Kreislaufwirtschaft: Volvo recycelt Stahlschrott mit Salzgitter AG

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Der Autohersteller Volvo ebnet den Weg in die Kreislaufwirtschaft: In Zusammenarbeit mit Salzgitter recycelt der schwedische Premium-Automobilhersteller seinen Stahlschrott nun in Deutschland. Der erste sogenannte „ScanLoop“-Zug ist jetzt in Salzgitter eingetroffen, so Volvo in einer aktuellen Mitteilung.

Für hochwertigen Stahl für den Automobilbau arbeitet Volvo Cars bereits seit einigen Jahren mit der Salzgitter AG zusammen. Der niedersächsische Konzern liefert Flachstahl ins Volvo Karosserieteilewerk im südschwedischen Olofström. Im vergangenen Jahr haben die beiden Unternehmen eine Closed-Loop-Partnerschaft ins Leben gerufen, die nicht nur die Kooperation vertiefen, sondern auch für mehr Nachhaltigkeit sorgen soll.

Der im schwedischen Werk anfallende Stahlschrott wird auf dem Rückweg direkt wieder mitgenommen und in die Produktion bei Salzgitter Flachstahl zurückgeführt. Das sogenannte „ScanLoop“-Projekt ist ein gelungenes Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft: Anstatt mit einem leeren Zug nach Deutschland zurückzufahren, wird der Zug mit Stahlschrott beladen, der eingeschmolzen und zu hochwertigen Stahlsorten verarbeitet wird – das Material bleibt somit in einem geschlossenen Kreislauf.

Transport auf der Schiene

Um den Platzbedarf zu minimieren, werden die Stahl- und Aluminiumabfälle aus dem Stanzprozess in verschiedene Materialströme getrennt, sortiert und zu Würfeln gepresst. Trotzdem entsteht ein langer, prallgefüllter Zug: Der erste, insgesamt 545 Meter lange Zug mit 25 mit Stahlschrott befüllten Waggons ist Mitte Januar in Niedersachsen eingetroffen.

Die konsequente Nutzung des Schienengüterverkehrs ist ein weiterer Faktor, um die Nachhaltigkeit zu verbessern: Auf der Schiene entstehen deutlich weniger Emissionen als auf der Straße – insbesondere durch den Einsatz leistungsstarker, interoperabler Lokomotiven, die mit klimaneutralem Strom betrieben werden und eine hohe Zuglast bieten. Sie meistern die 700 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Standorten in Deutschland und Schweden in anderthalb Tagen. Die Folge ist ein effizienter und emissionsarmer Materialkreislauf.

„Die Zusammenarbeit mit Volvo Cars ist eine klare Bestätigung unserer Kreislaufwirtschafts-Strategie. Sie zeigt, wie industrielle Partnerschaften zur Ressourceneffizienz und zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette beitragen können. Dieser geschlossene Kreislauf ist auch ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Konzernunternehmen wie Salzgitter Mannesmann Scandinavia, DEUMU, VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter und Salzgitter Flachstahl“, sagt Sandrina Sieverdingbeck, Geschäftsführerin DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union.

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 18.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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