V2H: Ford ermöglicht mit E3/DC bidirektionales Laden

V2H: Ford ermöglicht mit E3/DC bidirektionales Laden
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Wer eines der neuen Elektroautos von Ford nutzt, eine Solaranlage betreibt und ein Hauskraftwerk des Anbieters E3/DC installieren lässt, kann sein Fahrzeug ab Januar 2025 ab sofort auch als Speichererweiterung fürs Haus einsetzen. Sowohl der Ford Explorer als auch der neue Ford Capri sind für bidirektionales DC-Laden freigegeben und unterstützen damit die Energiewende, so Ford in einer aktuellen Mitteilung.

Zunächst lädt die häusliche Photovoltaikanlage die Batterien des Explorer und Capri mit Solarenergie, klärt Ford Neulinge der Technologie auf. Im Gegenzug stellen die Elektroautos bei Bedarf Energie für die Nutzung im Haus zur Verfügung. Das entlastet die Stromnetze und den Geldbeutel durch verstärkte Nutzung der selbsterzeugten Solarenergie, die sonst ins Netz abgegeben werden würde.

E3/DC stellt mit der bidirektionalen Ladelösung Edison V2H (für Vehicle-to-Home) die technische Erweiterung für das Hauskraftwerk zur Verfügung. Geschulte E3/DC-Fachpartner installieren die DC-Ladestation beim Kunden. Die Partnerschaft von Ford und E3/DC erstreckt sich neben Deutschland auch auf Österreich und die Schweiz.

Durch das bidirektionale Laden haben Elektroautos auch im Stillstand eine wichtige Funktion: Sie dienen in Wohn- und Gewerbebauten als zusätzlicher Speicher für erneuerbare Energien. So helfen sie, die Stromerzeugung vor Ort flexibel an den aktuellen Bedarf anzupassen. Die große Kapazität der Fahrzeugbatterie ergänzt den stationären Speicher und erhöht damit die Sicherheit bei Netzausfällen entscheidend.

Die Möglichkeit, gespeicherten Solarstrom gezielt in die Gebäudeversorgung einzubringen, besteht demnach allerdings nur für Modelle mit einer Extended Range Batterie. Für die Hochvoltbatterie im Fahrzeug gelte eine einstellbare Entladeuntergrenze von mindestens 20 Prozent, damit es ständig fahrbereit bleibt.

Die Ladelösung Edison V2H besteht aus der bidirektionalen DC-Ladestation Edison connect und dem DC/DC-Wandler Edison Power. In Kombination mit einem neuen Hauskraftwerk S10E Compact ist die Option Edison V2H über E3/DC-Fachpartner ab Januar bestellbar.

Für die Zukunft setzt E3/DC zudem auf das prognosebasierte Laden und die aktive Nutzung dynamischer Stromtarife. Auf diese Weise kann in der dunkleren Jahreszeit mit wenig Solarertrag, aber hohem Windstromangebot sowohl der stationäre Speicher als auch die größere Fahrzeugbatterie geladen werden. Die gespeicherte Energie lässt sich im Haus dann preiswert in Phasen hoher Strompreise nutzen. Dies verspricht eine deutliche Kostensenkung und trägt zur Stabilität der Stromnetze bei.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 27.01.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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