Char.gy rüstet ebenfalls Londoner-Straßenlaternen zu Ladepunkten für E-Autos um

Char.gy rüstet ebenfalls Londoner-Straßenlaternen zu Ladepunkten für E-Autos um
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 409686868

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Dass das Berliner Start-Up ubitricity aus Straßenlaternen Ladepunkte für E-Autos macht, ist bekannt. Nach einer ersten Testphase in London haben diese nun gemeinsam mit Siemens den Auftrag bekommen bis Ende 2020 Ladepunkte in Londoner Straßenlaternen zu installieren. Doch ubitricity ist nicht das einzige Unternehmen, welche diese nachrüstbare Ladelösung anbietet.

Nach ubitricity und seinem Partner Siemens wurde auch Char.gy als einer von vier Herstellern ausgewählt, um bestehende Laternen am Londoner Straßenrand mit Ladepunkten für Elektroautos auszurüsten. Zunächst fälschlicherweise kommuniziert wird nicht ubitricity sämtliche 1.150 Laternen mit Ladepunkten ausstatten, sondern die vier Hersteller gemeinsam.

Daher kann derzeit noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, wie viele dieser Lademöglichkeiten am Ende von Char.gy kommen. Neben Char.gy und ubitricity sollen noch Joju und Swarco am Projekt beteiligt sein.

char.gy-Geräte passen in fast jeden Laternenpfahl und bieten bis zu 7,7kW Ladeleistung. Das Aufladen wird über Smartphone-Browser aktiviert, die das Onboarding, den Ladezyklus, die Benachrichtigungen und die Bezahlung verwalten. Die Benutzer können zwischen „Pay-as-you-go“ oder monatlichen Abonnementtarifen wählen.

char.gy bietet den Kommunen Zugang zu einem eigenen Portal, das es ihnen ermöglicht, den vollen Überblick über die Ladegeräte zu behalten und die Geräte aus der Ferne zu überwachen, um sicherzustellen, dass die Service-Level-Vereinbarungen eingehalten werden. Über dieses Portal können Kommunen die Ladepunkte auch aus der Ferne aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie die neuesten Vorteile für EV-Fahrer bieten.

„Wir freuen uns sehr, die Londoner Stadtverwaltungen dabei zu unterstützen, Ladepunkte auf die Straßen von London zu bringen, die es jedem ermöglichen, ein Elektrofahrzeug zu besitzen – vor allem in der Hauptstadt ohne Parkplätze.“ – Richard Stobart, CEO von char.gy

Der Aufbau der Ladeinfrastruktur an Laternen am Londoner Straßenrand erfolgt im Rahmen des Projekts „Go-ultra Low City“. Geführt wird das Projekt von Transport for London (TfL), London Councils (Zusammenschluss der Bezirke) und Greater London Authority. Insgesamt wurden rund 3,7 Millionen Pfund für das Projekt zur Verfügung gestellt.

Quelle: Renewable Energy Magazine – char.gy Awarded Contract to Install Lamppost EV Charge Points in London Boroughs

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

Tobias Stahl  —  

Volkswagen, Stellantis und Renault wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU – und fordern möglichst simple Regeln zum Schutz der hiesigen Automobilindustrie.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Sebastian Henßler  —  

Harald Schlarb war 36 Jahre bei Mercedes, baute die Tesla-Gigafactory mit auf – und erklärt, warum deutsche Firmen das Risiko wieder lernen müssen.

Exklusiv: Wie Alpitronic seine Hypercharger vor Hackern schützt

Exklusiv: Wie Alpitronic seine Hypercharger vor Hackern schützt

Sebastian Henßler  —  

Alpitronic lässt seine Ladesäulen hacken – ohne Grenzen und mit KI-Unterstützung. Was dahintersteckt, zeigt ein exklusiver Besuch im Cybersecurity-Labor.

Was steckt hinter Alpitronics Testlabor? Wir waren vor Ort

Was steckt hinter Alpitronics Testlabor? Wir waren vor Ort

Sebastian Henßler  —  

Wie macht man einen Hypercharger fit für Norwegen, Arizona und die Türkei? Die Antwort liegt im Bozner R&D-Zentrum von Alpitronic.

Neues Buch rechnet mit Fehlern der Autoindustrie ab

Neues Buch rechnet mit Fehlern der Autoindustrie ab

Daniel Krenzer  —  

Thomas Sedran und Harald Hamprecht analysieren in ihrem Buch die Krise der deutschen Autoindustrie – und sehen das Problem vor allem im jahrelangen Zögern.

„Verbrenner-Aus“ der EU: Einigung rückt in weite Ferne

„Verbrenner-Aus“ der EU: Einigung rückt in weite Ferne

Daniel Krenzer  —  

Der Streit um das EU-Verbrenner-Aus verschärft sich. EVP, Industrie und Gewerkschaften drängen auf Ausnahmen – eine zeitnahe Einigung gilt als unwahrscheinlich.