Panasonic: Teslas 4680 Batteriezelle könnten andere Hersteller nutzen

Panasonic: Teslas 4680 Batteriezelle könnten andere Hersteller nutzen
Copyright:

stoatphoto / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Ende Oktober konnten wir berichten, dass Panasonic offiziell seine neueste Batteriezelle im Format 4680 vorgestellt hat. Die neue Zelle ist, wie man es bei Panasonic seit Jahren gewohnt ist, für den Einsatz in Elektroautos des Branchenprimus Tesla gedacht. Aber nicht nur, wie Kazuo Tadanobu als CEO der ausgegründeten Panasonic-Batteriesparte, in einem Interview zu verstehen gab. Tadanobu hat sich darüber hinaus über den aktuellen Stand der Entwicklung geäußert.

Bereits im vergangenen Jahr enthüllten Tesla und Panasonic ihren Plan, Batteriezellen mit einem größeren Format und mit einer neuen Chemie herzustellen. Die neuen 4680er Batteriezellen, speziell entwickelt für den Einsatz in Elektroautos, haben das Potenzial, billiger und effizienter zu sein als die aktuellen Zellen im Format 2170. Tadanobu zeigte im Gespräch auf, dass man bereits vor Teslas Battery Day in engem Austausch mit dem E-Mobilität Branchenprimus war: „Nach Prüfung der Kosten, der Ausgewogenheit der Fahrzeuge selbst und anderer Möglichkeiten, die zylindrische Batterien bieten, wurde entschieden, dass die 4680 die optimale Größe der Batterie ist“, so der CEO der Batteriesparte von Pansonic zu ersten Überlegungen der beiden Unternehmen.

Angesprochen auf den aktuellen Stand gab er folgende Einschätzung: „Was die Produktentwicklung anbelangt, so sind die technologischen Ziele weitgehend erreicht worden. Die neuen Batterien haben etwa die fünffache Kapazität der derzeit verwendeten 2170er. Für die Massenproduktion sind jedoch neue Techniken erforderlich.“ Er führt des weiteren aus, dass Panasonic in Japan gerade eine Prototyp-Produktionslinie aufbaue, welche schrittweise in Betrieb genommen wird. „Wir werden Versuche für die Massenproduktion durchführen und das Verfahren in Japan verfeinern, bis es schnell einsatzbereit ist“, so Tadanobu weiter.

Der CEO von Panasonics Batteriesparte gab im Gespräch zudem zu verstehen, dass Tesla oberste Priorität habe. „Aber wir schließen nicht aus, dass wir uns auch anderen Unternehmen zuwenden, die unsere Werte teilen, wenn wir dies tun können, ohne unsere Ressourcen zu überfordern.“ Man erwäge verschiedene Möglichkeiten, wie man mit Automobilherstellern zusammenarbeiten können. Ohne, dass jedoch konkrete Aussagen von Panasonic getroffen werden.

Quelle: Nikkei Asia – Panasonic moves toward mass production of Tesla’s next-gen batteries

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.