Volvo setzt auf Blockchain-Technologie um recyceltes Kobalt nachzuverfolgen

Volvo setzt auf Blockchain-Technologie um recyceltes Kobalt nachzuverfolgen
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Volvo ist nicht der erste Automobilhersteller, welcher die Blockchain-Technologie, in die eigenen Prozesse integrieren will. Aber sicherlich einer derjenigen, welcher ein vernünftiges Einsatzgebiet dafür gefunden hat. Künftig will man mithilfe von Blockchain-Technologien transparent und nachvollziehbar machen, woher das Kobalt in den eigenen Akkus stammt. Verwenden wird man hierzu die Technologie der britischen Blockchain-Firma Circulor.

Ziel ist es die volle Transparenz bei der Herkunft des Rohstoffes zu erzielen. Hierzu hat man „über einen Zeitraum von zwei Monaten bis zum 27. Juni Kobalt von einem chinesischen Recyclingwerk zu Volvo Cars Zhejiang zurückverfolgt“, so Volvo gegenüber Reuters. Volvo will diese Technologie nicht nur für die eigenen PHEV und E-Autos einsetzen, sondern auch für die Elektroauto-Tochter Polestar. Zudem arbeitet man mit Ford, IBM, LG Chem aus Südkorea und Huayou Cobalt aus China zusammen, um das aus dem Kongo gelieferten Kobalt auf seine Herkunft zu überprüfen.

Im Kongo lagert rund die Hälfte der weltweiten Reserven des wertvollen Rohstoffs. Doch die Arbeitsbedingungen, unter denen das silbrig-graue Metall abgebaut wird, sind teilweise lebensgefährlich. Kinderarbeit ist dabei nur eines der Themen, welches im Zusammenhang mit dem Abbau des Metalls aufkommt. Automobilhersteller stehen ihrerseits unter Druck nachzuweisen, dass das Metal nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert wird.

Erwähnen sollte man allerdings auch, dass mithilfe von Blockchain nicht garantiert werden kann, ob nicht doch Rohstoffe aus unfairen Bedingungen in die Lieferkette kommen. Doch zumindest lasse sich so die Durchsetzung von Standards forcieren, meint Doug Johnson-Poensgen, CEO von Circulor.

Circulor arbeitet ebenfalls mit BMW zusammen und ermöglicht es diesen den Weg von Kobalt zurückverfolgen. Das Startup gibt dabei nachhaltigem Kobalt, dass aus Australien, Kanada oder aus industrieller Produktion aus dem Kongo kommt einen Barcode. Dieser Barcode wird dann in eine Blockchain geschrieben. Dadurch lässt sich der Weg des Kobalts vom Abbau bis zum finalen Einsatzort nachverfolgen. In der Blockchain lässt sich ein einmal geschriebener Barcode nicht mehr verändern, Manipulation wird dadurch ausgeschlossen.

Quelle: Trending Topics – Auto-Akkus: Volvo will recyceltes Kobalt per Blockchain tracken

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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