US-Wissenschaftler zeigen: E-Autos besser für Klima und Finanzen

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Es ist bei Weitem nicht die erste Studie mit ähnlichen Ergebnissen, angesichts der hohen Dichte an Desinformationen kann man diese aber nicht häufig genug veröffentlichen. Eine neue Studie von Wissenschaftlern der US-amerikanischen Duke University kommt zum Schluss, dass Elektroautos sowohl in Sachen Emissionen als auch wirtschaftlich auf Sicht der gesamten Nutzungsdauer mitunter deutlich vorteilhafter sind als Autos mit klassischem Verbrennungsmotor.

Das Team hat für die Studie vor allem die CO₂- und Luftschadstoffemissionen verschiedener Fahrzeugtypen bis zum Jahr 2050 untersucht. „Dabei flossen sowohl die Emissionen aus der Kraftstoffproduktion und dem Betrieb als auch jene aus Batterieherstellung und Fahrzeugmontage ein. Die Forschenden verglichen batterieelektrische Fahrzeuge mit klassischen Benzinern unter verschiedenen Zukunftsszenarien, in denen der Anteil von E-Autos in den USA schrittweise steigt“, schreibt die Deutsche Presseagentur (dpa).

Dabei zeigte sich, dass die CO2-Bilanz eines Elektroautos im Schnitt in den ersten beiden Jahren der Nutzung zwar noch schlechter sei als die eines Verbrenners ohne entsprechend großer Fahrzeugbatterie. Doch ab dem dritten Jahr ist das E-Auto demnach zunehmend klar im Vorteil.

Wissenschaft widerlegt Vorurteile gegen E-Autos

„Im Jahr 2030 führt jede zusätzliche Kilowattstunde Batteriekapazität laut der Studie zu einer durchschnittlichen Reduzierung der CO₂-Emissionen um 220 Kilo, im Jahr 2050 immerhin noch um 127 Kilo“, heißt es im dpa-Text weiter. Zudem seien die umweltbedingten Kosten durch ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor über die Lebensdauer deutlich höher als bei einem Elektroauto. Die Studie bestimmt dafür den Faktor von zwei- bis dreieinhalbmal so hoch. Vor allem die Luftqualität könne sich durch einen höheren E-Auto-Anteil langfristig deutlich verbessern, was unter anderem zu geringeren Kosten für medizinische Behandlung führen kann.

Der International Council on Clean Transportation (ICCT) war mit europäischem Blick auf das Thema zuletzt auf ganz ähnliche Ergebnisse gekommen, worauf die dpa ebenfalls verweist. Da in den Studien zudem in der Regel der gängige Strommix berücksichtigt wird, könnte in Wahrheit der Vorteil von Elektroautos sogar noch größer sein. Diese würden nämlich der Erfahrung nach überproportional oft mit erneuerbaren Energien wie durch Photovoltaikanlagen oder Ökostrom-Verträge aufgeladen, was die Gesamtbilanz noch einmal verbessert.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) verweist zudem darauf, dass die gängigen Vorurteile gegenüber der Elektromobilität aus wissenschaftlicher Sicht nicht gestützt sind. Mehr als 70 ausgewertete Studien zum Thema zeichneten inzwischen ein deutliches Bild, dass E-Autos den Verbrennern hier klar überlegen sind.

Quelle: PLOS Climate – Veröffentlichung zur Studie; t3n – Batterieproduktion macht E-Autos zwei Jahre lang schmutziger als Benziner – dann kippt die Bilanz

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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