutz aus Aluminium. In die Stoßstangen sind zwei robuste rote Stahlösen zum Abschleppen integriert. Der verstärkte Windschutzscheibenrahmen und der Überrollbügel bieten perfekten Insassenschutz.

Im Innenraum überzeugt der ID. BUGGY durch minimalistische Ästhetik und wasserdichte Materialien aus. Das Multifunktionslenkrad ist mit wasserabweisendem Nappaleder bezogen. Es verfügt über Touch-Bedienelemente und ein digitales Kombiinstrument. Der in einer Aluminium-Stahl-Kunststoff-Mischbauweise hergestellte Karosserieverbund ist selbsttragend. Dank des modularen Aufbaus kann der obere Karosseriebereich vom MEB-Chassis gelöst werden.

Somit setzt der VW Konzern ein deutliches Zeichen in Richtung externer Partner, Kleinserienhersteller und Start-ups und unterstreicht seinerseits, was mit der MEB-Plattform möglich ist, welche man auch für den Wettbewerb zugänglich machen möchte. Mit der e.GO Mobile AG hat VW seinen ersten externen Partner gefunden, der für ein künftiges E-Auto auf die MEB-Plattform von VW setzen möchte. Ford hat erst kürzlich nachgezogen und wird ebenfalls ein E-Auto auf MEB-Basis auf die Straße bringen.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 16. August 2019 // GreenCarReports – First drive review: VW ID Buggy heads for the hills with MEB sharable electric car platform

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.