Verwirrung um den VW ID.2: ob, wann und wie er kommen soll

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Volkswagen

Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Im September 2021 hat VW auf der IAA in München die Studie eines elektrischen Kleinwagens vorgestellt. Der ID.Life sollte 2025 auf den Markt kommen und ab 20.000 Euro erhältlich sein. Unterschiedliche Medien berichten jetzt, der ID.Life sei Geschichte. Auf Nachfrage des Magazins „Auto Motor Sport“ dementiert VW solche Gerüchte. Vielmehr werde noch am Design des Kleinwagens gefeilt, der aller Wahrscheinlichkeit nach als ID.2 2025 in die Läden kommen wird.

Sowohl „Automobilwoche“ als auch „Ecomento“ hatten berichtet, dass das Design des ID.Life VW intern durchgefallen wäre. Das Team um Design-Chef Jozef Kaban hätte den Auftrag erhalten, einen moderneren Entwurf zu liefern, hin zu einem fünftürigen Schrägheckmodell á la Polo. Der auf der IAA vorgestellte Prototyp entsprach jedoch genau diesen Vorgaben, weshalb die Verwirrung perfekt war. Andererseits hatte wohl niemand damit gerechnet, dass das Design des Prototypen 1:1 in die Serie übernommen wird. Das ist auch bei anderen Herstellern nicht üblich. Es erscheint daher logisch, dass die Designer bis zum geplanten Start der Baureihe auf modifizierter MEB-Basis die Optik nochmal überarbeiten.

Der „ID.2“ soll die elektrische Modellfamilie „ID“ nach unten hin ergänzen. Mit einer Länge von 4,10 Metern und einer Breite von 1,75 Metern ist der aktuelle Polo – das Role Model des ID.2 – um gute 20 Zentimeter kürzer und sechs Zentimeter schmaler als der ID.3. Anders als die größeren Brüder soll der ID.2 aber über Frontantrieb verfügen.

VW selbst dementiert jegliche Gerüchte hinsichtlich des ID.Life. Im Gegenteil, die Studie sei „sowohl intern als auch extern extrem gut angekommen„, wird ein Sprecher von VW zitiert. Das Serienmodell wird wohl anders aussehen als das Konzeptauto, was keine wirkliche Überraschung ist. Wie viel aus der Studie übernommen wird und wie viel ID-Markengesicht zum Einsatz kommt, wird man spätestens 2025 sehen.

Mit widersprüchlichen Ankündigungen und Aussagen heizt VW die Gerüchteküche rund um die MEB-Einsteigermodelle immer wieder selbst an. Im Frühjahr 2021 hieß es, ein ID.2 würde 2025 kommenIm Sommer dann, 2025 werde der ID.1, ein fünftüriges CUV im Taigo-Format vorgestellt und erst zwei Jahre später der ID.2 als Urban Hatchback – das Schrägheckmodell. Nun scheint es, als wäre die Reihenfolge doch wieder umgekehrt.

Quelle: auto-motor-sport.de – Für die Tonne entworfen?

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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Draggy:

Mal andere Leute zu fragen würde der Autoindustrie helfen. Seit 10 Jahren sieht alles nur noch nach „13 Jähriger übergewichtiger Edgelord mit Linkinpark“ aus.

Draggy:

War wohl nicht nahe genug an der aktuellen Designlinie UGLY oder „Gaming Maus von 2000“ die alle Hersteller Grad fahren.
Ohne das Doppelkinn und einfach Runde Scheinwerfer und das Teil wäre annehmbar gewesen.

Yoyo:

Ach Egon, da kommt gar nix.

David:

Twitter-Umfragen. Man, man, man. Was soll da rauskommen? Da wollen alle einen Kombi, eine Hängerkupplung und alle das Auto exakt so wie die Studie. Warum? Weil sich besonders die Minderheiten melden, die ein Thema aber kein Geld haben. Es geht nicht an die echte Käufergruppe in der echten Kaufvorentscheidungsphase mit dem daraus folgenden preislichen Impact vor Augen. Deshalb machen Hersteller das anders: Sie zeigen das geänderte Design in einer sog. Car Clinic oft auch zufälligem Publikum, aber besonders Neuwagenkäufern des letzten Modells, also T6, T6.1 oder T7. Die zeigten sich offenbar dafür aufgeschlossen.

Anonymous:

Vielleicht kannst Du Deinen Boss ja mal überreden so eine Twitter Umfrage zu starten:

iD Buzz:
– lieber wie Studie?
– oder lieber wie Resultat?

Ihr würdet Euch wohl beide sehr wundern, darauf kannst Du Deinen Porsche wetten – ach nein, Wetteinsatz – daß geht ja nur mit Dingen, die einem wirklich gehören ;-)

David:

Das hin und her mit den zeitlichen Verzögerungen, ist für die Gesamtsituation sehr gut.

Da ging es aber um die Entwicklungshoheit, die erst VW hatte, dann an SEAT gegeben hat und schließlich wieder zurück genommen hat. Diese Designretusche dagegen ist ein aufgebauschter Tatbestand. Der Wagen ist ja eine Studie und man hat das Team wohl nur gebeten, dem Endprodukt mehr das Familiengesicht zu geben als Retroanklänge überzubetonen. Da hat man vom ID.Buzz gelernt, dessen Marktversion viel weniger Retro ausfällt als in ersten Studien, der aber dennoch hochattraktiv ist.

Eine Chipverfügbarkeit sowie großzügige Kapazitäten zur Produktion preisgünstiger Akkus werden eh erst wieder 2025 zur Verfügung stehen. Nach rechts und links zur Konkurrenz schauend, kenne ich niemanden, der ein Fahrzeug der 20.000 € Klasse vor diesem Zeitraum bringt. Selbst ein US-amerikanischer Schreihals hat unlängst kleinlaut zugegeben, ein $ 25,000-Auto wird aktuell nicht entwickelt. Damit ist auch schon verraten, dass dieser kleine Elektro VW den Händlern aus den Händen gerissen wird.

steinpilz:

mal sehen was als 1. kommt ID2 oder Model Q ??

egon_meier:

Setzen wir uns einfach mal gemütlich in den Sessel und warten wir ab, was da kommt …

Tom62:

Die(s)s kann das Licht ins Dunkel bringen… ;)
https://futurezone.at/produkte/volkswagen-vw-id-life-elektro-kleinwagen-neues-design-studie-konzept/401916271
So ein „Tresen auf Räder“ ist heutzutage richtig schwer zu verschmerzen…

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