Der neue Lancia Gamma nimmt konkrete Formen an. Der italienische Automobilhersteller hat erste offizielle Bilder des Modells veröffentlicht und bestätigt, dass sich das Projekt in der Abschlussphase befindet. Erste Fahrzeuge absolvieren bereits Straßentests. Die Markteinführung rückt damit näher: Bestellungen sollen nach dem Sommer möglich sein.
Der Gamma ist als Crossover-Fastback konzipiert und misst 4,67 Meter in der Länge, 1,89 Meter in der Breite und 1,66 Meter in der Höhe. Die geschwungene Linienführung mit zulaufendem Heck verleiht dem Auto eine coupéartige Silhouette, wie sie im Segment der mittelgroßen Elektro-SUV derzeit verbreitet ist. Gebaut wird das Modell im Stellantis-Werk Melfi, das der Konzern als eines seiner technologisch fortschrittlichsten Fertigungsstandorte bezeichnet. Lancia unterstreicht damit den europäischen Anspruch: ein für den europäischen Markt konzipiertes Auto, entwickelt und produziert in Italien.

Technisch basiert der Gamma auf der STLA-Medium-Plattform des Stellantis-Konzerns – derselben Architektur, die auch dem Peugeot 3008 zugrunde liegt. Das Antriebsangebot fällt breit aus. Eine Hybridvariante mit 107 kW/145 PS soll eine Reichweite von mehr als 1000 Kilometern erreichen. Das rein elektrische Lineup beginnt bei 169 kW/230 PS mit über 540 Kilometern Reichweite, setzt sich fort mit 180 kW/245 PS und über 740 Kilometern und gipfelt in einer Allradversion mit 276 kW/375 PS, die bis zu 675 Kilometer schaffen soll.
Rückkehr eines historischen Namens mit neuem Konzept
Der Name Gamma war zuletzt in den 1970er- und 1980er-Jahren im Einsatz – damals für Limousinen und Coupés im gehobenen Segment. Mit dem neuen Modell überträgt Lancia die Bezeichnung erstmals auf ein SUV-Konzept. Der Schritt fügt sich in eine umfassendere Neupositionierung ein, die Stellantis seit einigen Jahren für die Marke verfolgt. Den Ausgangspunkt bildete 2022 die Designstudie Lancia Pu+Ra Zero, seither ist der Ypsilon als erstes neues Serienmodell auf den Markt gekommen.

Die Verkaufszahlen zeigen, dass der Neustart nicht ohne Gegenwind verläuft. Nach Angaben des europäischen Branchenverbands ACEA wurden im vergangenen Jahr nur knapp 11.750 Lancia-Autos in Europa zugelassen – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Der Gamma soll neue Kundengruppen erschließen und die Marke in einem volumenstärkeren Segment sichtbarer machen. Konzernchef Luca Napolitano hatte das Modell bereits im Vorfeld als zentralen Schritt auf dem Weg der Marke bezeichnet und es mit „Innovation, Stil und dem konsequenten Streben nach Qualität“ verbunden.
Mit dem Gamma erweitert Lancia seine Modellpalette erstmals seit Jahren wieder nach oben. Das größere Format, die breitere Antriebsauswahl und die Produktion in Melfi positionieren das Auto als Ankerpunkt der Markenstrategie für die zweite Hälfte dieses Jahrzehnts.
Quelle: Lancia – Pressemitteilung









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