Ford soll Produktionsvolumen des Elektro-Pick-up F-150 verdoppeln wollen

Ford soll Produktionsvolumen des Elektro-Pick-up F-150 verdoppeln wollen
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Es deutet sich an, dass der rein elektrische Pick-up F-150 Lightning von Ford wie schon sein Verbrenner-Pendant ein absoluter Verkaufsschlager wird. Von 120.000 Vorbestellungen spricht der US-Hersteller mittlerweile. Die ersten 20.000 Interessenten hatten sich ihren Elektro-Pick-up, der ab Frühjahr 2022 ausgeliefert werden soll, bereits innerhalb von nur zwölf Stunden nach der offiziellen Vorstellung des Fahrzeugs im Mai reserviert.

Um der enormen Nachfrage hinterherzukommen, will Ford mehreren Insidern zufolge die zunächst geplanten Produktionskapazitäten verdoppeln, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Demnach soll der F-150 Lightning ab 2024 nun 80.000 Mal statt wie bislang geplant nur 40.000 Mal vom Band laufen. Die Produktion soll aber erst nach und nach auf diesem Niveau ankommen: Zunächst sollen im Jahr 2022 nur 15.000 Stück und im Jahr 2023 55.000 Modelle vom Band laufen. Ein Großteil der Reservierungsinhaber wird also lange auf seinen elektrifizierten F-150 warten müssen.

Mit 414 kW / 563 PS und einem Drehmoment von umgerechnet bis 1051 Nm handelt es sich bei der kräftigeren der beiden geplanten Elektro-150er-Versionen um den stärksten jemals gebauten F-150. Auf 100 km/h soll der fast sechs Meter lange Pick-up in weniger als 5 Sekunden beschleunigen. Ein weiterer Vorteil ist die Anhängerkupplung, mit der das Fahrzeug einen bis zu 4,5 Tonnen schweren Anhänger ziehen kann. Die in zwei Varianten angebotenen Akkus sorgen für Reichweiten von 370 bzw. 480 Kilometern nach amerikanischer EPA-Norm.

2022 Ford F-150 Lightning XLT
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Zur Batteriekapazität in kWh macht Ford noch keine Angaben. Sie liegt bei schätzungsweise 170 bis 180 kWh beim größeren und bei etwa 140 kWh beim kleineren Modell. Die DC-Ladeleistung liegt bei bis zu 150 kW, die Ladedauer von 15 auf 80 Prozent gibt Ford mit 40 Minuten an. Der Elektro-Pick-up F-150 Lightning soll zu einem Startpreis erhältlich sein, der mit gut 40.000 Dollar (etwa 32.700 Euro) seinen ähnlich konfigurierten und herkömmlich angetriebenen Pendants entspricht. Mit mehr Komfort und zusätzlichen Technologien ausgestattet ist die Modellvariante XLT ab gut 53.000 Euro (etwa 43.400 Euro) zu haben.

Ford ist „begeistert von der hohen Nachfrage“

Daten, die sowohl die gewerbliche als auch private Kundschaft überzeugt zu haben scheinen. Um die höheren Produktionskapazitäten einrichten zu können, wolle Ford zusätzliche 850 Millionen US-Dollar (etwa 725 Millionen Euro) investieren, so Reuters weiter.

Ab Ende 2025 will Ford die Produktion nochmals verdoppeln und auf 160.000 Stück pro Jahr erhöhen. Dann soll auch die bereits zweite Generation des F-150 Lightning erscheinen, die auf einer neuen Elektroplattform aufbauen soll. Während die erste Lightning-Generation noch auf einer modifizierten F-150-Verbrennerplattform steht, soll die zweite Generation der voraussichtlich erste Pick-up auf Fords neuer TE1-Plattform sein.

Ford selbst teilte hierzu nur mit, „begeistert von der Kundennachfrage nach dem F-150 Lightning“ zu sein und weiterhin nach Möglichkeiten zu suchen, „Einschränkungen zu überwinden und die Kundennachfrage zu erfüllen“. Das Unternehmen lehnte es Reuters zufolge ab, weitere Stellungnahmen abzugeben. Der F-150 ist seit mehr als vier Jahrzehnten das meistverkaufte Fahrzeug in den Vereinigten Staaten. Und wie es aussieht, könnte dies auch nach dem Umstieg auf den Elektroantrieb so bleiben.

Quelle: Reuters – Ford doubles Lightning production target on strong pre-launch demand

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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