Opel Astra soll auch in besonders sportlicher Version erscheinen

Opel Astra soll auch in besonders sportlicher Version erscheinen
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Wir wissen bereits, dass der Opel Astra ab 2023 auch rein elektrisch daherkommen wird. Der Designchef von Opels britischer Schwestermarke Vauxhall, Mark Adams, hat nun verraten, dass es auch Pläne für eine besonders sportliche Version gibt. Das hat das britische Automagazin Topgear erfahren. „Ja, wir arbeiten an Dingen, die nicht allzu weit weg sind, bei denen wir in diese Richtung gehen werden“, sagte Adams auf eine Frage nach einer sportlichen Version des Elektro-Astra.

Konkrete Details wollte Adams nicht verraten. Er sagte aber, dass die „kühne und reine“ Designphilosophie, die Vauxhall und Opel auf ihre neuen Autos anwenden, auch eine sportlichere Interpretation beinhalten könnte. „Es gibt einen schmalen Grat in der Wahrnehmung als sportlich und dynamisch, was, sagen wir mal, grundsätzlich als ein positives Attribut wahrgenommen wird“, erklärte er. „Aber gleichzeitig will man nicht unbedingt eine Marke sein, die hart und aggressiv daherkommt. Es gilt, diesen Sweet Spot zu finden, und wir als Designer müssen definitiv über die weicheren Faktoren nachdenken.

Im Gegensatz zum kleineren Corsa-e wird der elektrische Astra auf der Multi-Plattform EMP2 der Muttergesellschaft Stellantis aufbauen. Diese kann als Basis sowohl für Verbrenner, Plug-in-Hybride als auch batterieelektrische Fahrzeuge dienen. Dies bedeutet, dass die Produktion aller Antriebsvarianten auf einer einzigen Linie im Werk des Unternehmens in Rüsselsheim erfolgen kann.

Um ein Maximum an Reichweite zu ermöglichen, wird die Karosserie von E-Autos so windschnittig wie möglich gestaltet. Was das für die Designer bedeutet, wollte Topgear wissen. „Gibt es Einschränkungen, wenn Sie versuchen, aerodynamisch effizienter zu sein? Natürlich tut es das“, gibt Adams zu. Die Herausforderung sei wie immer, das Visuelle mit der Funktionalität in Einklang zu bringen: „Wir müssen nicht nur einen bestimmten Innenraum und ein bestimmtes Gepäckvolumen haben. Ein E-Autos muss auch supereffizient und aerodynamisch sein. Wir müssen das Gleichgewicht all dieser Dinge finden. Und das ist nicht einfach, es erfordert viel harte Arbeit und Erfahrung“.

Der neue Astra wird die erste Baureihe von Opel sein, bei der Kunden die Wahl haben aus reinem Elektroantrieb, Plug-in-Hybrid und klassischem Verbrenner. Die Leistungsbandbreite reicht von 81 kW (110 PS) bis 165 kW (225 PS) Systemleistung. Technische Details zur Elektro-Version wurden bislang noch nicht kommuniziert, bislang heißt es, dass die Plug-in-Version der leistungsstärkste Astra-Ableger sein soll. Zur sportlichen Astra-Elektro-Version hat Adams noch keine Andeutungen gegeben. Topgear jedoch hat den neuen Astra bereits gefahren und sagt, das Chassis sei eindeutig gut genug, um auch etwas leistungsorientierteres zu bewältigen.

Quelle: Top Gear – Vauxhall is working on an electric Astra hot hatch

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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