Studie: Kosten für elektrische Autobatterien sanken um 35 Prozent von 2014 bis 2015

Studie: Kosten für elektrische Autobatterien sanken um 35 Prozent von 2014 bis 2015
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Sebastian Henßler
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Die meisten Automobilhersteller, Experten und Verbraucher sind sich darin einig, dass der Kostenfaktor der Elektrofahrzeuge das größte Hindernis beim Absatz und dem Weg zur Massentauglichkeit der E-Fahrzeuge sind. Abhängig sind die Kosten eines solchen Fahrzeugs zu großem Teil von den Lithium-Ionen-Batteriepreisen. Aber auch hier scheint sich etwas zu bewegen, laut einer aktuellen Studie sinken die Kosten deutlich und vor allem schneller als zunächst angenommen.

Die Studie, mit dem Titel Global Trends in Renewable Energy, bezeichnet den Preisrückgang der Lithium-Ionen-Batterien sogar als spektakulär. Geleitet und durchgeführt wurde die Studie mit der Frankfort School of Finance und Management, in Zusammenarbeit mit Bloomberg New Energy Finance und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Dabei zeigt die Studie einen konstanten Rückgang der Kosten von 2010 bis 2015 auf, Spitzenwerte von -35% erreicht man von 2014 bis 2015.

Der Rückgang der Kosten wird hierbei nicht nur auf einen Grund reduziert, sondern auf eine Vielzahl von Gründen: zellchemische Veränderungen, angepasste Herstellungsprozesse sowie aggressivere Preisstrategien am Markt, um die Lithium-Ionen-Batterien interessanter zu machen und dadurch durch ein erhöhtes Produktionsvolumen Kosten zu reduzieren.

Gerade die Tesla Gigafactory ist das Paradebeispiel für die Zukunft der hochvolumigen Lithium-Ionen-Batterieproduktion. Die Studie zitiert die Gigafactory als einen Faktor für den Rückgang der Kosten elektrischer Batterien, trotz der Tatsache, dass diese erst am Anfang der Produktion steht. Aber man ist sich anscheinend sicher, dass der Plan von Tesla, bis 2018 35 Gigawattstunden Zellen pro Jahr zu produzieren, zur Senkung der Kosten im Allgemeinen beiträgt.

Die Studie weist weiterhin darauf hin, dass moderne Elektroautos erst vor etwa sechs Jahren mit messbaren Zahlen am Markt angekommen sind. Im Jahr 2014 lag der weltweite Umsatz bei rund 290.000, und bis Ende 2015 stieg der Umsatz auf rund 462.000 Fahrzeuge. Das Wachstum setzt sich fort, wobei die Aussagen unterschiedlicher Quellen variieren, wo die Reise hingeht. Eins steht aber fest, mit steigenden Produktionszahlen dürften die Batteriekosten sinken.

  • OPEC prognostiziert 1,7 Millionen Elektroautos auf globalen Straßen bis 2020
  • Bloomberg New Energy Finance schätzt 7,4 Millionen bis 2020 (davon 2 Millionen im Jahr 2020 allein)
  • Bloomberg New Energy Finance schätzt bis 2040 einen Anteil von 35% an EVs bei allen leichten Nutzfahrzeugen

Quelle: InsideEvs – Study: Electric Car Battery Costs Declined By 35 Percent From 2014 To 2015

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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