Tesla integriert Grok in Software von Model Y, 3, S und X

Tesla integriert Grok in Software von Model Y, 3, S und X
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mit einem aktuellen Over-the-Air-Update bringt Tesla seinen KI-Begleiter Grok nun auch nach Europa. Die Funktion ist Bestandteil der Version 2026.2.6, deren Verteilung an berechtigte Autos bereits begonnen hat. Für Nutzer:innen entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten, wie der Automobilhersteller mitteilt, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Hinter Grok steht das Unternehmen xAI, das ebenfalls zum Imperium von Tesla-Chef Elon Musk gehört und die Anwendung als vielseitige künstliche Intelligenz entwickelt hat. Nach Angaben des Herstellers soll das System präzise Antworten zu Themenfeldern wie Physik, Mathematik, Biologie, Philosophie oder Geschichte liefern. Damit erweitert Tesla die bislang bekannten Sprachfunktionen um eine dialogorientierte Komponente, die über reine Befehlsausführung hinausgeht.

Im Elektroauto übernimmt Grok auf Zuruf verschiedene Aufgaben. Dazu zählt das Starten von Navigationsbefehlen, etwa um ein neues Ziel festzulegen, eine Route unterwegs zu ändern oder interessante Orte in der Umgebung vorzuschlagen. Darüber hinaus greift der Assistent auf das digitale Benutzerhandbuch zu und kann Hinweise zur optimalen Nutzung sowie zur Wartung geben. Auch Warnmeldungen im Cockpit lassen sich laut Tesla durch die KI erläutern, wodurch Tesla-Fahrer:innen schneller einordnen können, was eine Anzeige bedeutet.

Grok-Modi und Persönlichkeiten individuell wählbar

Die Steuerung erfolgt über das Lenkrad oder den zentralen Touchscreen. Dort können unterschiedliche Betriebsarten ausgewählt werden. Zu den Standardmodi gehören etwa „Assistent“, „Sprachlehrer“, „Therapeut“, „Geschichtenerzähler“, „Meditation“, „Doc“ oder „Verschwörung“. Zusätzlich stehen spezielle Einstellungen für Kinder zur Verfügung, darunter eine Vorlesefunktion und ein Quizspiel. Für Erwachsene bietet Tesla weitere Optionen mit Bezeichnungen wie „Unhinged“, „Sexy“, „Motivation“, „Romantisch“ oder „Argumentativ“, die erst ab 18 Jahren freigeschaltet werden.

Neben diesen Modi lässt sich auch die Persönlichkeit der KI anpassen. Zur Auswahl stehen mehrere Stimmen und Charakterprofile, darunter „Ara“ mit fröhlicher Tonlage, „Eve“ mit beruhigendem Klang, „Leo“ mit britischem Akzent sowie „Rex“ und „Sal“ mit jeweils ruhiger oder weicher Ausprägung. Tesla betont, dass dadurch eine individuellere Interaktion möglich werde und sich Gespräche natürlicher anfühlten. Die künstliche Intelligenz sei in zahlreichen Sprachen verfügbar und solle einen menschenähnlichen Dialogfluss bieten.

Der Funktionsumfang richtet sich zunächst an ausgewählte Modelle, wozu das Model S, Model 3, Model X und Model Y zählen. Voraussetzung für die Nutzung ist entweder ein Premium-Konnektivitäts-Abonnement oder eine stabile WLan-Verbindung. Ohne entsprechende Datenanbindung lässt sich der Dienst nicht aktivieren. Nach Unternehmensangaben werden Unterhaltungen anonym verarbeitet und nicht mit einem bestimmten Auto verknüpft. Damit, so heißt es, solle die Privatsphäre der Besitzer:innen gewahrt bleiben. Die Einführung erfolgt schrittweise im Rahmen der eingangs erwähnten Over-the-Air-Updates.

Quelle: Tesla – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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