Microlino muss sich warm anziehen. Es geht nach Norwegen.

Microlino muss sich warm anziehen. Es geht nach Norwegen.
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Microlino

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der Schweizer Hersteller Micro treibt die Internationalisierung seines Elektrokleinstfahrzeugs weiter voran und nimmt dabei Norwegen ins Visier. Mit der Gründung von Microlino Norge AS entsteht eine eigenständige Gesellschaft, die künftig als offizieller Partner den Vertrieb, den Service sowie die Kundenbetreuung im Land übernimmt. Sitz des Unternehmens ist Sandnes, der operative Standort befindet sich in der Region Stavanger.

Norwegen gilt seit Jahren als einer der am weitesten elektrifizierten Automärkte weltweit. Der hohe Anteil batterieelektrischer Autos an den Neuzulassungen hat das Land zu einem Referenzmarkt für neue Konzepte gemacht. Micro sieht darin ein Umfeld, das offen für innovative Mobilitätslösungen ist und in dem Aspekte wie Gestaltung und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielen. Microlino Norge AS übernimmt nach Unternehmensangaben die Koordination des Marktauftritts, die Beratung von Interessierten sowie Wartung und Garantieabwicklung. Der Standort in Stavanger fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle für technische Fragen und After-Sales-Services.

Im Zentrum der Expansion steht der Microlino selbst. Entwickelt in der Schweiz und produziert in Turin, verbindet das Modell ein reduziertes Design mit funktionalem Anspruch. Angeboten werden zwei Varianten: Der Microlino Lite ist auf 45 km/h begrenzt, während das Standardmodell Geschwindigkeiten bis zu 90 km/h erreicht. Je nach Batteriegröße gibt der Schweizer Hersteller Reichweiten zwischen 95 und 228 Kilometern an. Damit richtet sich das Konzept vor allem an Pendler:innen sowie an Personen, die überwiegend kurze Strecken in Städten zurücklegen.

Micro beschreibt den Microlino nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern als Ausdruck eines bestimmten Lebensstils. Mittlerweile spricht man bei den Schweizern von „New Generation Urban Luxury“ – eine Kombination aus hochwertiger Anmutung und reduziertem Ressourcenverbrauch. Hinter dieser Positionierung steht die strategische Entscheidung, sich bewusst von klassischen Pkw abzugrenzen und stattdessen auf ein eigenständiges Segment kompakter E-Fahrzeuge zu setzen. Wie sich der kompakte Stromer in Norwegen im Wettbewerb positionieren kann, wird sich im Zusammenspiel von Produkt, Preis und Service zeigen. Wobei gerade die Preise noch nicht kommuniziert wurden.

Quelle: Microlino – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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