Neuer Range Rover Plug-in-Hybrid kommt mit 100 Kilometer Elektro-Reichweite

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Land Rover

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der britische Autohersteller Land Rover hat den neuen Range Rover enthüllt. Die komplett neuentwickelte fünfte Generation des britischen Luxus-SUV ist neben diversen Diesel- und Benziner-Varianten auch in zwei Plug-in-Hybrid-Versionen (ab Januar 2022) bestellbar, mit wahlweise 324 kW (440 PS) oder 375 kW (510 PS) Leistung. Der neue Range Rover ist ab 121.200 Euro erhältlich, die Preise für die Plug-in-Varianten haben die Briten noch nicht kommuniziert. Auch eine rein elektrische Version hat der Autohersteller angekündigt. Die lässt allerdings noch etwas auf sich warten: Sie soll im Jahr 2024 als erstes Land Rover Modell ohne Abgasemissionen Premiere feiern.

Vor mehr als 50 Jahren begründete der Range Rover das Segment der Luxus-Geländewagen und ist hierbei eines der beliebtesten Modelle auf dem Markt. Die Basis des neuen Range Rover bildet eine ebenfalls neue Plattform mit dem Kürzel MLA-Flex für „Flexible Modular Longitudinal Architecture“ oder übersetzt: flexible modulare Längsarchitektur. Sie kann mit einer Vielzahl an Varianten kombiniert werden: mit Mild- und Plug-in-Hybriden, mit normalem und langem Radstand sowie mit vier, fünf oder sieben Sitzplätzen. Sowie, ab 2024, mit der rein elektrisch angetriebenen Variante.

Der batterieelektrische Range Rover soll dabei weiteren Modellgeschwistern den Weg bereiten, da Land Rover bis zum Ende des Jahrzehnts in jeder Baureihe eine vollelektrische Variante anbieten will. Sie sollen dabei helfen, dass Jaguar Land Rover bis zum Jahr 2039 die Kohlendioxidemissionen in Produkten, Anlagen und der Lieferkette auf null reduziert.

Land-Rover-Range-Rover-Plug-in-Hybrid-Ladekabel
Land Rover

Zum Antriebsportfolio des neuen Range Rover zählen zwei ab Januar 2022 bestellbare Plug-in Hybride (PHEV) mit größerer Reichweite und kombinierten CO2-Emissionen von weniger als 30 g/km. Rein elektrisch können die Teilzeitstromer nach WLTP-Norm bis zu 100 Kilometer zurücklegen, was ungefähr 80 Kilometern in der Praxis entspricht. Damit sei der typische Range Rover Kunde in der Lage, rund 75 Prozent seiner Fahrten ausschließlich elektrisch zu bestreiten, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung.

Auch im Innenraum will Land Rover nachhaltiger werden. Deshalb finden sich in der Auswahl an Materialien und Oberflächen für den Range Rover auch einige zukunftsweisende Lösungen, zum Beispiel innovative Textilien wie Ultrafabrics oder Wollmischgewebe von Kvadrat. Die textile Kombination des technischen Ultrafabrics sowie des Kvadrat-Stoffs besitze die gleichen Eigenschaften wie traditionelle Lederbezüge, ihre Produktion erzeuge jedoch lediglich ein Viertel des CO2, das bei Leder anfällt.

Land-Rover-Range-Rover-Plug-in-Hybrid-Innenraum
Land Rover

Teil der Serienausstattung aller Varianten des neuen Range Rover ist weiterhin die Allradlenkung, die ihm den kleinsten Wendekreis aller Land Rover Modelle beschert – und das Fahrwerk mit Luftfederung, das eHorizon-Navigationsdaten nutzt, um die bevorstehende Fahrstrecke einzuschätzen und die Aufhängung entsprechend abzustimmen. Der elektronisch gesteuerte Wankneigungsausgleich Dynamic Response Pro soll Karosseriebewegungen reduzieren und auf diese Weise sowohl Fahrkomfort als auch Agilität optimieren.

Der neue Range Rover ist ein britisches Produkt, entwickelt und gestaltet im Vereinigten Königreich für die Märkte der Welt. Er rollt ausschließlich im Land Rover Stammwerk Solihull von den Produktionsbändern. Er nutzt dabei moderne Fertigungseinrichtungen in einer Halle, in der vor mehr als 70 Jahren bereits die ersten Land Rover Modelle und später der Ur-Range Rover entstanden. Hier hat Land Rover massiv in neue Produktionsanlagen investiert, um die Montage von Mild- und Plug-in Hybriden sowie rein elektrischen Varianten auf dem gleichen Band zu ermöglichen.

Quelle: Land Rover – Pressemitteilung vom 26.10.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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