Post in Wien ab Jahresende rein elektrisch

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Österreichische Post

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Die Österreichische Post steht kurz vor einem historischen Meilenstein: Bis Ende des Jahres wird die gesamte Zustellung in Wien ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Fahrzeug und damit CO₂-frei erfolgen, so die Post in einer aktuellen Mitteilung. Bereits heute sind rund 700 E-Fahrzeuge im Einsatz, deutlich mehr als die Hälfte der knapp 1100 in Wien eingesetzten Fahrzeuge. Mit der vollständigen Umstellung auf E-Mobilität wird Wien zur ersten europäischen Metropole, in der Pakete, Briefe, Prospekte, Zeitungen und Zeitschriften auf der letzten Meile vollständig CO2-frei zugestellt werden. Die Post investiert dafür rund 32 Millionen Euro in Ladeinfrastruktur und E-Fahrzeuge.

„Auch in herausfordernden Zeiten halten wir an unserem Kurs fest und verfolgen konsequent unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Mit der flächendeckenden Umstellung auf E-Mobilität in Wien wird unsere Bundeshauptstadt zur ersten europäischen Metropole dieser Größenordnung, in der alle Post-Sendungen ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder elektrisch zugestellt werden“, sagt Walter Oblin, Generaldirektor, Österreichische Post AG.

Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG: „Mit rund 700 E-Fahrzeugen ist mehr als die Hälfte unseres Fuhrparks in Wien bereits auf E-Mobilität umgestellt. Bis zum Jahresende installieren wir die letzten Ladestationen und nehmen weitere 400 E-Fahrzeuge in Wien in Betrieb. Damit werden bis Jahresende mehr als zwei Millionen Einwohner:innen auf der letzten Meile CO2-frei serviciert – das ist in Europa einzigartig.“

Die Zustellung von Briefen, Prospekten, Zeitungen und Zeitschriften erfolgt über insgesamt 17 Zustellbasen im Wiener Stadtgebiet, dazu kommen drei Paket-Zustellbasen innerhalb Wiens sowie ein Standort im nördlich gelegenen Hagenbrunn. Im Endausbau werden täglich mehr als 1500 Zusteller:innen CO2-frei unterwegs sein, und zwar zu Fuß, mit E-Bikes, E-Mopeds oder E-Transportern.

Die E-Flotte der Post ist nicht nur die mit Abstand größte des Landes, sie wächst auch rasant. Seit 2022 werden in der Zustellung nur noch E-Fahrzeuge angeschafft, jedes Jahr kommen etwa 1000 neue Elektrofahrzeuge dazu. Die österreichweite E-Flotte besteht derzeit aus mehr als 5000 E-Fahrzeugen. Bis 2030 wird die Post ihre gesamte Zustellflotte von 10.000 Fahrzeugen auf Elektroantrieb umstellen und alle Sendungen völlig CO2-frei zustellen. Einige Städte sind bereits rein elektrisch, wie etwa Graz und Innsbruck.

Den für die E-Fahrzeuge erforderlichen Strom produziert die Post zum Teil bereits selbst: Österreichweit wurden an 34 Standorten Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 18 MWP installiert, wodurch der bilanzielle Anteil von Strom aus erneuerbaren Energiequellen bei mehr als 20 Prozent liegt. Die Post zählt damit zu den größten heimischen Anlagenbetreibern – Energieversorger ausgenommen – und könnte rein rechnerisch schon heute 3000 E-Fahrzeuge mit Sonnenenergie betanken. Die Zukunftsvision: Eine E-Flotte, die die Energie speichern und wieder ins Netz einspeisen kann.

Quelle: Post.at – Pressemitteilung vom 21.07.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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