Sakuu: Feststoff-Akkus aus dem 3D-Drucker

Sakuu: Feststoff-Akkus aus dem 3D-Drucker
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockvektor-Nummer: 1026829204

Wolfgang Plank
Wolfgang Plank
  —  Lesedauer 2 min

Die Sakuu Corporation hat einen neuen 3D-Drucker für die Herstellung von Fahrzeugbatterien vorgestellt. Damit sollen Akkus mit geringeren Kosten, mehr Leistung und einer besseren Nachhaltigkeit möglich sein, meldet das Unternehmen im Magazin 3D-grenzenlos. So lasse sich die lokale Massenproduktion von Antriebsbatterien stärken und die E-Mobilität insgesamt voranbringen. Der Verkauf soll noch in diesem Jahr starten.

Die mit dem 3D-Drucker herstellbaren Feststoff-Batterien hätten die gleiche Energiedichte wie Lithium-Ionen-Akkus, heißt es. Sie seien jedoch nur halb so groß und um ein Drittel leichter. Für die Herstellung der Akkus mit dem Markennamen „KeraCel“ werde 30 bis 50 Prozent weniger Material benötigt.

Sakuu-Gründer Robert Bagheri spricht von einem „Meilenstein“, mit dem E-Autos für die Verbraucher attraktiver werden dürften. „Festkörper-Batterien sind eine Art heiliger Gral der Technik – aber schwierig und teuer in der Herstellung.“ Mit der Flexibilität des Sakuu-Drucklers ließen sich diese grundlegenden Hürden überwinden.

Nach Unternehmensangaben kombiniert der 3D-Drucker mehrere Fertigungsverfahren. Demnach werden völlig unterschiedliche Werkstoffe in einer einzigen Schicht auf das Pulverbett aufgesprüht. Für das Verfahren würden Keramiken, Metalle und das von Sakuu entwickelte Trägermaterial „PoraLyte“ verwendet. Dieses löse Probleme mit Überhängen und erlaube die einfachere und schnellere Herstellung von Bauteilen mit Hohlräumen.

Die entstandenen Batterien haben laut Sakuu eine hohe Energiedichte und dünne, monolithische Schichten. Da der Materialaufwand um die Hälfte geringer sei und das Pulver-zu-Pulver-Verfahren ein leichteres Recycling der Keramiken und Metalle mit konventionellen Verfahren ermögliche, sei die Herstellung nachhaltiger als andere Methoden. Unter anderem enthielten die Batterien keine Polymere, Graphit müsse auch nicht entzogen werden. Damit werde Verbrennungs- und Deponiemüll vermieden.

Das von Sakuu entwickelte Verfahren für Multimaterial-Schichten erschließe den Markt für Bauteile, die sich bis dato nicht per 3D-Druck herstellen ließen, heißt es weiter. Dazu gehörten aktive Komponenten wie Sensoren und Elektromotoren für Autos, Luft– und Raumfahrt, Power Banks und Kühlkörper für Unterhaltungselektronik sowie Sensoren für das Internet der Dinge.

Quelle: 3D-grenzenlos – Sakuu Corporation stellt Multiwerkstoff-3D-Drucker für Herstellung von Feststoffbatterien für Elektrofahrzeuge vor

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Wolfgang Plank

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Obrist pleite: Aus für HyperHybrid und Methanol-Pläne

Obrist pleite: Aus für HyperHybrid und Methanol-Pläne

Sebastian Henßler  —  

Ein Tesla mit Methanol-Motor und 1000 Kilometern Reichweite war das Aushängeschild. Nun sind Obrist Powertrain und Obrist Technologies im Konkurs.

Afrikanische Union will stärker auf E-Autos setzen

Afrikanische Union will stärker auf E-Autos setzen

Michael Neißendorfer  —  

Die Afrikanische Union hat große Pläne für den Ausbau der Elektromobilität – als Chance für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Auch für Europa.

Upgrade statt Neukauf: So soll das E-Auto 50 Jahre fahren

Upgrade statt Neukauf: So soll das E-Auto 50 Jahre fahren

Sebastian Henßler  —  

Prof. Dr. Günther Schuh denkt das E-Auto neu: Das Chassis hält 50 Jahre, während Design, Technik und Batterie in festen Abständen erneuert werden.

Europas Automobilregionen fordern klaren Fokus auf E-Autos

Europas Automobilregionen fordern klaren Fokus auf E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobilregionen der EU fordern gezieltere Investitionen zur Unterstützung des Übergangs zu Elektroautos und eine klare Richtung.

LFP-Akkus: China hält mehr als die Hälfte der Patente

LFP-Akkus: China hält mehr als die Hälfte der Patente

Sebastian Henßler  —  

Mehr als die Hälfte aller LFP-Patente stammt aus China. Europa kommt 2024 auf knapp sieben Prozent, obwohl die Grundlagen in den USA und Kanada entstanden.

Neue OECD-Studie: Autojobs verlagern sich nach Mittel- und Osteuropa

Neue OECD-Studie: Autojobs verlagern sich nach Mittel- und Osteuropa

Arun Niemann  —  

Eine neue OECD-Studie zeigt, wie Elektrifizierung, Digitalisierung und die Konkurrenz aus China Europas Autojobs verändern.

Wo Europas Autoindustrie 3 Milliarden Euro liegen lässt

Wo Europas Autoindustrie 3 Milliarden Euro liegen lässt

Michael Neißendorfer  —  

Die Krise von Europas Automobilindustrie ist nicht nur eine Folge schwacher Nachfrage, chinesischer Konkurrenz oder des Übergangs zur Elektromobilität.