VW wird angeblich seine MEB-Elektroauto-Plattform mit Ford teilen

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Volkswagen AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

VW und Ford scheinen kurz davor zu stehen, ihre Partnerschaft für Elektrofahrzeuge und selbstfahrende Autos zu finalisieren. Geht es nach den Informanten von Reuters, haben die beiden Automobilhersteller einen „Rahmenvertrag“ ausgearbeitet, der sie weit mehr als nur im Bereich der Nutzfahrzeugen verbündet. Dabei steht die Aussage im Raum, dass VW seine MEB-Plattform mit Ford teilen wird.

Ende Januar haben wir darüber berichtet, dass der VW-Konzern seine MEB-Produktionsplattform für Elektroautos als Industriestandard etablieren und für Wettbewerber öffnen will. Am Vorabend des Genfer Automobilsalon wurde bekannt, dass mit der e.GO Mobile AG der erste externe Partner gefunden wurde, der künftig den Elektrifizierungsbaukasten nutzt, um die Volkswagen-Modellpalette ergänzende E-Autos auf den Markt zu bringen. Ford könnte nun der zweite Hersteller sein, der auf die MEB-Plattform setzt.

Die Unternehmen sind bereit, bei einem Treffen am 11. Juli über die Verlängerung der Partnerschaft zu sprechen, so eine der Quellen. Derzeit sind aber weder VW noch Ford bereit, über die Feinheiten der Verhandlungen zu diskutieren, obwohl die Sprecher beider Unternehmen sagten, dass sie Fortschritte machen.

Für VW steht fest, dass durch eine möglichst umfangreiche Verbreitung des MEB und die damit verbundenen Skaleneffekte die Kosten der E-Mobilität deutlich gesenkt werden können. Damit soll individuelle Mobilität auch in Zukunft für viele Menschen bezahlbar und nutzbar werden.  Ein Vorteil, welcher sich auch für die Elektromobilitätspläne von Ford bezahlt machen kann.

Sollte die Vereinbarung Bestand haben, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf beide Unternehmen und die gesamte Branche haben. VW würde einen seiner größten Konkurrenten als Kunden gewinnen und damit einen großen Einfluss auf die nahe Zukunft von Elektrofahrzeugen und autonomen Fahrten garantieren. Ford hingegen konnte seine Elektrifizierungspläne schnell verfolgen und sich mehr auf die Feinheiten des Designs als auf die Grundlagen konzentrieren.

Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden sieben Jahren, um fit zu sein für den Wandel hin zur Elektromobilität, den finanziellen Aufwand für seine Fabriken senken und gleichzeitig die Produktivität steigern. Diese neue Konzern-Produktionsstrategie 2025 soll bei fast allen Marken umgesetzt werden. Ford will bis 2025 mehr als 50 neue Modelle im weltweit größten Automarkt China einführen, darunter mindestens 15 Elektrofahrzeuge.

Quelle: Reuters – Volkswagen, Ford reach outline agreement to share electric, autonomous tech

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Strauss:

Individuelle Mobilität bezahlbar machen. Wäre ja gut wenn dieses Geschwafel der ganz grossen beim E Autokäufer ankommen würde. Wird aber nur zur Gewinnmaximierung von VW und Ford ins Auge gefasst. Hätte E. Musk von Anfang an diese Denkweise gehabt, wäre TESLA nie das geworden was sie heute sind. 80% aller Kommentare zeugen von Angst gegen Tesla.

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