Für Handwerksbetriebe und Lieferdienste zeigt Citroën auf dem Pariser Autosalon 2026, wie ein kompakter Elektro-Lieferwagen mit Charakter aussehen könnte. Neben dem 2CV Concept steht dort das 2CV Fourgonnette Concept, eine moderne Neuinterpretation jenes leichten Nutzfahrzeugs, das in Deutschland als “Kastenente” bekannt wurde. Nach Angaben des Herstellers soll die Studie den Geist des Originals in ein erschwingliches, praktisches und clever konzipiertes E-Auto übersetzen. Optisch setzt die Marke dabei bewusst auf ein unverwechselbares, sympathisches Auftreten.
Wer allerdings auf ein baldiges Angebot für den eigenen Fuhrpark hofft, muss sich gedulden. Citroën stellt klar, dass das Konzept kurzfristig keinen konkreten Ausblick auf ein Serienmodell gibt. Es handelt sich um ein nicht homologiertes Konzeptauto, das nicht frei verkäuflich ist, offizielle Werte zu Verbrauch und Emissionen existieren folglich nicht. Auch zu Antrieb, Batteriekapazität, Reichweite oder Zuladung macht der Hersteller in seiner Mitteilung keine Angaben. Vielmehr soll die Studie neue Denkanstöße eröffnen.
Inhaltlich knüpft die Kastenente an ihr Schwestermodell an. Als Nutzfahrzeugvariante des 2CV Concept übernimmt sie dessen zentrale Leitgedanken: Konzentration auf das Wesentliche, intelligente Lösungen und ein besonderes Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit. Damit überträgt Citroën die Werte, für die der neue 2CV steht, in den gewerblichen Alltag. Der Hersteller fasst diese Idee als einfache, lebensnahe und emotionale Elektromobilität zusammen.

Hinzu kommt ein historischer Bezug, den die Marke ausdrücklich betont. Die ursprüngliche 2CV Fourgonnette begleitete über Generationen hinweg Handwerker:innen, Gewerbetreibende und Lieferdienste bei ihrer täglichen Arbeit. Seit mehr als einem Jahrhundert pflegt Citroën nach eigener Darstellung eine enge Beziehung zu Gewerbekund:innen. Menschen zu unterstützen, die jeden Tag arbeiten, Unternehmen führen und unterwegs sind, gehöre fest zur DNA des Unternehmens, und zwar mit Autos, die ihren Alltag einfacher machen.
Eine kastige Ente mit viel Herz
Wie viel Emotion in dem Projekt steckt, macht Xavier Chardon deutlich. Der CEO von Citroën und DS Automobiles beschreibt das Original als “weit mehr als nur ein Arbeitsfahrzeug”, es sei Teil des täglichen Lebens gewesen, einfach, clever und für alle zugänglich. Vor allem aber habe die Fourgonnette etwas besessen, “das nur wenige Nutzfahrzeuge haben: eine Seele”. Diesen Geist wolle man nun wieder aufleben lassen, denn “nützlich zu sein sollte niemals bedeuten, gewöhnlich zu sein”.
Entstanden ist die Studie aus einem Wunsch des Designteams. Die Designer:innen von Citroën wollten zusätzlich zum Pkw-Konzept auch die Fourgonnette für die Anforderungen der Gegenwart neu interpretieren. Das Unternehmen selbst bezeichnet das Ergebnis als freien kreativen Ausdruck seiner Gestalter:innen und als echtes Leidenschaftsprojekt. Herausgekommen sei ein Auto mit starkem Charakter und hoher emotionaler Ausstrahlung. Der Geist der Kastenente sei aktueller denn je und inspiriere bis heute, heißt es dazu aus Paris.
Quelle: Citroën – Pressemitteilung






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