Elektro-Mietwagen als umweltfreundliche Alternative zum Benziner

Elektro-Mietwagen als umweltfreundliche Alternative zum Benziner
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Elektroauto smart elctric drive von car2go am Potsdamer Platz in Berlin, Foto: Jürgen Elxnat

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Verkehrsaufkommen und Fahrzeugdichte in deutschen Großstädten sind in den letzten Jahren weiterhin deutlich gestiegen. Als Alternative zum eigenen Pkw rücken flexible, preisgünstige Carsharing-Angebote oder die Anmietung eines umweltfreundlichen Mietwagens für bestimmte Anlässe in den Vordergrund.

Hohe Benzinpreise und regelmäßig wiederkehrende Unterhalts- und Versicherungskosten für das eigene Auto sowie der Parkplatzmangel vielerorts geben vielen Führerscheinbesitzern Anlass dazu umzudenken. Menschen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein und Wunsch nach einer nachhaltigeren Lebensweise fühlen sich in der Pflicht, selbst ihren Beitrag gegen den voranschreitenden Klimawandel zu leisten.

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Elektroauto smart elctric drive von car2go am Potsdamer Platz in Berlin, Foto: Jürgen Elxnat

In der Stadt gilt es, den persönlichen Mobilitätsbedarf den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Für immer mehr Menschen kommt dort anstelle der Nutzung eines eignen Privatfahrzeugs das Fahrrad täglich zum Einsatz. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (ÖPNV), das immer beliebter werdende Carsharing oder die Anmietung eines Mietwagens für bestimmte Anlässe gehören zu den weiteren Alternativen.

Für Reisen innerhalb Deutschlands oder Fahrten ins nähere Ausland werden oft spezielle Angebote der Deutschen Bahn oder der hiesigen Mietwagen-Verleiher online geprüft und verglichen, bevor Flugbuchungen in Erwägung gezogen werden. Mietwagenpreise von verschiedenen Anbietern lassen sich beispielsweise auf Portalen wie Mietwagen-Check.de einfach miteinander vergleichen.

Die private Nachfrage nach Elektroautos, genauer gesagt: der Kauf von umweltfreundlichen E-Autos, will in Deutschland noch nicht so recht in Schwung kommen, obgleich die Zahl von in Deutschland neuzugelassenden Elektroautos in diesem Jahr erstmals die 5.000er-Marke überschritten hat. Die im Vergleich zum Fahrzeug mit konventionellem Antrieb hohen Anschaffungskosten solcher umweltfreundlichen Fahrzeuge sind derzeit noch zu hoch, als dass sie vom Normalverbraucher als gerechtfertigt wahrgenommen werden. Zudem existieren bei den privaten Verbrauchern noch immer Zweifel und Unsicherheit hinsichtlich der Alltagstauglichkeit und Praktikabilität der leisen Stromer.

Gefahren werden die E-Autos trotzdem

Gefahren und ausprobiert werden sie inzwischen aber dennoch, nämlich im Rahmen der Carsharing– / Mietwagenangebote vieler regionaler Anbieter. Seitdem einige Firmen Elektroautos zu gleichen Preisen wie Mietwagen mit konventionellem Antrieb vermieten, steigt die Nachfrage.

  • Bei Flinkster, dem Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn, sind bundesweit aktuell 350 Elektroautos im Einsatz, die meisten davon in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Stuttgart oder Düsseldorf – oft als Kleinwagen wie smart fortwo ed, Mini E oder Fiat 500E. 250 Citroën C-Zero werden seit April 2013 in Berlin über Citroën Multicity eingesetzt.
  • Der Konkurrent car2go (Kooperation von Daimler und Europcar) stellt mit 1.200 car2go Fahrzeugen in Berlin die aktuell größte Flotte zur Verfügung. Dort gibt es seit Mitte Dezember 2012 eine eigene Ladestation am Potsdamer Platz (Foto). Auch in Hamburg (700), Stuttgart (500), Köln (350) sowie in München und Ulm (je 300) sind überaus viele car2go Autos unterwegs.
  • DriveNow (Kooperation von BMW und Sixt) stellt derzeit insgesamt 60 Elektroautos (BMW ActiveE) in Berlin und München zur Anmietung zur Verfügung.
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Jürgen gründete 2011 den Blog Elektroauto-news.net und veröffentlichte als einer der ersten Elektroauto-Blogs in Deutschland Nachrichten und Hintergrbundberichten zu E-Fahrzeugen und Hybridautos.

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