Ford will mit günstigem Pickup Fathom US-Käufer ködern

Ford will mit günstigem Pickup Fathom US-Käufer ködern
Copyright:
Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Ford bringt mit dem Fathom einen elektrischen Pickup auf den Heimatmarkt USA, der deutlich unterhalb des aktuellen Preisniveaus vieler E-Pickups positioniert werden soll. Der Basispreis liegt laut Unternehmensangaben bei rund 28.000 US-Dollar, was etwa 24.400 Euro entspricht. Damit richtet sich der US-amerikanische Automobilhersteller an eine Käuferschicht, die bislang bei Elektro-Pickups kaum bedient wurde. Der Markt für elektrische Pickups gilt bisher als vergleichsweise hochpreisig, entsprechend fällt die Positionierung des Fathom auf.

Nach Daten der Plattform Edmunds, Stand Mai 2026, sind in den USA aktuell 36 Modelle, darunter Benziner, Hybride und Elektroautos, zu einem Startpreis unter 30.000 US-Dollar erhältlich. Der Fathom würde sich mit seiner Positionierung in dieses Segment einreihen und dabei zu einem der günstigsten Modelle im Ford-Portfolio zählen. Als direkter interner Vergleich dient der Maverick, der ebenfalls knapp unter 30.000 US-Dollar startet. Der Fathom soll sich preislich in ähnlicher Region bewegen, jedoch als vollelektrisches Modell.

Neue Fertigungslogik soll Kosten senken

Für die Produktion setzt Ford auf ein neues Fertigungsverfahren am Werk in Louisville, intern als Baumstruktur-Montage bezeichnet. Statt eines einzelnen, langen Fließbands laufen drei Linien parallel, für Front, Heck sowie Batterie und Sitzstruktur, und werden erst am Ende zusammengeführt. Dieses Verfahren soll die Effizienz steigern und die Produktionskosten senken. Entwickelt wurde der Fathom von einem eigens aufgebauten Team in Kalifornien, das den Wagen von Grund auf neu konzipiert hat, um gegenüber Wettbewerbern wie Tesla und dem chinesischen Hersteller BYD bestehen zu können.

Der Fathom ist Teil einer neu ausgerichteten Elektrostrategie, nachdem Ford Ende des vergangenen Jahres eine Abschreibung von umgerechnet rund 17 Milliarden Euro verbucht hatte. Im Zuge dessen strich der Automobilhersteller mehrere geplante Modelle sowie den größeren und teureren Elektro-Pickup Lightning. Die Neuausrichtung zielt erkennbar auf ein günstigeres, schlankeres Modellportfolio ab, bei dem Kostenkontrolle und Wettbewerbsfähigkeit stärker im Vordergrund stehen als bislang.

Vorbestellungen starten Anfang 2027

Vorbestellungen für den Fathom sollen Anfang 2027 möglich sein, die Auslieferung an Kund:innen ist für den Herbst desselben Jahres vorgesehen. Der Pickup gilt als erstes Modell einer neuen Fahrzeugfamilie, die auf Fords neuer Elektro-Plattform aufbaut. Weitere Modelle auf Basis dieser Plattform sollen folgen, konkrete Details dazu, und ob sie auch nach Europa kommen, liegen bislang jedoch nicht vor.

Quelle: Reuters – Ford’s new EV truck Fathom to be priced starting at about $28,000

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Ford Elektroautos

Ford E-Tourneo Custom: Fünf Tage Mosel mit der ganzen Familie

Ford E-Tourneo Custom: Fünf Tage Mosel mit der ganzen Familie

Sebastian Henßler  —  

Sechs Erwachsene, drei Koffer und rund 800 Kilometer in fünf Tagen: Der Ford E-Tourneo Custom musste zeigen, ob ein Transporter auch Urlaub mitmachen kann.

DHL Express setzt Ford E-Transit in 27 europäischen Ländern ein

DHL Express setzt Ford E-Transit in 27 europäischen Ländern ein

Daniel Krenzer  —  

DHL Express setzt den Ford E-Transit inzwischen in 27 europäischen Ländern ein. Standardisierte Umbauten und Software sollen den Flottenbetrieb vereinfachen.

Ford bringt E-Transit auf 432 km Reichweite und baut Transit City aus

Ford bringt E-Transit auf 432 km Reichweite und baut Transit City aus

Daniel Krenzer  —  

Ford zeigt auf der IAA Transportation den E-Transit mit 96-kWh-Akku und bis zu 432 km Reichweite sowie neue Varianten des Transit City.

Ford schickt ersten China-Elektrotransporter nach Europa

Ford schickt ersten China-Elektrotransporter nach Europa

Sebastian Henßler  —  

Ford bringt den in China gefertigten Transit City nach Europa, die erste Charge umfasst rund 1000 Elektro-Transporter für den Lieferverkehr.

Ford baut Elektro-SUV mit Geely-Technik in Valencia

Ford baut Elektro-SUV mit Geely-Technik in Valencia

Sebastian Henßler  —  

Ford und Geely bauen gemeinsam ein neues SUV in Valencia, das auf der elektrifizierten Plattform GEA des chinesischen Partners basiert und 2029 starten soll.

VW ID. Buzz: Warum der Elektro-Bulli zum Problem wird

VW ID. Buzz: Warum der Elektro-Bulli zum Problem wird

Daniel Krenzer  —  

Der VW ID. Buzz verkauft sich besser, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Das hat Folgen – und unter anderem auch mit Ford zu tun.

Ford Transit City: Antwort auf teure Diesel-Transporter

Ford Transit City: Antwort auf teure Diesel-Transporter

Sebastian Henßler  —  

Ford Transit City richtet sich an Handwerksbetriebe, Bäckereien und Lieferdienste und verspricht rund 40 Prozent geringere Wartungskosten als ein Diesel-Modell.