Volvo und Northvolt: Bau der 50-GWh-Zellfabrik kann starten

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NOVO

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Es geht los: NOVO Energy, ein Joint-Venture des Batterieherstellers Northvolt und dem Autohersteller Volvo, hat vom schwedischen Land- und Umweltgericht die Genehmigung erhalten, seine Batterie-Gigafactory neben dem Volvo Cars-Werk in Torslanda, Göteborg, zu errichten. „Das ist ein Meilenstein für uns. Jetzt können die Arbeiten wirklich beginnen und wir können damit loslegen, den Boden für Schwedens zweite und Göteborgs erste Gigafactory für die grünen Batterien der Zukunft zu bereiten“, kommentiert Adrian Clarke, CEO von NOVO Energy, in einem Posting von Northvolt auf Linkedin.

Bereits Anfang 2022 hatten die beiden Unternehmen die Gigafactory NOVO angekündigt. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Volvo Cars und Northvolt und soll mit mehr als 3000 Mitarbeitern und einer anvisierten Jahreskapazität von bis zu 50 GWh eine der größten Zellproduktionsanlagen Europas sein – das entspricht der Batteriekapazität von mehr als einer halben Million Elektroautos pro Jahr. Der Produktionsstart ist für 2026 geplant, ein Jahr später als noch vor einem Jahr kommuniziert.

Insgesamt wollen die beiden Partner rund 30 Milliarden Schwedische Kronen (etwa 2,6 Milliarden Euro) in die gemeinsame Batterieentwicklung und -produktion investieren, hieß es in der ursprünglichen Mitteilung. Die neue Batteriefertigung und die enge Zusammenarbeit mit Northvolt sind wichtige Bausteine im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie von Volvo, wie der Autohersteller mitteilt: Die schwedisch-chinesische Marke will ab 2030 ausschließlich und „ohne wenn und aber“ vollelektrische Fahrzeuge produzieren und verkaufen. In dem neuen Werk sollen die Batteriezellen für die nächste Generation der rein elektrischen Volvo und Polestar Modelle gefertigt werden.

Anbindung an bestehende Infrastruktur

Der gewählte Standort in Göteborg biete mehrere Vorteile, so die beiden Unternehmen: Neben dem direkten Zugang zum Volvo-Werk Torslanda seien die notwendige Infrastruktur, erneuerbare Energieversorgung und qualifizierte Fachkräfte verfügbar. Auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Volvo Cars und Northvolt befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Eine nachhaltige Produktion sei das Fundament der Partnerschaft zwischen Volvo Cars und Northvolt. Das neue Batteriewerk werde deshalb ausschließlich mit fossilfreier Energie betrieben – der Schwerpunkt liege dabei auf erneuerbaren Energien aus der Region. Technische Lösungen sollen zudem eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen und die Ressourceneffizienz verbessern.

Auf die Batterieproduktion entfällt ein Großteil der CO2-Emissionen, die ein Elektroauto über seinen Lebenszyklus hinweg verursacht. Durch die Zusammenarbeit mit Northvolt und die Produktion in unmittelbarer Nähe der europäischen Fertigungsstätten wollen Volvo und Polestar ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren.

Quelle: Northvolt – LinkedIn / Volvo – Pressemitteilung vom 04.02.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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