Neue Mercedes-Benz Wallbox lädt Elektroautos vernetzt und intelligent

Neue Mercedes-Benz Wallbox lädt Elektroautos vernetzt und intelligent
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Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Autohersteller Mercedes-Benz hat eine neue Wallbox vorgestellt. Sie ist für bis zu 22 kW ausgelegt und mit einigen intelligenten Features ausgestattet. Dank ihrer technischen Vorrüstung für Remote-Funktionen etwa können Kunden erstmals optional Ladevorgänge über die Mercedes me App starten und stoppen, den aktuellen Ladestatus verfolgen und die Lade-Historie einsehen. Zusätzlich verfügt die Mercedes-Benz Wallbox jetzt über einen integrierten Energiezähler. Darüber hinaus ist es technisch möglich, künftig Software-Updates „Over-the-Air“ über die kundeneigene Internet-Verbindung zu empfangen. Das mache die Wand-Ladestation besonders zukunftssicher.

Mit der neuen Wallbox soll das intelligente Power Grid zuhause bereits ein Stück weit zur Realität werden, so Mercedes-Benz in einer aktuellen Mitteilung. Die Nutzer können sie per Ethernet-Kabel oder WiFi mit dem eigenen Internet-Anschluss verbinden. Auf diese Weise können sie die Wallbox mit der Mercedes me App auf ihrem Smartphone bequem bedienen – egal, wo sie sind. So können sie beispielsweise den Ladevorgang ihres Fahrzeugs steuern. Mit Hilfe eines integrierten Energiezählers lasse sich der aktuelle Stand des geladenen Stroms sowie die Übersicht über alle Ladevorgänge komfortabel in der Mercedes me App ablesen. Eine Übersicht über die Ladekosten sei ebenfalls verfügbar. Zum Schutz vor unbefugter Nutzung könne die Mercedes-Benz Wallbox über die App oder per RFID-Karte freigeschaltet oder verriegelt werden.

Die Wallbox verfügt außerdem über die technische Möglichkeit, künftig Software-Updates „Over-the-Air“ zu empfangen. So lassen sich fortlaufend zusätzliche praktische Funktionen ergänzen, zum Beispiel die Zugriffssteuerung mit RFID oder die smarte Integration der Wallbox in das kundeneigene Energienetz und Energie-Managementsystem.

Das Design des Gehäuses folgt den gestalterischen Prinzipien von Mercedes-EQ und ist so in Garage oder Carport als Produkt des Herstellers erkennbar. Gleichzeitig sei es robust und ermögliche eine intuitive Bedienung. Die Wallbox steuert den Ladevorgang, passt die Ladeleistung dem Ladevorgang an und leistet dreiphasig bis zu 22 kW. Eine mehrfarbige LED-Leuchte an der Wallbox zeigt den aktuellen Status des Ladevorgangs an. Die integrierten Sicherheitskomponenten bieten während des Ladens bei fachgerechter Installation einen zusätzlichen Schutz vor Fehlströmen für das Fahrzeug, die Hausinstallation und die Wallbox.

Um gegebenenfalls nationale Fördervorgaben zu erfüllen, ist die maximale Ladeleistung bei der Installation durch eine qualifizierte Elektrofachkraft auf 11 kW reduzierbar. In Deutschland wird die Mercedes-Benz Wallbox mit einem fest verbundenen sechs Meter langen Ladekabel mit Typ 2-Stecker ausgeliefert. Je nach nationalen Vorgaben ist sie voraussichtlich im vierten Quartal 2022 auch als Version mit Typ 2-Buchse erhältlich. Die Mercedes-Benz Wallbox lädt alle aktuellen und zukünftigen Mercedes-Benz Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge mit dem universellen Typ-2-Anschluss nach Norm IEC 61851-1. Natürlich können auch Elektroautos von anderen Herstellern geladen werden.

Die Wallbox ist in Deutschland und in vielen europäischen Ländern voraussichtlich im April 2022 bei Mercedes-Benz Händlern erhältlich. In einigen Märkten werde sie zusätzlich schrittweise online im Mercedes-Benz Shop verfügbar sein. Auch ausgewählte Installationspartner werden die Mercedes-Benz Wallbox anbieten. Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt 990 Euro (inkl. 19 % MwSt.), hinzu kommen die Kosten für die fachgerechte Installation.

Bei der Beratung und der Montage der Wallbox unterstützt der jeweilige nationale Installationspartner. Die Markteinführung der Wallbox erfolgt in den nächsten Monaten sukzessive in folgenden Ländern: Deutschland, Schweiz, Schweden, Dänemark, Polen, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien, Spanien, Griechenland, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Österreich, Norwegen, Irland, Finnland, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Australien, Thailand, Neuseeland, Frankreich, Portugal, Mexiko.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 11.02.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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