UZE Mobility wählt Bremen als Firmenstandort aus und erhält finanzielle und infrastrukturelle Unterstützung

UZE Mobility wählt Bremen als Firmenstandort aus und erhält finanzielle und infrastrukturelle Unterstützung
Copyright:

UZE Mobility

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

UZE Mobility, eine Ausgründung der RWTH Aachen, bietet eigener Aussage nach kostenlose Elektromobilität für Jedermann an. Mit diesem Konzept konnte man vor kurzem Fahrzeug-Werke LUEG AG, einem der größten Vertriebspartner der Daimler AG in Deutschland, als Investor überzeugen. Nun steht auch der Standort des Unternehmens fest: Bremen.

Ab Dezember 2018 soll der erste Pilot mit rund 50 Fahrzeugen, die sich Endnutzer für Umzüge, Großeinkäufe und andere Transporte kostenfrei ausleihen können starten. Eingesetzt werden die StreetScooter der Deutschen Post. Ab 2019 wird dann das neue Hauptquartier in der Freie Hansestadt bezogen.

Unterstützung erhält das Start-Up UZE Mobility durch die Stadt Bremen sowohl in infrastruktureller als auch finanzieller Form. Die Freie Hansestadt erhofft sich dadurch an den Erfahrungen des Unternehmens zu partizipieren den innerstädtischen Verkehr zu verschlanken und smarter zu machen. Genau das ist das Ziel, welches UZE Mobility neben dem kostenlosen, durch Daten finanzierten Verleih von e-Transportern an Privatpersonen und Unternehmen, erreichen will.

Durch eine sogenannte Open Innovation Plattform sollen alle Verkehrs- und Fahrzeugdaten gesammelt und analysiert werden, um gemeinsam mit den tragfähigsten Mobilitätslösungen anderer Anbieter den innerstädtischen Verkehr zu verschlanken und smarter zu machen. Das Start-Up möchte den gesamten Verkehr in den Städten effizienter machen und die Verkehrsbelastung reduzieren.

„Wir begrüßen den ganzheitlichen Ansatz von UZE Mobility, die Verkehrsdaten zu nutzen, um die Elektromobilität mit digitalen Geschäftsmodellen auf ein neues Level zu heben. Damit stellt UZE Mobility einen wichtigen Baustein dar, mit dem wir Bremen zum Vorbild für smarte und digitale Städte machen können. Es geht dabei um deutlich mehr als um die Reduzierung von Auspuffgasen und Verkehrslärm.

Unternehmen wie UZE Mobility entwickeln Lösungen, die in der ganzen Welt gefragt sind. Wir freuen uns sehr auf ein neues Unternehmen in Bremen, das neue, innovative Mobilitätslösungen auf die Straße bringt. Das wird Bremen als Innovationsstandort auch insgesamt weiter stärken.“ – Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen

Der gebürtige Bremer Dr. Dr. Alexander Jablovski, CEO und Geschäftsführer von UZE Mobility, zeigt sich dankbar für die Unterstützung und Offenheit für neue Ideen seitens der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) und der Förderbank BAB. Überzeugt habe man das junge Unternehmen mit den Aktivitäten zu neuen Mobilitätskonzepten wie der Zukunftsinitiative `Smart-Digital-Mobil´ und dem Masterplan `Green City´.

„Daten sind die Zukunft und das Benzin der smarten Cities. Doch Technik alleine genügt nicht, sie muss auch angewendet werden. Daher werden wir ein Informationszentrum in Bremen einrichten, bei dem sich Bürger und Unternehmen über e-Mobilität, die Digitalisierung des Verkehrs, autonomes Fahren und smarte Städte informieren und einbringen können.“ – Sebastian Thelen, Digitalchef und Geschäftsführer von UZE Mobility

Bremen unterstützt UZE Mobility im Rahmen seiner Smart City Aktivtäten und dem Masterplan „Green City“ in dem eine Vielzahl von Handlungsfeldern benannt sind. Dieser sieht beispielsweise folgendes vor:

[bullet_block large_icon=“0.png“ width=““ alignment=“center“]

  • Carsharing und nicht-motorisierter Verkehr
  • Digitalisierung und Vernetzung im Verkehrssystem
  • automatisiertes Fahren
  • Veränderungen durch Antriebe und Treibstoffe

[/bullet_block]

UZE Mobility kann die Stadt Bremen bei diesem Vorhaben sicherlich unterstützen. Denn mit der eigens entwickelten UZE Box sammelt und analysiert das Unternehmen anfallende Fahrzeug- und Verkehrsdaten. Diese nutzt das Startup, um anderen Unternehmen geographische und interessengenaue Außenwerbung an Fahrzeugen anzubieten. So können beispielsweise die Werbedisplays in der Umgebung eines Fußballstadiums Fußballschuhe bewerben und im Villenviertel Luxusuhren.

Des Weiteren verwendet UZE Mobility die Daten, um den Verkehr auszubalancieren und weitere datenbasierte Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain-Technologie zu entwickeln. Beispielsweise will das Unternehmen die Daten verkaufen, die das Auto zum Zustand der Straßen sammelt.

Mit der starken städtischen Unterstützung will UZE Mobility sein Office in Bremen aufbauen und von 15 Mitarbeitern in 2018 auf über 50 Mitarbeiter in 2019 wachsen. Bundesweit will sich das Unternehmen in 2019 auf 100 Mitarbeiter vergrößern. Weitere Pilotprojekte und Städtepartnerschaften sollen Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 starten.

Quelle: Der-Autotester.com – Bremen wird Standort von UZE Mobility – Bald kostenlose e-Mobilität für alle?

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.